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Thema: Laden von Haubitzen

  1. #11
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    Da würde ich schon zustimmen - aber ob es wirklich so war?
    Leider scheinen da die Unterlagen oder die Reglements - zumindest für die Bayern zu fehlen.

  2. #12
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    Nochmal zum Thema Laden der Haubitzen. Im preussischen Artilleriereglement von 1812 ist zu lesen, dass
    Nr. 1 Kammer UND Flug auswischt
    Nr. 2 die Kartusche mit der LINKEN Hand in die Kammer einsetzt
    Nr. 1 dann die Kartusche ansetzt
    Nr. 2 die Granate mit der RECHTEN Hand einsetzt, den Zünder in der Mitte nach vorn zeigend (die linke Hand unterstützt von unten)
    Nr. 2 die Zündschnur herauszieht und sie beidseitig auseinanderlegt

    Bei Moltzheim ist zu sehen, dass das Einsetzen der Granate bei den Franzosen offenbar anders herum üblich war, nämlich mit der linken Hand und die rechte unterstützt von unten, wie auch bei dem Marschallbild beschrieben. Die Unterschiede im Ablauf sind also nur gering.

    Grüße

    Gunter

  3. #13
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    Ich hätte da noch eine ergänzende Frage, die ich mittels Sekundärliteratur leider noch nicht eindeutig klären konnte. Wurden die Zünder der Haubitzgranaten nun unmittelbar vor dem Abschuss angepasst (gekürzt) oder hat man sich in der Praxis mit einer standardisierten Zündröhrenlänge begnügt?

    Und wie viele Zündschnüre hatten eigentlich die Granaten?

    Viele Grüße,
    Günter
    "But Linden saw another sight, when the drum beat at dead of night,
    commanding fires of death to light the darkness of her scenery." (Thomas Campbell)

  4. #14
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    Hallo Günter,
    der im preußischen Reglement geschilderten Prozedur entnehme ich kein Kürzen der Zündschnur. Vermutlich war das ohnehin zu gefährlich. Bezüglich der Zahl der Zündschnüre könnte man es so interpretieren, dass die 2 Enden einer Schnur aus der Granate gezogen wurden, um die Wahrscheinlichkeit des Zündens zu erhöhen. Dazu können die Experten vielleicht mehr sagen.

    Grüße

    Gunter

  5. #15
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    Ich bin kein Experte, aber anhand des angehängten Fotos (leider nicht sehr scharf, die Überschrift ist kaum, die Legenden sind gar nicht leserlich), können Experten vielleicht einiges anschaulicher erklären. Gezeigt wird eine sächsische 8Pfünder Haubitze im Querschnitt, mit Zubehör.

    Aus: L'Artillerie napoléonienne et le Génie = Tradition Magazine, Hors Série, N°23 (2002), S.54.

    Die Legende zum Bild ist ziemlich allgemein gehalten:

    "Présentation de l'artillerie saxonne: en bas la gargousse remplie de poudre et au-dessus le boulet explosif avec sa mèche. A côté, une boite à mitraille en vue extérieure et intérieure (Musée de l'Armée saxonne, Königshain)."

  6. #16
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    Man kann deutlich die beiden Zündschnurenden erkennen. Diese wurden dann beim Schießen "mit einem Feuer" von der Treibladung mit entzündet. Ich verweise an dieser Stelle auf diesen höchst informativen thread: http://www.forum.napoleon-online.de/...read.php?t=569

    Grüße

    Gunter

  7. #17
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    Besten Dank schon mal.

    Die Zündschnüre hatte ich mir länger vorgestellt, so dass man sie seitlich um die Granate legen konnte, auf dass sie direkt dem Mündungsfeuer ausgesetzt sind.

    Viele Grüße,
    Günter
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  8. #18
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    Zitat Zitat von Drusus Beitrag anzeigen
    Die Zündschnüre hatte ich mir länger vorgestellt, so dass man sie seitlich um die Granate legen konnte, auf dass sie direkt dem Mündungsfeuer ausgesetzt sind.
    Nach der Lektüre des preußischen Reglements hatte ich sowas auch vermutet.

    Grüße

    Gunter

  9. #19
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    Wie groß ist bei einer 7 Pfd. Haubitzen-Granate das Loch für den Zünder ?

  10. #20
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    Der Leitfaden zum Unterricht in der Artillerie, Berlin 1818, beschreibt die Abmessungen der Granate:

    https://books.google.de/books?id=jzlgAAAAcAAJ&pg=PA106

    und auch die Dimensionen des Zünders im Detail:

    https://books.google.de/books?id=jzlgAAAAcAAJ&pg=PA96

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