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Thema: 2. Westphälische Kürassiere - Schabrackenfarbe

Baum-Darstellung

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  1. #11
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    Wie gesagt, die Darstellung der Kürassiere ist derart winzig und schemenhaft, ausserdem farblich unscharf (was bei in weit entfernt gelegenen Sujets aus maltechnischen Gründen ja üblich ist), dass m.E. aus der Einheit "Kamm, Pinseläffchen, Rossschweif" schnell mal eine "Raupe" werden kann. Ob Lejeune hier bewusst Raupen darstellen wollte, bleibt für mich offen.

    Aber selbst wenn die französischen Kürassiere im Hintergrund tatsächlich fälschlicherweise Raupenhelme tragen sollten, dann heisst das doch nicht, dass die im Vordergrund gezeigten Kürassier mit Raupenhelm auch Franzosen und keine Westfalen sein sollen, die ja bei Borodino auch im Einsatz waren. Das ist so ein typischer, auf den ersten Blick logisch erscheinender, in Wirklichkeit aber keineswegs zwingender Analogieschluss. Die orangen statt blauen Wolfszähne könnten natürlich in der Tat ausschlaggebend für die Interpretation sein, aber wenn Lejeune ja offenbar derart viele Fehler macht... Allerdings stehen die Kürassiere im Bildvordergrund auch genau dort, wo Junots Westfalenkorps (VIII.) stand - sowie Latour-Mauborgs Kavalleriereserve, zu der auch die beiden Westfälischen Regimenter gehörten (unmittelbar vor der alten Garde), was heissen könnte, dass in der Tat Westfalen gemeint sind...

    Wie auch immer, die Frage der Schabrackenfarbe dürfte jedenfalls gelöst sein.
    Geändert von Tellensohn (06.06.2018 um 11:01 Uhr)

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