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Thema: Sein einziger Sohn

  1. #11
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    Zitat Zitat von Britt.25 Beitrag anzeigen
    Traurig, dass er als so junger, hübscher Mann in der Blüte seiner Jahre sterben musste...
    ich finde besonders traurig, dass er nach der abdankung napoleons nach østerreich ging / gehen musste, und leider nicht als napoleon II regieren durfte, sondern nur den armseligen titel herzog von reichstadt erhielt.

    marie-louises schnelle losløsung von N halte ich uebrigens fuer erbærmlich.

    gruss, muheijo

  2. #12
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    Hallo Muheijo,

    marie-louises schnelle losløsung von N halte ich uebrigens fuer erbærmlich.
    Naj ja, ich finde das eigentlich ziemlich nachvollziehbar. Ihr Vater verheiratete sie als Neunzehnjaehrige einzig aus politischem Kalkuel mit einem Einundvierzigjaehrigen. Dieser sah sie als Gebaehrmaschine, die ihm gefaelligst einen Erben zu verschaffen hatte, und sie sah ihn als denjenigen, der Oesterreich und ihren Vater gedemuetigt hatte. Die Franzosen trauerten Josephine hinterher und mochten Marie-Louise nicht, die Oesterreicher empfanden die Heirat mit Napoleon als Demuetigung. Solange sie mit ihm verheiratet war und es keinen Ausweg gab, fuegte sie sich eben in ihr Schicksal, als er aber stuerzte und es keinen Grund mehr gab bei ihm zu bleiben - warum haette sie bleiben sollen? Was haette sie an ihn gebunden? Ich kann ganz gut verstehen, dass sie die Gelegenheit am Schopf ergriffen und sich von dieser Ehe (und diesem Mann, den sie wohl nie wirklich mochte) losgesagt hat.



    Schoenen Gruss,
    Gnlwth

  3. #13
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    Im Gegensatz dazu hatte ja die Gräfin Walewska Napoleon noch auf Elba besucht, wie bekannt ist, wohl auch gemeinsam mit dem gemeimsamen Sohn. Aber hier ist es vielleicht auch etwas anders, da die beiden ja nicht verheiratet waren und letztlich auch nicht nur aus politischen Motiven zusammen wie bei der Hochzeit von Marie Louise und Napoleon. In einem meiner Bücher über die Habsburger steht es ähnlich wie es auch von Dir, gnlwth, gesagt wurde, nämlich, dass sie, so jung von einem solchen Schicksal gezeichnet, sich fast ganz dem Willen ihres Vaters fügte. Für den Sohn Franz war es natürlich sicher nicht schön, dass man ihm immer wieder die Erinnerung an den Vater ausreden, ja quasi, auszulöschen versuchte, was aber letztlich nicht möglich war, denn wie man es weiß, erwachte gerade, als er etwas älter wurde, das Bewusstsein hinsichtlich seiner Rolle als Erbe seines Vaters, die er nie ausüben konnte, alles tragisch. Leider habe ich noch niemals ein vollständiges Buch über Franz gelesen, immer nur erfährt man am Rande über ihn.
    "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

    Marie Bonaparte (1882-1962)

  4. #14
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    Zitat Zitat von Britt.25 Beitrag anzeigen
    Leider habe ich noch niemals ein vollständiges Buch über Franz gelesen, immer nur erfährt man am Rande über ihn.
    Hallo Britta,

    hier der ultimative Buchtipp:

    "Napoleons Sohn - Der unglückliche Herzog von Reichstadt" von Gerd Holler ISBN 3-548-22346-X

    Hier wird alles beschrieben und sogar ein kleiner Exkurs auf die Gründe für die Überführung der Gebeine des Herzogs durch Hitler nach Paris vorgenommen. Ich finde das Buch sehr interessant und aufschlussreich. Außerdem ist es recht kurzweilig geschrieben.

    Beste Grüße!
    Adrienne-Louise-Hervé Carbonnel de Canisy

    "Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Friedrich II von Preußen

  5. #15
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    Danke für den Buch-Tipp. Muss ich mir mal anschaffen!!! Hast Du das Buch vollständig gelesen? Muss gut sein, klingt interessant....
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    Marie Bonaparte (1882-1962)

  6. #16
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    Ich lese Bücher eigentlich immer vollständig

    Dieses ist allerdings ein Weilchen her. Es ist jedenfalls interessant zu lesen, eben weil es so ziemlich die einzige Biografie vom Aiglon ist (zumindest habe ich noch keine andere gefunden). Sie ist sehr umfassend und flüssig geschrieben (manche Ausdrücke muten vielleicht seltsam an, das kommt daher, dass der Autor Österreicher ist und österreichisch ist nun mal nicht hochdeutsch [das ist definitiv nicht böse gemeint, im Gegenteil!]). Außerdem erfährt man hier auch mehr über Marie-Louise und wie oft sie ihren Sohn allein gelassen hat.
    Im Ganzen kann man sagen, dass der Junge echtes Pech gehabt hat, so einen berühmten Herrn Papa und so eine überaus gar nicht fürsorgliche Verwandschaft gehabt hat (hier meine ich beide Seiten).

    Anbei ein Scan des Buchtitels sowie des Inhaltsverzeichnisses. Ich selber habe das Buch über "tauschticket.de" bekommen, also gebraucht. Ich wünsche Dir Glück, dass Du es auch bekommst!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Adrienne-Louise-Hervé Carbonnel de Canisy

    "Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Friedrich II von Preußen

  7. #17
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    Danke nochmal für Deine Beschreibungen und auch den Scan, das scheint wirklich sehr informativ zu sein. Das Bild ist auch phantastisch von ihm. Ich muss tatsächlich zugeben, dass ich nicht immer alles vollständig lese. Leider. Ich habe heute noch eine Biographie von Hitler hier liegen (den Autor kannte ich persönlich) und ich habe sie dennoch nie ganz gelesen, weil sie 600 Seiten hat, und ich blättere meistens nur dann darin, wenn ich was Bestimmtes suche....Ok, das ist nun wieder eine andere Sache...
    Das mit der Vernachlässigung von Franz durch die Mutter habe ich auch erfahren, und zwar durch das Buch "eine Habsburgerin für Napoleon", eine Biographie von Marie Louise, die dieses auch schildert, und welche ich leider immernoch nicht ganz gelesen habe (ist in der Stadtbibliothek, wieder so'n Fall, da ich noch an anderen Büchern dran bin....) Es wäre super, wenn ich das Buch über den Herzog von Reichstadt auch bekommen könnte. Nochmals danke
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    Marie Bonaparte (1882-1962)

  8. #18
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    Standard Franz

    Hallo Leute bin neu hier.
    Erstmal will ich mich vorstellen.
    Also ich bin Le Dramont aus der 22 demi-brigade ...

    Besonders das letzte finde ich sehr bewegend. Traurig, dass er als so junger, hübscher Mann in der Blüte seiner Jahre sterben musste...

    Er war in der Tat sehr hübch und es ist grausam das er so eingepfercht wurde.

    Ich schätze so was wie wahre Freiheit kannte er nicht richtig oder nur zum Teil

    Er starb ja an dieser blöden (ansteckenden) Tuberkulose.
    Es ist blöd,dass es damals noch keine "großen" Mittel dagegen gab

    Meines Wissens hatte er schon früh Lungenbeschwerden.
    Hier ein paar Bildchen von ihm:


    euer Le Dramont

  9. #19
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    [Wir musste das Thema selber abstecken also haben wir genommen: "Napoleon, sein Leben und seine Schlachten in Thürigen". ]

    Zu allererst hätte ich das Thema nicht so gewählt.
    Du willst sein gesamtes Leben beschreiben und dann noch dich auf seine zwei Schalchten 1806 in Thüringen spezifizieren?
    Du hättest dich entscheiden können, ob du nur die Schlachten nimmst oder eine Biographie.
    Ich hätte an deiner Stelle sein Leben genommen, da kann man sehr viel(mehr als 10 Seiten) schreiben.


    Jetzt zu seinem einzigen ehelichen Sohn.
    Napoleons erste Ehefrau Josephine de Beauharnais konnte ihm kein Kind schenken.
    1810 heiratete Napoleon Marie-Louise, die Tochter des österreichischen Kaisers Franz II. .
    1811 wurde ihr Sohn geboren, Napoleon II..
    Napoleon ernannte ihn sofort zum König von Rom.
    Später sah das Kind seinen Vater nie mehr.
    Napoleon II. , der spätere Herzog von Reichsstadt starb 1832 an Tuberkulose.

    Hier der Link:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_H...von_Reichstadt

  10. #20
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    Toll Tiger,

    ich geh dann mal nach Vorsiebenmonaten und geb der Anni deine Info.
    Je l'ay emprins

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