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Thema: Napoleon und Friedrich August in Dresden 1813

  1. #1
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    Standard Napoleon und Friedrich August in Dresden 1813

    Im Stadtmuseum Dresden habe ich ein Gemälde fotografiert, das in drei Ausschnitten nun auch im Uniformenportal präsentiert wird ... hier die Ausschnitte: http://www.uniformen.napoleon-online...p?/category/83

    Viel Spaß beim Studieren wünscht
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  2. #2
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    "Am linken Rand...Artillerist..."

    Ist der Soldat vorne links nicht eher ein Grenadier der Linieninfanterie? (zu viele Knöpfe auf den Rabatten, wie mir scheint...)

  3. #3
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    Habe ich auch erst gedacht ... aber im Kontext zur Artillerie dann an Letzteren gedacht. Aber jetzt bin ich mir doch sicher, dass Du Recht hast, nachdem ich mir das Originalbild stark vergrößert habe - siehe auch die Ärmelaufschläge.

    Danke Dir und schöne Jahreswechselgrüße in die Schweiz
    Markus
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  4. #4
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    Interessant ist die Darstellung der Artillerie, die Protzen passen eigentlich nicht, zu große Räder und einen Protzkasten so groß wie bei der bayerischen oder preußischen Arillerie - sind das überhaupt Franzosen? Oder ein Rheinbundstaat?

  5. #5
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    Zitat Zitat von admin Beitrag anzeigen
    ...und schöne Jahreswechselgrüße...
    Danke Dir. Gleichfalls.

    Gruss, T.

  6. #6
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    Zitat Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
    Interessant ist die Darstellung der Artillerie, die Protzen passen eigentlich nicht, zu große Räder und einen Protzkasten so groß wie bei der bayerischen oder preußischen Arillerie - sind das überhaupt Franzosen? Oder ein Rheinbundstaat?
    Was mich auch eher schmerzt ist die Verwendung von Schabrunken und rechteckigen Mantelsäcken bei den Gardejägern...

    Schabrunken bei diesem Satteldeckentyp...das ist ja fast schon wie bei den Italeri-Dragonern (Schabrunken über Fellschabracken (Insider wissen, was ich meine... )

    Weiss man mehr über diesen Friedrich Trocholdt. Genaue Lebensdaten, etc.? ("tätig um 1813"... - scheint mir eine etwas dürftige Angabe: http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/32024299)
    Geändert von Tellensohn (30.12.2015 um 20:35 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
    Interessant ist die Darstellung der Artillerie, die Protzen passen eigentlich nicht, zu große Räder und einen Protzkasten so groß wie bei der bayerischen oder preußischen Arillerie - sind das überhaupt Franzosen? Oder ein Rheinbundstaat?
    Nur welche Rheinbundartillerie sollte das im August 1813 in Dresden sein? Ich denke, dass wir hier Vorsicht walten lassen müssen, denn siehe bspw. den Grenadier, der zu viele Knöpfe hat, wie Tellensohn auch schon schreibt. Ich denke schon, dass der Maler die Truppen gesehen hat, sie aber in den Details nicht immer sicher getroffen hat.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
    Weiss man mehr über diesen Friedrich Trocholdt. Genaue Lebensdaten, etc.? ("tätig um 1813"... - scheint mir eine etwas dürftige Angabe: http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/32024299)
    Ohne meine Frage selber beantworten zu wollen (kann ich ja zur Zeit auch nicht): die hier zu findende Bemerkung über Trochold (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das eine andere Schreibweise von "Trocholdt" ist), gibt mir schon zu denken:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:...C3%BClpner.jpg

    "Friedrich Trochold (Lebensdaten unbekannt; trat als Künstler in den 1840er Jahren in Erscheinung)"

    Ehrlich gesagt, ich hab so meine Zweifel, ob Trochold(t) als zeitgenössischer Künstler gelten darf. Aber wenn es jemandem gelingt, mich eines besseren zu belehren...gerne.

  9. #9
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    Hier ein Eintrag von 1845:

    https://books.google.de/books?id=UMc-AAAAcAAJ&pg=PA84&dq="Trocholdt"

    Im Jahre 1832 war er wahrscheinlich Zugführer in der Dresdner Kommunalgarde:

    https://books.google.de/books?id=QXkAAAAAcAAJ&pg=PA150&dq="Trocholdt"

    Im Jahre 1837 stiftete er der Dresdner Annenkirche ein Abendmal-Bild:

    https://books.google.de/books?id=eZYAAAAAcAAJ&pg=PA39&dq="Trochold"

    1866 gab es in Dresden eine Schriftmalers-Witwe Trochold:

    https://books.google.de/books?id=DlcAAAAAcAAJ&pg=RA1-PA152&dq="Trochold"

    Und die deutsche Photothek weiß Bescheid: "tätig um 1813". Ob dort bei den Photo seines Abendmahl-Bildes auch stünde: "tätig um 30 n. Chr." ?

    http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/32024299

  10. #10
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    Es gibt ja noch andere Eigentümlichkeiten. Der Dolman der Gardejäger etwa (das ist ja kein Habit): mit Schulterstücken! Oder die Federstütze, die eine rote Spitze aufweisen müssten, aber allenfalls eine rote Basis haben. Wie die Karabiner an den Riemen befestigt waren, scheint der Maler nicht verstanden zu haben.Das Pferdegeschirr ist arg stilisiert, etc. Meines Erachtens alles in allem einfach zu viele Unstimmigkeiten, als dass man das einfach als "naive Malerei" abtun könnte.

    Die Darstellung kommt mir insgesamt recht plump vor, insbesondere auch die Darstellung der Monarchen. Als hätte ein Kind von zeitgenössischen Porträts abgekupfert und sein bestes zu geben versucht...
    Geändert von Tellensohn (30.12.2015 um 22:04 Uhr)

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