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Thema: Tapferes Schneiderlein

  1. #1
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    Standard Tapferes Schneiderlein

    Er war ein Schneider und hatte den Namen eines Sommermonats als Vornamen.
    Er gehörte einer Widerstandsgruppe an, deren Uniform später das Aussehen der Flagge des Landes, für dessen Einigkeit die Gruppe ebenfalls kämpfte, formen sollte.
    Er war ein sehr guter Koch und hatte dies sogar wirklich einmal beruflich getan. Eine militärische Ausbildung hatte er im Waisenhaus bekommen.
    Am Anfang lachten seine Kameraden über seine kleine, schlanke Gestalt und seine hohe Stimme, doch dann überzeugte er sie schnell mit seinem Können.
    Als er schließlich verwundet wurde, musste er dem Feldarzt gestehen, dass der Name, unter dem sie ihn gekannt hatten, ein falscher gewesen war.
    Ein gehörloser Komponist aus Wien widmete ihm einen Trauermarsch.
    Wie hieß der Mann wirklich und was war sein Geheimnis?
    Wie hieß die Gruppe der mutigen Widerständler und welche Farben hatte ihre Uniform?
    Wer war der Komponist?

  2. #2
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    Schönes Rätsel, merci :-)

    Beethovens Marsch kannte ich noch nicht.

    Daß die Uniform die spätere Fahne des Landes prägte, ist meiner Meinung nach eine Legende.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Sans-Souci Beitrag anzeigen
    Daß die Uniform die spätere Fahne des Landes prägte, ist meiner Meinung nach eine Legende.
    Interessant - bliebe noch die Frage, wo sie dann ihren Ursprung hat ?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Harper Beitrag anzeigen
    Interessant - bliebe noch die Frage, wo sie dann ihren Ursprung hat ?
    Ja: Könntest du bitte deine These erklären, wie unsere Fahne sonst angefangen haben soll?

  5. #5
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    Nun, neben der These, dass sich darin das Gold der Aureole, das Rot der Zungen und Krallen und das Schwarz des alten, doppelköpfigen Kaiseradlers
    wiederfindet,
    gibt es noch diese Variante
    https://www.bundestag.de/parlament/symbole/flagge ,
    die die Farben auf eine etwas soätere Fahne zurückführt.
    The light at the end of the tunnel
    is from an oncoming train.

  6. #6
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    Die Uniform des Lützowschen Freikorps war schwarz, die Abzeichenfarbe (Kragen und Aufschläge) ebenfalls schwarz, mit roten Vorstößen. Die Knöpfe waren "gelb", was Messing bedeutet. Nur die Knöpfe der Offiziere (und mancher Freiwilliger, die reich genug waren) waren vergoldet.

    Natürlich ist es immer schön, wenn man im Nachhinein patriotische Symbole auf die Uniform echter Krieger zurückführen kann statt nur auf die Abzeichen von einfachen Studenten.

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  7. #7
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    Nun, neben der These, dass sich darin das Gold der Aureole, das Rot der Zungen und Krallen und das Schwarz des alten, doppelköpfigen Kaiseradlers
    wiederfindet
    Und damit viel ältere Traditionsfarben - die auch mit dem Heiligen römischen Reich Deutscher Nationen anknüpfen.

  8. #8
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    Hier ein Beitrag aus dem Jahre 1848, schon damals war man sich über den Ursprung nicht im Klaren, und die Lützower-Legende blühte schon:

    https://books.google.de/books?id=uodLAAAAcAAJ&pg=PA528

    Die alten Reichs-Farben waren jedoch nur schwarz und gelb (gelb steht heraldisch für: gold), ohne rot:

    https://books.google.de/books?id=fr9...=PA97&dq=adler

    Schwarz, gelb (nicht: gold) und rot war dagegen seit dem 17. Jahrhundert die Livree des Kaiserlichen Hofstaats:

    https://books.google.de/books?id=v1p...PA475&dq=davon

    Aber Farben des Reiches klingt besser als Livree der Bedienten des Kaisers. Ich vermute (= habe nicht den geringsten Beweis), der Ursprung der heutigen deutschen Fahne liegt in der Zeit nach den Befreiungskriegen, und die Anknüpfung an die Lützower oder das alte deutsche Reich sollte der Farbenkombination einfach nur eine höhere Weihe und Würde geben.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Sans-Souci Beitrag anzeigen
    Aber Farben des Reiches klingt besser als Livree der Bedienten des Kaisers. Ich vermute (= habe nicht den geringsten Beweis), der Ursprung der heutigen deutschen Fahne liegt in der Zeit nach den Befreiungskriegen, und die Anknüpfung an die Lützower oder das alte deutsche Reich sollte der Farbenkombination einfach nur eine höhere Weihe und Würde geben.
    Da die ersten Fahnen in den Grundfarben schwarz, rot und gold aber schon um 1817 auftauchten, bleibt da nicht mehr viel Zeit. Jedenfalls macht eine Anknüpfung an die Lützower für die sie tragenden Studenten mehr Sinn als eine Bezugnahme auf weiter zurück liegende Zeiten.

  10. #10
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    Die Fahne der Jenaer Burschenschaft mit der Inschrift oder Stickerei "Von den Frauen und Jungfrauen zu Jena am 31. März 1816", ist rot-schwarz-rot, mit goldener Stickerei und goldenen Fransen.

    Sehr schwarz-rot-gold sieht mir das nicht aus:

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