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Thema: Die St. Helena-Medaille

  1. #1
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    Standard Die St. Helena-Medaille

    Hallo an alle Napoleon-Freunde!

    Ich hoffe, ich bin hier in der richtigen Rubrik, ansonsten wird's der Admin schon richtig verschieben.

    Mein Sammelgebiet sind Napoleonische Medaillen. Beim stöbern durch das Forum habe ich leider nichts darüber gefunden.

    Ich habe vor kurzem im Numismatik-Forum etwas über die St. Helena-Medaille gepostet:

    http://www.numismatikforum.de/ftopic...ghlight=helena

    Ich nehme an, dass auch einige Mitglieder in diesem Forum etwas Kurzweil daran finden werden.

    Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Geändert von Ramiere (05.03.2007 um 17:51 Uhr)
    Vielen Dingen widmet man mehr Aufmerksamkeit als sie wert wären, wenn sie wert wären, was sie wert zu sein scheinen.

  2. #2
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    Zum diesem Thema findest Du den passenden Link hier:

    http://www.stehelene.org/php/accueil.php?lang=en

    Grüße
    PY

  3. #3
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    Willkommen im Forum ... und in der Tat, über Orden und Ehrenzeichen können sicher die Meisten hier noch vieles lernen (wenn ich mal von mir ausgehe).

    Danke für den Link auf den informativen Thread ... schöne Grüße
    Markus Stein

  4. #4
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    Haben auch Angehörige der Rheinbundtruppen (und Polen, Dänen, Italienern, 1812er Preußen und Österreichern etc.) diese Medaille erhalten? Ich kenne bislang nur die Version, dass es Soldaten aus ehemaligen französischen Departements (also auch Deutschen von der Nordsee oder dem Rheinland) vorbehalten war, entsprechend geehrt zu werden.

  5. #5
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    Nach diesem Katalog hier hätten 55.000 Nicht-Franzosen die Medaille bekommen, darunter 2.100 Preußen:

    https://woeschler-orden.de/node/3467

    Vielleicht waren die "Preußen" aber auch nur ehemalige Franzosen vom linken Rheinufer.

    Grillparzer dichtete:

    Da einmal die Medaille da,
    Zürnt nicht, daß Deutsche sich drum melden,
    Sie heißt ja von Sankt Helena:
    Dort liebten wir den Helden.
    Nach den drei Einträgen hier bekam sie jeder, der sich darum bewarb und seinen Militärdienst nachweisen konnte:

    https://books.google.de/books?id=7c5MAAAAcAAJ&pg=PA998&dq="helena+medaille "

    Natürlich mußte in jedem Fall der jeweilige Landesherr die Erlaubnis erteilen daß Orden oder Medaillen einer fremden Nation auch öffentlich getragen werden durften. In Baden scheint das für die Helena-Medaille verboten worden zu sein:

    https://books.google.de/books?id=selpgjlN-EwC&pg=PP665&dq="helena+medaille"

    In Preußen scheint die Auslegung gewesen zu sein, daß nur ehemalige Franzosen vom linken Rheinufer die Medaille tragen durften:

    https://books.google.de/books?id=edokesZ0GG4C&pg=RA1-PA905&dq="Die+Stiftung+dieser+Medaille"

    Das unerlaubte Tragen fremder Orden und Ehrenzeichen wurde in Preußen mit Geldstrafe oder Gefängnis bestraft:

    https://books.google.de/books?id=ANB...dq=französisch

    Einen offiziellen preußischen Erlaß zu der Frage (falls es einen gibt) habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

  6. #6
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    Herzlichen Dank. Das hilft schon mal weiter. Fraglich auch, ob jeder Angeschriebene geantwortet und seine Dokumente in Ordnung hatte. Die Angesprochenen waren schließlich alle über 60 und zudem über alle sozialen Schichten verteilt.

  7. #7
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    Ich hatte das Prinzip der Medaille so verstanden, daß jeder, der sich meldete und seinen Dienst "unter Frankreichs Fahnen" nachweisen konnte, die Medaille erhielt. Wer sich nicht von selbst meldete, bekam die Medaille nicht.

    Oder hast Du Quellen, daß ehemalige Soldaten angeschrieben wurden ? Außerhalb Frankreichs dürfte es für die französische Regierung unmöglich gewesen sein, und innerhalb Frankreichs enorm aufwendig, die Adressen aller ehemaligen Soldaten herauszufinden und festzustellen, wo sie nach Ende ihres Militärdienstes hingegangen waren und ob sie nach über 40 Jahren überhaupt noch lebten.

  8. #8
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    Genau das ist die Frage. Ich habe es nur vom Hören-Sagen, dass alle registrierten Armeeangehörigen jener Zeit Kontakt wurden. Deshalb kann ich mir das für das zersplitterte Deutschland nicht wirklich vorstellen bzw. eine Menge Post kam zurück mit "Empfänger unbekannt" :-)
    Wenn aber über 2000 Preußen registriert wurden, dann mag das an der perfekten Verwaltung gelegen haben. Man darf vielleicht auch nicht unterschätzen, dass das Meldewesen jener Zeit sehr akribisch und ernsthafter als heutzutage verfolgt wurde. Sollte es eine Art der freiwilligen Meldung gegeben haben, wird das dort am besten funktioniert haben, wo Veteranenvereine aktiv waren und diese Möglichkeit auch verbreiteten. Aber das ist Spekulation.

    Die Lösung wird es geben, wenn sich Nassauer, Württemberger, Sachsen oder wer auch immer finden, die nachweislich die Medaille erhalten haben. Ich kenne da (noch) keine.

  9. #9
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    Nach dieser Nachricht hier scheinen in Bayern ehemalige Soldaten die Medaille entgegen dem Willen der Regierung erhalten zu haben, also wohl auf eigene Initiative:

    https://books.google.de/books?id=pCJ...A5&dq=medaille

    Ähnlich in Weimar:

    https://books.google.de/books?id=U2x...dq=denkzeichen

    Und Hessen-Darmstadt:

    https://books.google.de/books?id=ODF...pg=PA225&dq=St

    (Schokoladenpfennig, weil die Münze aus Bronze war, die nicht sehr glänzte)

  10. #10
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    Das spricht einiges dafür, dass über Informationen der einschlägigen Zeitschriften (sicher nicht der, die hier genannt wurden) die Veteranen tatsächlich selber die Initiative ergriffen haben. "Schön" das Ereifern derjenigen, die 1806 bis 1813 noch gar nicht geboren waren aber genau wussten, was richtig zu sein hat. Erlebt man das heute nicht wieder ähnlich?

    Schokoladenpfennig merke ich mir jedenfalls.

    Danke für die Infos.

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