Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 26 von 26

Thema: Belagerungszustand der Stadt Magdeburg

  1. #21
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
    Registriert seit
    22.02.2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    712

    Standard

    Zitat Zitat von Suworow Beitrag anzeigen
    habe ich mir heute die Jahrgänge 1808 -1810 angeschaut.
    In den Bulletin´s sind Dicetiven des König´s von Westphalen zweisprachig gebunden in Bücher vorhanden.
    Was mich staunen ließ, war die ungeheure Vielzahl derartiger Directiven, in denen " Gott & Welt " reglementiert wurde.
    Im Schnitt wurden 2-3 solcher Directiven täglich erlassen !

    Da stellt sich für die Frage, wie eine derartige Masse von Dokumenten bekannt gemacht und vor allem durchgesetzt wurde ?

    War das Regierungsstil Napoleon´s oder nur die " Regulierungswut "
    Jérome´s ?
    Ich glaube,die "Regulierungswut" hatte eher Napoleon.Der war ( und ist ) bekannt dafür dass er ,auch im kleinsten Detail,gerne Alles selber regelte.
    Ob Jérôme,der eher ein Lebensgeniesser war,sich mit derlei befasste....?
    IRENE.

  2. #22
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
    Registriert seit
    19.12.2010
    Ort
    Laatzen bei Hannover
    Beiträge
    1.309

    Standard

    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    Ich glaube,die "Regulierungswut" hatte eher Napoleon.Der war ( und ist ) bekannt dafür dass er ,auch im kleinsten Detail,gerne Alles selber regelte.
    Ob Jérôme,der eher ein Lebensgeniesser war,sich mit derlei befasste....?
    IRENE.
    Irene hat recht. Napoleon kümmerte sich wirklich um jedes Detail. Jerome eher nicht. Ein klassisches Beispiel: Der Papst verschickte zu Neujahr Kerzen an besonders wichtige Personen. Napoleon bekam keine. Ob versehentlich oder absichtlich bleibt dahingestellt. Napoleon verschickte daraufhin etliche Briefe an Verwandte und Getreue in den er ihnen verbot Kerzen des Papstes anzunehmen.

  3. #23
    Registriert seit
    24.09.2009
    Beiträge
    231

    Standard

    Der Thread trägt den Titel: Belagerungszustand der Stadt Magdeburg.

    Zu Napoleons Arbeitseifer etc. geht es daher hier:

    http://www.forum.napoleon-online.de/...3449#post23449

    weiter

    Grüße
    excideuil

  4. #24
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
    Registriert seit
    22.02.2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    712

    Standard

    Zitat Zitat von excideuil Beitrag anzeigen
    Der Thread trägt den Titel: Belagerungszustand der Stadt Magdeburg.

    Zu Napoleons Arbeitseifer etc. geht es daher hier:

    http://www.forum.napoleon-online.de/...3449#post23449

    weiter

    Grüße
    excideuil
    Es war,von Seiten Suvorovs,die Rede von "Regulierungswut".
    Daher habe ich das Thema hier aufgegriffen.
    Irene.

  5. #25
    Registriert seit
    03.10.2006
    Ort
    Cis-Rhenanien
    Beiträge
    769

    Standard

    Zitat Zitat von Suworow Beitrag anzeigen
    Während der Handlungen der Jahre 1813/14 haben die Kräfte der alliierten Preußen, Russen und Österreicher niemals ausgereicht die Feste Magdeburg zu nehmen.
    Außer einer weiträumigen Blockierung war da strategisch & taktisch nicht mehr drin.
    Selbst das gelang lange Zeit nur symbolisch, denn den Truppen Napoleons gelangen immer wieder raumgreifende Ausfälle, um vor allem zu Fouragieren.
    Das klingt nach nicht-Können, aber in der Tat war es ein nicht-Wollen.

    Denken wir einmal strategisch: Eine aufwendige förmliche Belagerung war aus alliierter Sicht gar nötig (siehe Trachenberg: Belagerungen mit geringst möglichem Aufwand), weil es mit wenigen Blockadetruppen gelang, eine große Garnison zu binden und den Ausbruch der Garnisonstruppen zu verhindern, die sich mit der Hambuger Garnison (Davout) oder Dresden (St.Cyr) hätten vereinigen können. Der Ausbruch aus Dresden scheiterte bekanntlich, und die Garnison von Hamburg war ab Dezember 1813 sowieso nicht mehr feldtauglich.

    Die Wiederherstellung der pr. Territorien gehörte mit zu dem pr.-russ. Bündnisvertrag: also warum eine eigene Festung förmlich angreifen, die mit dem Friedensschluß ohnehin wie eine reife Frucht in die Hände der pr. Belagerer fallen mußte? Mit dem gedachten eigenen Besitz geht man bekanntlich schonend um.

    Anders verhielt es ich mit Wittenberg und Torgau: die sächs. Festungen waren ein Faustpfand für die nachfolgenden Friedensverhandlungen, denn nach dem russ.-preuß. Bündnisvertrag sollten die eroberten Territorien an Preußen fallen, am besten natürlich das gesamte Sachsen.

    Weitere Feldtruppen, die sonst bei den Belagerungen gebunden gewesen wären, konnten also für die Invasion Frankreichs eingesetzt werden, und auch das franz. Précarré wurden von den alliierten Armeen mühelos durchstoßen; ca. 150.000 Mann blieben in den deutschen Festungen blockiert. Das war kriegsentscheidend.
    Geändert von Blesson (14.02.2014 um 11:59 Uhr)

  6. #26
    Registriert seit
    24.11.2013
    Ort
    Vor den Toren Magdeburgs
    Beiträge
    108

    Standard

    Oui, d'accord !

    Natürlich war es strategisch klug eigene Truppen nicht für den Sturm einer Festung wie Magdeburg zu opfern.
    Verblüffend nur, das der Kaiser Napoleon nicht erkannt hatte, dass ihm die deutschen Festungen nicht mehr von Nutzen sein werden und die dort gebundenen Truppen, sofern noch französisch, am Ende bitter fehlen würden.
    Tu´ im Kriege das, was der Gegner für unmöglich hält.

    Alexander W. Suworow

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •