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Thema: Richten frz. Geschütze - hier visieren

  1. #1
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    Standard Richten frz. Geschütze - hier visieren

    Beim Fein-Richten des Geschützes muss m.E.n. der Kanonier direkt hinter derTraube/Bodenstück sich befinden, um mit seinen Augen in die Visierlinie zukommen und zu zielen. Auch muss er mit mindesten einer Hand an derStellschraube drehen.
    Von außen kann ernicht richtig über die höchsten Punkte der Friese bzw. Aufsatz visieren, da erden Kopf nicht senkrecht bekommt. Er muss also wohl mit mindestens einem Bein zwischendie Lafettenwände treten.

    Leider habe ichin der zugänglichen Literatur hierzu nichts gefunden. Die Bildergeschichte inder Tradition (1993) ist aufgrund anderer Fehler wohl mit Vorsicht zu genießen.

    Es stehen fürmich die Fragen
    a) Trittder Richtkanonier zwischen die Lafettenwände? und
    b) Wenn ertritt, tritt er mit einem oder beiden Beinen dazwischen?

    Vielen Dank fürEure tätige Unterstützung.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  2. #2
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    Hier das Vorgehen beim Belagerungsgeschütz in den 1790er Jahren (No. 17):

    https://books.google.de/books?id=NCpgAAAAcAAJ&pg=PA320

    Urtubie, Handbuch der Artillerie, deutsche Übersetzung Straßburg 1788, schreibt (S. 115) nur: "Der Kanonier links, als Richter [...] Beim Kommandowort Lad't verfügt er sich lebhaft zum Bodenstück [...]", ohne auf die Beinarbeit näher einzugehen. Das gilt für 4, 8 und 12pfünder.

  3. #3
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    da gibt es eine ganze Serie von Ladebewegungen, meines Erachtens ganz gut getroffen
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  4. #4
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    Vielen Dank Euch Beiden.

    @ HK - gibt es die gesamte Serie irgendwo zum Ansehen?
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  5. #5
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    Ich hab mir leider den Link nicht notiert, vielleicht ASK Brown??

    Ansonsten kann ich dir ja die heruntergeladnene Dateien zusenden

  6. #6
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    Oh, dass wäre wirklich dankenswert.

    Ich habe die Serie im Netz nicht finden können.
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  7. #7
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    OK - wird aber etwas dauern

  8. #8
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    Genau genommen geht es hier um das Richten von Kanonen (Feldgeschützen) für den Kernschuß und den Visierschuß etwa auf Schulter oder Brusthöhe über Kimme und Korn. Bei hoher Kadenz auf kurze Entfernungen (sagen wir unter 500 Schritt) mußte die Seitenrichtung ja ohnehin nur ungefähr stimmen.

    Der Bogenschuß mit dem Aufsatz und der Rikoschettschuß machen sicher ebenso das Eintreten zwischen den Lafettenwänden notwendig. Bei den Wurfgeschützen, welche über das Lot zur Seite gerichtet werden, dürfte der Richtkanonier hinter dem Lafetteschwanz bzw. -block Position genommen haben. Laufkatzen und hohe Rahmlafetten stellten noch einmal andere Anforderungen. Bleibt noch die Frage offen, wie bei den engl. Blocklafetten gerichtet wurde.

  9. #9
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    ich kenne keine Abbildungen die das Eintreten zwischen den Lafettenwänden zeigt, hier immerhin 1830 - Blocklafette

  10. #10
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    Standard Umfangreicher Artikel aus Traditions 2016 über Geschützbedienung

    Im letzten Jahr erschien neben dem - sehr empfehlenswerten - Heft über die Uniformierung und Ausrüstung der Artillerie im 1er Empire (inkl. Betrachtung aller einzelnen Regimenter) ein Beitrag im Folgeheft über die Bedienung von Geschützen.

    Da hier auch einige interessante Abbildungen aus dem Nachnapoleonischen Reglement abgebildet sind - die jedoch auch noch für die Zeit Napoleons I. Gültigkeit haben dürften - hier der Beitrag als PDF-Datei.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
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