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Thema: Festung Rosenberg 1806

  1. #41
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    Folgendes habe ich noch zum Thema gefunden

    Quelle :Lechartier : Les Services de L‘Arrière en 1806 – 1807, Paris 1910

    S. 338
    Quant à la place de Kronach, le chef de bataillon du génie Breuille, du 3e corps, commença, le 2 octobre, à la mettre de défense, avec l’aide de la compagnie des sapeurs et des habitants(2 – Daultanne au colonel Touzard, Nuremberg, 1er octobre 1806). La place ne put être armée complètement et les établissements d’artillerie installés qu’après le passage de colonnes ; toutefois, sur l’ordre de Roi de Bavière, 7 pièces durant y être amenées du fort de Rothenberg (3 - Berthier à Napoléon, Würzbourg 29 septembre 1806). Le matériel venant d’Ulm y arriva sans doute entre le 10 et 12 octobre ; sa composition était analogue à celle de Forchheim. L’armement fur bientôt renforcé de 25 pièces du canon, 2 obusiers et 6 caissons pris à Saalfeld, qui furent évacués sur la place au moyen de 60 paires de bœufs de réquisition (4 – Le général Foucher, commandant l’artillerie du 6e corps, à Songis, Saalfeld, 11 octobre 1806).

    (...)

    La composition en matériel du dépôt de Forchheim fut fixée par Songis à 6 bouches à feu, 6 affûts de rechange, 9 forges 225 caissons ou chariots, 6 000 cartouches à canon, 1 200 000 cartouches d’infanterie et des armes portatives. La tête des convois amenant ce matériel d’Ulm n’arriva pas à Forchheim avant le 7 octobre. (1 Rapport sur la situation du parc général de la Grande Armée à la date du 3 octobre 1806, signé Songis.
    Feldgeschütze von den Corps abzuziehen halte ich für sehr unwahrscheinlich, denn die kamen dann der Truppe nicht mehr hinterher - und mit den Corps wollte ja Napoléon Mitte Oktober eine Schlacht über 2 Tage schlagen - siehe Foucart.
    Dazu muss es auch Befehle geben - die ich bisher nicht gefunden habe.

    Soweit war beim Besuch Napoléons in Kronach kein Geschütz auf der Festung - außer evtl. die 7 Geschütze aus der Festung Rotenberg - weitere interessante Ausführungen zur Rolle dieser "Festungen" finden sich auch bei Lechartier.

  2. #42
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    Dass bis zum Besuch Napoleons überhaupt kein Geschütz auf der Festung war, denke ich nicht. Immerhin heisst es da: "...La place ne put être armée complètement ...". Es müsste also schon etwas Geschütz gleich plaziert worden sein. Kann sein, dass das (u.a.) Geschütze aus Rothenberg waren. Einen Bericht Bernadottes an Berthier betreffend diese Geschütze, datiert vom 1. Oktober, habe ich ja oben auch schon erwähnt. Vielleicht waren sie inzwischen ja tatsächlich angekommen. Dazu vielleicht die Geschütze vom Kronacher Artilleriepark? Das wären dann - fürs erste - 7 bayerische? und 6 französische? Geschütze gewesen? Aber wenn die Geschütze aus Rothenberg noch nicht eingetroffen waren, weshalb dann nicht doch provisorisch ein paar Geschütze der Feldartillerie heranziehen, wenigstens für die paar Tage, die das 1. und 3. Korps in und um Kronach lagen? Wie schnell die hätten plaziert und wieder abgezogen werden können, weiss ich nicht. Aber wenn die ersten Instandsetzungsarbeiten von Einheiten der Korps in Angriff genommen wurden, weshalb dann nicht auch fürs erste ein paar Kanonen ebendieser Korps zur Sicherung abstellen?

    Wie dem auch sei, angeblich wurde dieses Diorama ja sorgfältigst recherchiert. So sorgfältig war die Recherche ja aber auch wieder nicht (oder hat man z.B. das Material in Vincennes eingesehen?). Eigentlich hat man ja zum Zustand der Festung anlässlich des Besuchs Napoleons nichts ausser ein paar verstreute Anmerkungen gefunden. Keine zeitgenössischen Pläne, Ansichten oder detaillierte - geschweige denn offizielle - Berichte und Beschreibungen betreffend die Festung. Ich muss zugeben, unter solchen Umständen hätte ich die Finger von diesem Thema gelassen...

  3. #43
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    wenn die Corps um Kronach gelagert haben, wie z.b. Bernadotte, war die Festung sicher - wozu Feldgeschütze aus mobilen schlagkräftigen Korps ziehen?
    Egal, ich bin erstaunt wieviel gutes Material doch gefunden wurde, eigentlich recht schnell.

  4. #44
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    Es ist ganz erstaunlich. Viel Kritik..............und:
    Das einzige was rauskam bisher, nach dieser wirklich umfangreichen Recherche ist, das außer Vermutungen eurerseits nichts aber wirklich nichts belegbar dargelegt wurde.

    Berichte von anderen Festungen, völlig irrelevant.
    Französische Quellen ohne jegliche Bestätigung in irgendeiner Form.

    Eigentlich nur viel blabla. Ist aber nicht schlimm.

    Sehr amüsant, dieses krampfhafte SUCHEN nach Fehlern
    Ich werde gerne eure Kritik an die für mich zuständige wissenschaftliche Leitung der Stadt Kronach weiterleiten.
    Wahrscheinlich haben die in ihrer Jahrzehnte langen Arbeit und Recherche nicht umfangreich genug geforscht

  5. #45
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    Das einzige was rauskam bisher, nach dieser wirklich umfangreichen Recherche ist, das außer Vermutungen eurerseits nichts aber wirklich nichts belegbar dargelegt wurde.
    Schade - dass du mit dieser Fülle von Information nicht umgehen kannst - Tellensohn und Blesson haben sich richtig ins Zeug gelegt - und da sind mehr als Vermutungen rausgekommen.

  6. #46
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    @napoleonpati

    Du magst ein guter Modellbauer sein, mit dem Recherchieren hapert es allerdings doch beträchtlich. Ohne Französischkenntnisse ist das ja auch kein Wunder - wenn man aufgrund der Sachlage imstande sein müsste, französische Quellen zu konsultieren.

    Auch sonst verstehst du vom Handwerk des Historikers nicht viel, denn sonst hättest du die dir zur Verfügung stehenden dürftigen Unterlagen richtig bewertet und wärst zur Einsicht gekommen, dass unter den gegebenen Umständen ein Verzicht auf das Projekt wohl das Beste wäre. Geschichte interessiert dich aber scheinbar doch weniger als du vorgibst und "Geschichte in Miniaturen" erweist sich so leider als Hochstapelei.

    Hab ich glaub schon mal erwähnt: Dies ist ein historisches Forum, entsprechend wird hier analysiert und kritisch unter die Lupe genommen. Wenn du das nicht erträgst und lieber nur beweihräuchert und beklatscht werden willst, dann bieten dir Wargamer- und Modellfiguren-Foren ja eine mehr als befriedigende Bühne.
    Geändert von Tellensohn (07.09.2016 um 13:00 Uhr)

  7. #47
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    Als positives ERgebnis nehme ich mit, wieviel Material doch dank Tellensohn und HKDW aus den verstreuten Quellen zusammengekommen ist. Gut gemacht!

    Natürlich sind es nur Indizien, wie eine bestimmte, genau datierbare artilleristische Dotierung ab Oktober 1806 ausgesehen haben könnte. Provenienz, Lafettentyp, Aufstellung etc. folgen daraus nocht nicht.

    Aber wenn man dazu noch die allgemeinen Regeln zur Armierung einer Festung hinzunimmt, und unterstellt, daß die franz. Ingenieure und Artillerieoffiziere rational nach dem Stand des Wissens und der Technik gehandelt haben, und dazu noch Zeit, Arbeitskraft sowie vorhandene Baumaterialien berücksichtigt, dann kann man schon eine plausible Hypothese entwickeln, mehr allerdings nicht. Den o.g. Materiallisten kann man übrigens unschwer ersehen, daß diese vornehmlich dem Batteriebau gedient haben und könnte daraus die Anzahl der geplanten Bettungen berechnen. Das ist nichts anderes, als wenn man beim Bau von Dioramen für Feldschlachten die wohl bekannten Regeln der Taktik benutzt. Die Kombination von Fakten und Regeln macht die Hypothese vulgo Rekonstruktion.

    Erst wenn ein Armierungsplan vorliegt, wissen wir es besser. Die wenigen originalen Pläne, die ich recherchieren konnte, sind da sparsam bis zum Erstaunen, will sagen ziemlich weit von den Vauban-Regeln entfernt.

    Übrigens dienen Artilleriedepots i.a. nicht der Armierung einer Festung, sondern sind als taktische Reserven entlang der Hauptkommunikationslinien bestimmt, bevorzugt im Schutz von Festungen. Wegen des Platzbedarfs war dies der Kaulanger bei Kronach, und natürlich nicht der enge Hof des Forts.
    Geändert von Blesson (07.09.2016 um 14:24 Uhr)

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