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Thema: Unteroffizierstroddel an Hirschfänger

  1. #11
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    anbei das bild dazu...weiss aber nicht mehr woher...
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  2. #12
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    @Uwe,
    viel traue ich dem Bild nicht.
    Böswillig interpretiert, könnte man sogar ein schlampig gezeichnetes Perkussionsschloß erkennen. Ich glaube, die Abbildung stammt irgendwann aus der Mitte des 19.Jh., also nicht so genau zeitgenössisch.
    In jedem Falle ist die Büchse nicht vom Herrn Baker, denn dann hätte sie keinen Laufring.

    Gruß
    Jörg

  3. #13
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    Ja, die Abbildung stammt aus Stawitzkys Regimentsgeschichte des 25. Infanterie-Regiments, 1857 erschienen, und wurde vom "Schlachtenmaler Kayser" gemalt (nach der Erinnerung, hab dummerweise meine Kopien der Regimentsgeschichte zur Zeit verliehen).

  4. #14
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    @ Uwe,
    läßt denn Meister Franke auf seinen Bildern nichts erkennen?
    Neumann -als nicht-Zeitgenosse nur 2.Wahl, ist klar- bringt einzig einen Tiroler Schützen mit Troddel am gefäss des Hirschfängers.

    Im Bestand des Historischen Museums Dresden ist ein Hirschfänger Hannover1801 (mit Griffbügel) abgebildet, dessen Troddel nur kurz über der Parierstange ums Gefäss gewickelt ist und somit die Nut zum Aufpflanzen freiläßt.

    Gruß
    Jörg

  5. #15
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    also...franke zeigt alle troddeln bei jäger und füsilieren immer um den griff gewickelt...gruss uwe

    ps.. abb. sind aber im en parade*)!...im feld mag es doch anders sein...? nahkampf im unterholz z bsp. würde sich das gute stück doch sofort verfangen..? gruss uwe
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  6. #16
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    Standard Bewaffnung der preuß. Unterofficiere

    Nach dem Grünen Buch ergibt sich, zumindest für das Jahr 1810, folgendes:

    § 17 Einstweilige Egalisierung in der Bewaffnung und Rüstung

    ........ist bestimmt, daß sich die Bataillone und Regimenter durch Umtausch auf folgende Art einrichten:

    a) bei der Infanterie

    1) Alle Gemeinen-Gewehre in einem Bataillon müssen von gleicher Construction (d.h. von gleichem Caliber, Zündloch und Ladestock) seyn
    2) Die Gewehre der Unterofficiere können von denen der Gemeinen verschieden seyn, doch müssen sie untersich gleiches Caliber haben. Die Unterofficiere sollen mit Schützenbüchsen, und wo diese nicht ausreichen, mit Carabinern nebst Bajonet bewaffnet werden.
    3) Alle Unterofficiere müssen Säbel haben, und zwar in dem selben Bataillon von einerlei Art.
    4) Da es an Säbeln fehlt, so sollen die vorhandenen zunächst an die Grenadiere und diejenigen Soldaten gegeben werden, welche Ehrentroddeln haben.
    Schlesisches Grenadier-Bataillon

  7. #17
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    @Martin,

    und inwieweit trägt dieses Zitat zur Aufklärung der Frage bei?
    Jörg
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  8. #18
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    Es könnte zur Aufklärung beitragen in der Art das geklärt werden kann, welche Waffe ein Uffz. haben kann /sollte. Zwischenzeitlich kam ja die Frage auf, ob ein Uffz. überhaupt eine Büchse oder vielleicht doch ein Schützen- (Füsilier-) gewehr hatte, was wiederum Auswirkungen auf den Befestigungsort der Troddel bzw. des Portepee hat.
    Schlesisches Grenadier-Bataillon

  9. #19
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    Zur Frage, wie an dem preußischen Hirschfänger während den Freiheitskriegen die Troddel befestigt wurde, habe ich zwei Fotos beigefügt. Das eine mit der (Jäger-) Troddel zeigt einen Hirschfänger in der Ausführung um 1790. Man sieht, dass der sog. Kasten, in den der Pflanzhaken der Büchse eingeführt wurde, noch relativ kurz ist, so dass Platz blieb, die Troddel um das Kreuzstück zu wickeln.
    Das andere Foto zeigt die Ausführung ab 1823 (der Kasten ist größer geworden, eine zusätzliche Haltefeder wurde angebracht und ab 1823 wurde ein Schlitz in den Kasten gefräst). Man sieht, dass hier ein Aufpflanzen mit Troddel schon schwieriger, aber nicht unmöglich wurde.

    Generell gehörte in der preußischen Armee, schon von deren ursprünglichem Sinn her, die Troddel an die Waffe selbst. Erst mit der Einführung aufpflanzbarer Seitengewehre (ab ca. 1860/1875) wurde die Troddel dann zunehmend, später ausschließlich, an der Seitengewehrtasche angebracht, weil ein Aufpflanzen mit Troddel bauartbedingt dann nicht mehr möglich war.

    Zur Frage, ob der Hirschfänger auch im Gefecht mit Troddel getragen wurde, muss man bedenken, dass die (schweren) Hirschfänger nur in absoluten Ausnahmefällen tatsächlich aufgepflanzt wurden. Ein Schlag gegen die Büchse, schon gar ein Stich mit aufgepflanztem Hirschfänger, hätte mit einiger Sicherheit das Abreißen des Hakens, ein Verbiegen des Laufes und damit Unbrauchbarkeit der Büchse nach sich gezogen.
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