Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 18 von 18

Thema: Donationen für verdiente Soldaten

  1. #11
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
    Registriert seit
    22.02.2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    712

    Standard Mir auch....

    Zitat Zitat von Bataaf Beitrag anzeigen
    Mir kommen die Tränen.
    Dann trockne sie Dir ab!
    Ich habe etwas gegen das Messen mit zweierlei Masstab und gegen die Unge-
    rechtigkeit im Urteilen.

    IRENE.

  2. #12
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
    Registriert seit
    19.12.2010
    Ort
    Laatzen bei Hannover
    Beiträge
    1.309

    Standard

    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    Lieber HKDW!
    Du hast,wie üblich,einen negativen Akzent gesetzt.Plünderung,etc.
    Ist Dir schon jemals der Gedanke gekommen dass diese Dotationen im Ausland
    eventuell den Zweck hatten,die so Dotierten zu motivieren.Wer eine Dotation im
    Ausland bekommen hat,ist zumeist daran interessiert diese zu behalten;d.h.er
    wird sich bemühen seine Pfründe zu behalten und sich eventuell dafür einzusetzen,d.h.er bleibt bei der Sache.

    Gruss,
    IRENE.
    Liebe Irene,
    ich habe mich zu diesem Thema bisher nur mit dem Königreich Westphalen und speziell mit der Stadt Hannover befasst.Das war Plünderung. Das Land litt unter dem Abfluss von Kapital ins Ausland. Das verminderte die Kaufkraft, wodurch die Grundstücks- und Häuserpreise sanken. Handwerker machten bankrott, weil ihre Leistungen für viele unerschwinglich waren. Dazu musste das Königreich Westphalen immense Kosten für die Hofhaltung Jeromes aufbringen. Weiter die Kosten für französische Besatzungstruppen. Damals gab es im Harz noch Silberminen. Ein großer Teil der Förderung dieser Minen musste kostenlos abgegeben werden. Die Minen gingen bankrott und die Aktionäre waren pleite. Mal abgesehen davon, dass die Silberschmiede sich das verbliebene Silber überhaupt nicht mehr leisten konnten, weil es viel zu teuer war. Mit allen Mitteln hat man in Hannover versucht die Franzosen auszutricksen, damit das Land nicht den Bach runterging. Ein leitender Beamter (wie man heute sagen würde) in Hannover war Ignaz Merzinsky, der hat darüber geschrieben https://archive.org/stream/erinnerun...ge/n9/mode/2up. Weitere Informationen dazu findest du bei Bernhard Hausmann http://digital.ub.uni-duesseldorf.de...leinfo/2531396. Jerome hat 1811 einen Brief an seinen Bruder Napoleon geschrieben, in dem er sich über die katastrophale wirtschaftliche Situation in seinem Königreich beklagte. Das führte zu einer ständig steigenden Unzufriedenheit im Land. Soldaten aus dem Königreich Westphalen prügelten sich regelmäßig mit französischen Soldaten, wobei es auch Tote gab. In Braunschweig wurde ein französischer Offizier ermordet. Der (die?) Täter wurden nie gefasst. Demonstrativ wurde in Braunschweig ein Deutscher hingerichtet, der mit der Sache überhaupt nichts zu tun hatte. Der war vorher wegen eines anderen Verbrechens zum Tode verurteilt worden und sollte eigentlich in Wolfenbüttel hingerichtet werden. Zur Abschreckung wurde der Hinrichtungsort nach Braunschweig verlegt.

    Grüße Dieter

  3. #13
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
    Registriert seit
    22.02.2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    712

    Standard Zusammenhang?

    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Liebe Irene,
    ich habe mich zu diesem Thema bisher nur mit dem Königreich Westphalen und speziell mit der Stadt Hannover befasst.Das war Plünderung. Das Land litt unter dem Abfluss von Kapital ins Ausland. Das verminderte die Kaufkraft, wodurch die Grundstücks- und Häuserpreise sanken. Handwerker machten bankrott, weil ihre Leistungen für viele unerschwinglich waren. Dazu musste das Königreich Westphalen immense Kosten für die Hofhaltung Jeromes aufbringen. Weiter die Kosten für französische Besatzungstruppen. Damals gab es im Harz noch Silberminen. Ein großer Teil der Förderung dieser Minen musste kostenlos abgegeben werden. Die Minen gingen bankrott und die Aktionäre waren pleite. Mal abgesehen davon, dass die Silberschmiede sich das verbliebene Silber überhaupt nicht mehr leisten konnten, weil es viel zu teuer war. Mit allen Mitteln hat man in Hannover versucht die Franzosen auszutricksen, damit das Land nicht den Bach runterging. Ein leitender Beamter (wie man heute sagen würde) in Hannover war Ignaz Merzinsky, der hat darüber geschrieben https://archive.org/stream/erinnerun...ge/n9/mode/2up. Weitere Informationen dazu findest du bei Bernhard Hausmann http://digital.ub.uni-duesseldorf.de...leinfo/2531396. Jerome hat 1811 einen Brief an seinen Bruder Napoleon geschrieben, in dem er sich über die katastrophale wirtschaftliche Situation in seinem Königreich beklagte. Das führte zu einer ständig steigenden Unzufriedenheit im Land. Soldaten aus dem Königreich Westphalen prügelten sich regelmäßig mit französischen Soldaten, wobei es auch Tote gab. In Braunschweig wurde ein französischer Offizier ermordet. Der (die?) Täter wurden nie gefasst. Demonstrativ wurde in Braunschweig ein Deutscher hingerichtet, der mit der Sache überhaupt nichts zu tun hatte. Der war vorher wegen eines anderen Verbrechens zum Tode verurteilt worden und sollte eigentlich in Wolfenbüttel hingerichtet werden. Zur Abschreckung wurde der Hinrichtungsort nach Braunschweig verlegt.

    Grüße Dieter
    Lieber Dieter!
    Das mag Alles stimmen-aber was hat das mit den Dotationen im Ausland zu tun???

    Grüsse,
    IRENE.

  4. #14
    Registriert seit
    02.10.2006
    Beiträge
    557

    Standard

    @KDF,

    Irenes Beiträge sind nun wirklich nicht mein Evangelium,
    aber an ihrer letzten Antwort stimmt jede Silbe.

    Jörg
    The light at the end of the tunnel
    is from an oncoming train.

  5. #15
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
    Registriert seit
    19.12.2010
    Ort
    Laatzen bei Hannover
    Beiträge
    1.309

    Standard

    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    Lieber Dieter!
    Das mag Alles stimmen-aber was hat das mit den Dotationen im Ausland zu tun???

    Grüsse,
    IRENE.
    Lies Ignaz Merzinsky, dann weißt du was ich meine. Da geht es unter anderem auch um die Dotationen.1809 betrugen die allein im Königreich Westphalen 4.573.661 Francs.
    Geändert von KDF10 (08.12.2013 um 20:30 Uhr)

  6. #16
    Registriert seit
    24.11.2013
    Ort
    Vor den Toren Magdeburgs
    Beiträge
    108

    Standard

    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    ......
    Das mag Alles stimmen-aber was hat das mit den Dotationen im Ausland zu tun???
    Es mag natürlich sein, dass ich hier in´s Fettnäpfchen trete !?

    Wie liebe Irene definierst du in diesem Falle Inn - und Ausland ?
    Tu´ im Kriege das, was der Gegner für unmöglich hält.

    Alexander W. Suworow

  7. #17
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
    Registriert seit
    22.02.2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    712

    Standard In und Ausland

    Zitat Zitat von Suworow Beitrag anzeigen
    Es mag natürlich sein, dass ich hier in´s Fettnäpfchen trete !?

    Wie liebe Irene definierst du in diesem Falle Inn - und Ausland ?
    Siehe No.2 von diesem Thread.
    Das ist doch aus allen Beiträgen klar!
    "Ausland" ist hier bei diesen Überlegungen eine Gegend die nicht direkt zum
    Kaiserreich Frankreich gehörte.
    Hamburg war allerdings ab 1810 dazu direkt gehörig.Aber nicht Westphalen.

    Irene.

  8. #18
    Registriert seit
    24.11.2013
    Ort
    Vor den Toren Magdeburgs
    Beiträge
    108

    Standard

    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    Siehe No.2 von diesem Thread.
    ....
    Hamburg war allerdings ab 1810 dazu direkt gehörig.Aber nicht Westphalen.

    .....
    Jetzt habe ich das verstanden, Danke .
    Tu´ im Kriege das, was der Gegner für unmöglich hält.

    Alexander W. Suworow

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •