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Thema: Französische Linieninfanterie 1812

  1. #11
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    Standard Martinien

    Laut Martinien (siehe http://www.napoleon-online.de/kriege_martinien.html) hatten folgende Linieninfanterie-Regimenter im Feldzug von 1812 Verluste - angegeben ist die Summe an verwundeten/getöteten Offizieren:

    Name Offiziersverluste
    2. Linieninfanterie 77
    3. Linieninfanterie 1
    4. Linieninfanterie 82
    9. Linieninfanterie 74
    12. Linieninfanterie 73
    17. Linieninfanterie 102
    18. Linieninfanterie 84
    19. Linieninfanterie 84
    21. Linieninfanterie 94
    25. Linieninfanterie 41
    29. Linieninfanterie 28
    30. Linieninfanterie 79
    33. Linieninfanterie 65
    35. Linieninfanterie 62
    36. Linieninfanterie 16
    37. Linieninfanterie 62
    44. Linieninfanterie 34
    46. Linieninfanterie 80
    48. Linieninfanterie 101
    51. Linieninfanterie 20
    53. Linieninfanterie 72
    54. Linieninfanterie 1
    55. Linieninfanterie 6
    56. Linieninfanterie 66
    57. Linieninfanterie 84
    61. Linieninfanterie 75
    72. Linieninfanterie 90
    84. Linieninfanterie 57
    85. Linieninfanterie 54
    92. Linieninfanterie 79
    93. Linieninfanterie 46
    95. Linieninfanterie 2
    105. Linieninfanterie 15
    106. Linieninfanterie 80
    108. Linieninfanterie 72
    111. Linieninfanterie 67
    113. Linieninfanterie 18
    123. Linieninfanterie 61
    124. Linieninfanterie 52
    125. Linieninfanterie 40
    126. Linieninfanterie 36
    127. Linieninfanterie 57
    128. Linieninfanterie 38
    129. Linieninfanterie 42
    131. Linieninfanterie 5
    132. Linieninfanterie 1

    Offiziere (und wohl auch Soldaten) dieser Regimenter waren also auf jeden Fall in Russland.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  2. #12
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    Kurze Zwischenfrage bezuegl. der Verlustzahlen an Offizieren:
    Wieviel Offiziere hatte ein Regiment (ca.)? Ich lese Verluste von bis ca. 100 Mann, viel mehr Offiziere wird ein Regiment gar nicht gehabt haben, oder?

    Gruss, muheijo

  3. #13
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    Das sind Additionen über den gesamten Feldzug hinweg - im Martinien kommen ja auch Mehrfachnennungen vor, d.h. ein Offizier wurde an mehreren Gefechten/Schlachten verwundet.

    So kann es zu diesen großen Zahlen kommen.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
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  4. #14
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Ein großes Regiment von bis zu 5 Bataillonen konnte 1812 durchaus über 100 Offiziere haben. Es ist natürlich unwahrscheinlich, dass da so oft praktisch Totalverlust eintrat.

    Grüße

    Gunter

  5. #15
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    Ein Regiment mit 5 Bataillonen hatte etatmäßig knapp 100 Offiziere.

    Nach der Organisation vom 18.02.1808 hatte 1 Regiment 1 Stab, 4 Feld- und 1 Depot-Btl.
    Die Feld-Btl. hatten 6, das Depot-Btl. 4 Kompanien.

    Die Kompanie hatte 3 Offiziere (1 Capt., 1 Prem- und 1 Sous-Ltn.), macht bei 28 Kompanien 84 Offiziere.
    Dazu kamen 1 Oberst, 1 Major (Depot), 4 CdB und 5 Adj.-Majors, macht 20 Offiziere und damit insgesamt 104 Offiziere.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  6. #16
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    @ Markus: Martininien ist nicht mehr als eine Hilfsquelle. Vollständig ist sie nicht.


    2. Regiment, gar keine Frage, das war in Polozk. 3. Regiment: Da finde ich niemanden, der in Russland war (Martinien 1909). Mac-Sheehy wurde am 17. Juli 1812 in Spanien verwundet. Im Januar 1813 wurde Capitain Lousteau in Spanien verwundet. Der wird wohl kaum vorher in Russland gewesen sein.

    @ Da Capo: Wenn du oben den Beitrag von Markus Stein liest, kommt er auf 46 Regimenter. Du bist also immer noch eine Antwort schuldig, wie du auf 65 Regimenter kommst.

  7. #17
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    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    @ Markus: Martininien ist nicht mehr als eine Hilfsquelle. Vollständig ist sie nicht.


    2. Regiment, gar keine Frage, das war in Polozk. 3. Regiment: Da finde ich niemanden, der in Russland war (Martinien 1909). Mac-Sheehy wurde am 17. Juli 1812 in Spanien verwundet. Im Januar 1813 wurde Capitain Lousteau in Spanien verwundet. Der wird wohl kaum vorher in Russland gewesen sein..

    Hi KDF,

    danke für den Hinweis - bei der Eingabe der Massen kommt es wohl zu Fehleingaben - und hier eben der eine Eintrag. Werde ich zu gegebener Zeit korrigieren, da ich ja noch eine Menge an Dateneingabe vor mir habe.

    Dass Martinien nur eine Hilfsquelle ist, unbestritten ... nichts desto trotz ein nützlicher Hinweis, wo die Einheiten eingesetzt wurden.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  8. #18
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Also vom 3. Linienregiment war ein Bataillon bei XI. Korps, 34. Division, Brigade Schramm. Die Differenz der Regimenterzahl könnte sich daher ergeben, dass eben in jenem Korps viele einzelne 4. Bataillone von Regimentern waren, die ganz woanders standen. Man darf das nicht ignorieren, manche Regimenter waren auf die verschiedensten Schauplätze verstreut und das nicht erst 1813, sondern bereits 1809 und verstärkt im Zuge des Spanienkrieges.

    @Da Capo,
    ich meinte eigentlich ein Regiment mit 5 Feldbataillonen wie z.B. im Korps Davout.

    Grüße

    Gunter

  9. #19
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Zitat Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
    Also ich komme in Russland auf die Beteiligung von 65 Linien-Regimentern und zwar der Nummern: 2-5, 8, 9, 11, 12, 14, 17-19, 21, 24, 25, 27-29, 30, 33, 35-37, 43-46, 48, 50,51, 53-57, 59, 61, 63, 65, 72, 76, 79, 84, 85, 88, 92-96, 105, 106, 108, 111, 113, 123-129, 131 – 133.
    Die Regimenter 3 und 5 waren in Spanien, ebenso die Regimenter 8, 11, 14, 24, 27, 28, 36, 43, 45, 50, 51, 54, 55, 59, 63, 65, 76, 79, 88, 93, 94 und 96. Jedenfalls nach Broughton bzw. Nafziger. Die Regimenter 132 und 133 sind, nach meiner Meinung, nur bis Polen gekommen. Der Vollständigkeit halber sollte man erwähnen, dass die Regimenter 123 bis 126 aus Holländern bestanden, die Männer der Regimenter 127 bis 129 kamen aus dem von Napoleon annektierten Norddeutschland. Die Belgier stellten auch ein paar Regimenter. Schließlich waren die auch Franzosen.

    Während des Russlandfeldzuges 1812 hat Napoleon Regimenter aus Spanien in den Osten verlegt. Das macht die Situation zugegeben unübersichtlich. Aber, wie lange braucht man zu Fuß von Spanien nach Polen? Als Beispiel das 14. Linieninfanterie-Regiment. Das wurde von Spanien aus in Marsch gesetzt. Illusorisch zu glauben, dass, falls das Regiment überhaupt jemals über fünf Bataillone verfügte, auch fünf Bataillone, in voller Stärke, im Osten ankamen. Die Marschverluste dürften enorm gewesen sein. Bei Martinien (1909 – Seite 30) heißt es zu diesem Regiment: „Laugier (1), s-lieut., B. 5. mars 1813, defense de Dantzig (Prusse)“ B. steht für blessé, also verwundet. Die (1) steht für folgende Fußnote: „Cet officier appartenait au 4. bataillon (10. corps Rapp)“ Und nun? Das 10. Korps wurde 1812 von Macdonald kommandiert. Da taucht ein 14. Linieninfanterie-Regiment überhaupt nicht auf. Weiter heißt es bei Martinien zu diesem Regiment: „Rabier, lieut., B. 12. avril 1813, combat de Villena (Espagne).


    Es gibt hier folgende Problematik, die sich am leichtesten am Beispiel der Bayern erklären lässt. Bayern musste 30.000 Soldaten stellen. Die Verluste in Russland betrugen 30.000 Mann. Im Januar 1813 hatten die Bayern aber noch eine Stärke von 4.200 Mann (Plotho). Warum? Weil im Januar Verstärkungen aus Bayern eintrafen. Hier werden Soldaten mitgerechnet, die sich zwar auf den Weg nach Russland begeben haben, aber nie in Russland waren

    Gruß

    Dieter
    Geändert von KDF10 (30.07.2014 um 18:09 Uhr)

  10. #20
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    Standard Marschlänge

    Man darf nicht vergessen, dass ein Regiment ständig aufgefüllt wurde. So sind beispielsweise nicht alle vom 14. Linienregiment von Spanien aus nach Osten marschiert. Ein großer Teil der neuen Conscrits stammte beispielsweise aus den Départements du Nord, Marengo…usw. Das verkürzt den Weg.
    Viele Grüße
    J. S.

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