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Thema: Paris

  1. #1
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    Standard Paris

    Liberté * Egalité * Fraternité * Solidarité


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    Les Grognards de la Somme
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  2. #2
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Was willst du uns damit sagen? Wir sind alle erschüttert über das was in Paris geschehen ist. Ich war mehrere Male dort und jetzt hat die Stadt geblutet. Je suis Paris. Schon mal aufgefallen, dass, wenn du das i in suis weglässt, daraus Jesus wird? Mir tun aber auch die liberalen Muslime leid, die mit diesen Spinnern überhaupt nichts zu tun haben. Das ist in Frankreich eher ein kleines Problem. Die Franzosen leben schon seit Jahrzehnten mit Muslimen zusammen. Ich befürchte, dass sich die Probleme in Deutschland mehren werden.

  3. #3
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    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Schon mal aufgefallen, dass, wenn du das i in suis weglässt, daraus Jesus wird?
    Und wenn man dann noch ein „er“ an „Paris“ anhängt, haben wir das Verhütungsmittel des Heilands. Sorry, aber ich kann auch mit diesem „Pray for Paris“ nichts anfangen. Religion hat uns diesen ganzen Schlamassel überhaupt erst eingebrockt – die Welt wäre besser ohne sie dran! SCNR

    Was die Französische Revolution ja schon ganz gut erkannt hat, um den Bogen wieder zurück zum Forenthema zu spannen.

    Gruß,
    Günter
    "But Linden saw another sight, when the drum beat at dead of night,
    commanding fires of death to light the darkness of her scenery." (Thomas Campbell)

  4. #4
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Du hast recht, Religion ist nicht das Thema dieses Forums. Allerdings hat sie Regeln gesetzt, etwa in Form der 10 Gebote im Christentum. Spanne ich dann den Bogen zum Forenthema, etwa der Französischen Revolution, sind damals viel mehr Menschen in Paris getötet worden, durch Franzosen. Ich will damit die Islamisten nicht entschuldigen. Das sind Verbrecher. Robbespierre war auch einer. Das ist kein Angriff von mir gegen Frankreich oder die Franzosen. Die Welt ist voll von solchen Verbrechen. Es ist nicht die Religion, die uns diesen Schlamassel erst eingebrockt hat, sondern die Menschen, die sie ignorieren.

    "Die Übertreibung des nationalen Prinzips in der Gegenwart ist, wie diejenige des religiösen in einer früheren Zeit, gewissermaßen für eine historische Entwicklungskrankheit unserer Tage anzusehen." schrieb Hans Schmidt aus Livland 1904 in seiner Arbeit "Die Urheber des Brandes von Moskau". Auch ein Bogen zum Forenthema.

    Das Christentum hat die frühere Zeit hinter sich, der Islam, weil er 700 Jahre jünger ist, in manchen Köpfen nicht. Was war denn mit dem Christentum vor 700 Jahren oder von 1618 bis 1648 in Europa?

  5. #5
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    @Drusus,

    ich sehe das anders. Religion setzt ethisch-moralische Grundlagen. Schwierig wird es nur immer dann, wenn sie mit politischen oder materiellen Zusammenhängen vermischt wird. Die Nichtexistenz von Religion ist dabei 1. in der Menschheit praktisch unmöglich, da sich immer irgendeine Form von Glauben entwickeln wird und 2. ließe sie die o.g. Sachverhalten nicht verschwinden. Mehr noch, die dämpfende Wirkung von Religion auf das Ausleben egoistischer menschlicher Triebe würde dann fehlen. Genau das hat man im 20. Jh. wiederholt erleben müssen. Letztlich bleibt das Fazit: missbrauchte Religion macht das Leben schlecht, (vermeintliche) Religionslosigkeit ist aber sogar noch schlimmer.

    In Punkto Islam sehe ich leider wenig Hoffnung auf eine "Reformation", Aufklärung, Liberalisierung, usw. denn der Zeitfaktor ist eben nicht der einzige entscheidende. Das Kernproblem liegt bereits beim Religionsgründer. In der Wahl der Mittel liegt der IS nämlich ziemlich nah am Propheten, egal was Mohammed sonst an toleranten Äußerungen gegenüber Andersgläubigen verlauten lassen hat. Die Frage ist, ob es dem Islam gelingen kann, aus dieser Falle herauszukommen. Würde eine Distanzierung vom Propheten nicht jegliche sonstige Relevanz des Islams mit wegfegen? In dieser Zwickmühle befinden sich moderate Muslime.

    Grüße

    Gunter

  6. #6
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    Ich muss Euch beiden durchaus etwas widersprechen. Für mich ist Religion genauso Wurzel allen Übels wie jede staatliche Ideologie. Denn Religion ist von Menschen gemacht. Natürlich ist nicht alles schlecht an "heiligen Wörtern" - sie enthalten auch viel, was ethisch richtig ist. Aber genauso viel Blödsinn, bei dem ich mir einfach nur an den Kopf fassen muss. Was sollte es denn z.B. ein allmächtiges Wesen stören, wenn wir vorehelichen Geschlechtsverkehr haben?

    Wenn sich eben Menschen noch heute buchstäblich an das Alte Testament (das Jesus übrigens nie außer Kraft gesetzt hat) hielten, sähe es schlecht für einige aus – hier ist das herrlich ironisch in einem offenen Brief widergegeben:
    http://www.anarchismus.de/witze/witz...exualitaet.htm

    Beim Koran ist das natürlich genauso, mit dem Unterschied, dass hier eine anscheinend wachsende Menge "Gläubige" ihn wortwörtlich ausleben und anderen Menschen aufzwingen bzw. sie beseitigen, wenn die ihrer Meinung nach gegen ihn verstoßen. Die pfeifen auf Cem Özdemirs lobenswerte Aussage "Kein heiliges Buch steht über den Menschenrechten!"

    Man braucht keine Religion, um ein guter Mensch zu sein!

    Viele Grüße,
    Günter
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  7. #7
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Wie sollte denn Jesus das Alte Testament außer Kraft setzen? Das gab es doch damals überhaupt noch nicht. Die Problematik ist, dass sowohl der christliche Glaube, als auch der Islam viel Spielraum lassen. Religion ist nicht die Wurzel allen Übels, sondern die Tatsache dass Fanatiker sich ihre eigene Religion basteln. Schau dir mal den Koran an (ich bin kein Muslim, sondern evangelisch getauft). Da steht überhaupt nichts davon, dass sich Frauen verschleiern müssen. Sie müssen nur ihre Reize verdecken. Für moderne Menschen, und dazu gehörst du sicher auch, reicht ein Bikini. Der Koran verbietet auch nicht, wie etwa in Saudi-Arabien, dass Frauen Auto fahren. Wie auch, zu Mohammeds Zeiten gab es ja noch keine Autos.

    Und bitte, hör mit deinen Späßen über Paris und Pariser auf. Das ist Pietätlos. Ich war 1968 das erste Mal in Paris. Ein beliebter Witz war damals: Was sieht man, wenn man bei Regen auf dem Eifelturm steht? Antwort: "Nasse Pariser". Heute kann man, wenn man zum richtigen Zeitpunkt auf dem Eifelturm war, auch tote Pariser sehen.
    Geändert von KDF10 (02.12.2015 um 18:31 Uhr)

  8. #8
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    Mein "Späßchen" über Paris resultiert aus deinem "Je suis / Jesus" – was willst Du überhaupt damit sagen? Und was die angebliche Pietätslosigkeit angeht, solltest Du dringend mal mit Charlie Hebto reden!
    http://meedia.de/wp-content/uploads/...do-630x353.jpg

    Dann sind eben die Menschen Schuld, welche die Religion missbrauchen – sage ich gar nichts dagegen. Aber ohne Religion könnten sie diese erst gar nicht missbrauchen. Vergangenheit und die Gegenwart zeigen uns deutlich, in welchem Maß dieser Missbrauch geschieht. Natürlich sind auch schon schlimme Dinge ohne Religion geschehen (Beispiel 3. Reich), aber Religion ist einfach deutlich gefährlicher, denn sie gibt diesen Gräueln scheinbar einen höheren Sinn – "deus io vult!". Das zieht die Massen noch mehr mit, als es andere Ideologien tun, bei denen der Großteil vielleicht nur aus passiven Wegsehern besteht.

    Gruß,
    Günter
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  9. #9
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    Wer sagt dir denn, dass im 3. Reich die schlimmen Dinge ohne Religion geschehen sind? Die Nazis hatten den gleichen Feind, wie heute viele Islamisten. Die Juden! Kein Scherz, viele Araber glauben, dass die Nazis viel zu wenig Juden umgebracht haben. Übrigens heißt es Charlie Hebdo und nicht Charlie Hepto. Es gibt weitere Parallelen zum IS, wobei ich die Nazis nicht entschuldigen will. Auch die Nazis haben es verstanden, Ausländer für ihre abstrusen Theorien zu begeistern. Am bekanntesten sind wohl die Massaker durch Polen an Juden oder die durch Ukrainer.

    Lies doch einfach mal einen liberalen Koran. Mord an Unschuldigen (ohne Unterschied der Religion) ist verboten. Selbstmord auch. Warum soll ich bitte mit Charlie Hebdo reden, wenn du nicht einmal weißt, wie man das richtig schreibt? Ich halte dich übrigens auch für einen passiven Wegseher, weil du dich mit den Morden in Paris nicht wirklich auseindersetzt und dich nur mit banalen Witzchen beschäftigst. Tut mir leid, das macht dich nicht gerade zu einem ernstzunehmenden Diskussionspartner. Übrigens, was mein Je suis / Jesus betrifft. Im Koran heißt Jesus Isa. Die drei Buchstaben stecken auch in Paris.

  10. #10
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    Oh Mann, auf einem Schreibfehler rumreiten – das machen die, denen die Argumente ausgehen! "Hepto" habe ich übrigens nie geschrieben – ergo bin ich vielleicht des Schreibens, Du aber wohl des Lesens nicht ganz mächtig

    Letztendlich wollte ich mit meinem Link auf Charlie Hebdo andeuten, dass wir nicht mal wieder betroffener sein sollten als die Betroffenen – aber das ist ja vielleicht eine typisch deutsche Eigenart.

    Es gibt keinen liberalen Koran. Es gibt nur einen Koran. Mag sein, dass dieser das Töten von Unschuldigen missbilligt – aber definiert er auch unschuldig? Mal ganz zu schweigen, was man sonst noch an Nettigkeiten in diesem Büchlein finden kann, wie "Der Dieb und die Diebin: trennt ihnen ihre Hände ab als Lohn für das, was sie begangen haben, und als ein warnendes Beispiel von Allah. Allah ist Allmächtig und Allweise." (Sure 5, Vers 38) oder "Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt." (Sure 2, Vers 223). Und zahllose weitere Beispiele, die in unserer modernen Welt nichts mehr zu suchen haben.

    Aber das hier mit dir weiter zu diskutieren, ist reine Zeitverschwendung - wenigstens hier sind wir uns einig. Überall "Jesus" zu entdecken ist für mich keine Auseinandersetzung mit dem Terror in Paris, sondern schon fast pathologisch. Übrigens erinnert "IS" nicht fatal an "IHS" ("Iesus Hominum Salvator")?
    Geändert von Drusus (03.12.2015 um 22:21 Uhr)
    "But Linden saw another sight, when the drum beat at dead of night,
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