Freikorps Strozzi
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Die Offiziersschärpen sind doch auch sehr interessant, laut Karger wurden ja keine in den Revolutionskriegen getragen, der Fahneträger im Rang eines Führers, also Unteroffizier auch mit Hut
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Dave Hollins erkennt übrigens die Rockfarbe des O'Donnellschen Freikorps einfach als "green" (Osprey MAA 299, Austrian Auxiliary Troops 1792-1816, S.13). Und was aus Grün in Folge von verflüchtigtem Gelb werden kann, dürfte inzwischen ja hinreichend bekannt sein. S. 17 bringt er noch eine S/W Abbildung eines Angehörigen des Freikorps O'Donnell. Aufbewahrungsort British Library. Keine Ahnung, ob, und wenn ja, welche Farben diese Abbildung zeigt.
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Tja, und was für den heutigen Betrachter gilt, gilt natürlich auch für den zeitgenössischen. Welche Farbe hat der Künstler erkannt bzw. glaubte er zu erkennen? Und welche Farbpalette hatte er zur Verfügung? War er mit einem "einigermassen" zufrieden, oder wollte er es (seiner Ansicht nach) "ganz genau" haben?
Dieses "hechtgrau" ist übrigens, ich gestehe es freimütig, sowieso eine meiner bestgehassten Farben...
Und dann kommt noch der Zahn der Zeit dazu, Stichwort Verflüchtigung einzelner Bestandteile der Farben...Zuletzt geändert von Tellensohn; 13.02.2015, 15:24.
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Absolut richtig - deshalb bin ich bei der Beurteilung, welcher Farbton richtig ist, sehr vorsichtig.
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Ich bin ehrlich gesagt der festen Überzeugung, dass es schon vorkommen kann, dass man - ohne gleich farbenblind zu sein - je nach Belichtung/Beleuchtung oder Umfeld des Bildes ein- und dieselbe Farbe unterschiedlich sehen und daher evtl. falsch interpretieren kann. Umso mehr, wenn man für die Interpretation auf Fotos angewiesen ist und nicht das Original vor sich hat.Zitat von admin Beitrag anzeigenWoher Forthoffer jetzt den braunen Rock her hat, erschließt sich mir nicht. Einzige Erklärung könnte sein, dass die in Zürich als kolorierte Radierung in mehreren Versionen existierte - aber wo ist dann die andere Vorlage?
Gruss, T.
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Danke für die Blumen - mal sehen, ob ich denen auch gerecht werde.
Anbei aber noch eine Abbildung des Strozzi-Typen aus einer Sabretache (3/1954, Danke an Markus Gärtner für die Bereitstellung) über den Schweizer Feldzug, die Roger Forthoffer erstellt hat. Woher Forthoffer jetzt den braunen Rock her hat, erschließt sich mir nicht. Einzige Erklärung könnte sein, dass die in Zürich als kolorierte Radierung in mehreren Versionen existierte - aber wo ist dann die andere Vorlage?
Zu den von Tellensohn erwähnten Nummern - ob diese jetzt Teil eines umfassenderen Werkes sind oder "einfach" eine Kollation einer druckgraphischen Sammlung müsste man den Kurator fragen. Ich erwarte gerade den ersten Test einer 300 dpi-Datei und kann dann nach Abschluss der Bestellung auch nach dieser Kollation fragen.
Schöne Grüße
Markus SteinAngehängte Dateien
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@admin
Markus, ich bin froh, dass du nicht allzu sehr enttäuscht bist, dass die Tafeln schon online zu sehen sind. Ich hatte Dich ja vorgewarnt, dass die ZB die Tafeln online stellen würden. Es wäre naiv gewesen, zu glauben, dass Bibliotheken die Erstpublikation ihrer Schätze heutzutage Aussenstehenden überlassen würden. Mit dem Internet haben sie natürlich das ideale Instrument, um selber publizieren zu können. Auch wenn sie noch eine Woche, einen Monat oder ein Jahr mit der Publikation zugewartet hätten, hätten sie mit Sicherheit dafür gesorgt, dass keiner die Tafeln vor ihnen veröffentlichen kann. Nachdem sie innert kürzester Zeit gleich zwei Anfragen wegen der Tafeln bekommen haben, haben sie wohl sofort erkannt, dass grösseres Interesse besteht. Deshalb ist die Geschwindigkeit, mit der sie publiziert haben, ein echter Dienst an der Öffentlichkeit und eine tolle Leistung. Ich bin auch der Meinung, dass die Tafeln bzw. die Einzelfiguren in noch besserer Qualität und mit individuellen Kommentaren versehen präsentiert werden können. Ich gehe davon aus, dass Du der erste und bisher vielleicht einzige bist, der nach Abbildungen der Tafeln in höherer Auflösung und nach einer Genehmigung zur Publikation nachgefragt hat. Das ist ein Plus und ich bin mir sicher, da machst Du was draus.
Kleiner Trost: ich habe meine Ausdrücke in bescheidener Laserqualität im A4-Format auch noch nicht bekommen, obwohl ich doch sozusagen "gleich um die Ecke" wohne...
Gruss, T.Zuletzt geändert von Tellensohn; 13.02.2015, 08:25.
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jep, aber die sind halt nicht komplett - und ich fände es schon schön, alle Typen einstellen zu können.Zitat von HKDW Beitrag anzeigenAlso die bisherigen Fotos über die Österreicher waren doch super, die könntest du ja jetzt schon ins Netz stellen
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Also die bisherigen Fotos über die Österreicher waren doch super, die könntest du ja jetzt schon ins Netz stellen
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Wirklich klasse, wie schnell die Züricher Bibliothek arbeitet - Respekt! Allerdings finde ich die Darstellungen noch zu klein - sollen sie wohl aus Schutz auch sein - und gleichzeitig das Dokument so interessant, dass ich wohl doch die Tafeln in großer Auflösung bestelle und die Typen dann einzeln ins Uniformenportal stelle.
Bin aber gespannt, ob die Züricher noch mehr solche Schätze online stellen.
Schöne Grüße
Markus Stein
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Die ZB Zürich hat die 4 Uniformtafeln online gestellt!
Sorry Markus, ich hatte nicht damit gerechnet, dass die so schnell sind. Du kannst aber die Bilder in Deinem Uniformenportal sicherlich in noch besserer Qualität präsentieren.
Nun denn, die Katze ist aus dem Sack.
Die Darstellung von Strozzi im Ms. Zürich ZB entspricht der von HKDW geposteten Illustration. Die Uniform ist dunkel, nicht hell, der Patronentaschendeckel steht ab...Aber: dass es Varianten gab, kann man wohl nicht ausschliessen. Eine Erklärung wäre m.E., dass es sich um Arbeiten für einen Hersteller von Papiersoldaten handelte (s.u.).
Wie dem auch sei. Da sind sie nun also. Alle 4 Tafeln des Ms. Zürich ZB. Das ging ja rasant schnell. Am Dienstag nachgefragt, heute Donnerstagmorgen schon online. Bravo an die Mitarbeiter der ZB. Super!
Die Blätter sind jeweils oben rechts mit Zahlen versehen: 1911, 1913, 1915, 1919 (verso: 1920). Ich denke, das sind Nummern, nicht etwa Jahreszahlen. Worauf deuten diese Zahlen hin? Dass die Tafeln Teil von etwas Umfassenderem waren? Evtl. Bestandteil des Angebots eines Papiersoldatenherstellers? Sind das Druckbogennummern o.ä.? Man bedenke, dass bspw. Benjamin Zix, der 1798 als Zeichner mit General Schauenburgs Armee in der Schweiz unterwegs war, möglicherweise auch für den Strassburger Papiersoldatenhersteller Striedbeck gearbeitet hat (Paul Martin, Les Petits Soldats de Strasbourg, Strasbourg-Paris 1950, S.33f.). Sind diese Tafeln evtl. das Werk von Zix - oder eines anderen Mitarbeiters von Striedbeck für Striedbeck, oder für einen anderen Papiersoldatenhersteller?
Am wahrscheinlichsten ist aber vielleicht doch, dass ein lokaler Künstler am Werk war, der nach Art der Strassburger Papiersoldaten-Ateliers gearbeitet hat, evtl. für den genannten Papierfabrikanten und Buchhändler Leonhard Ziegler. Vielleicht war Ziegler selber der Künstler?Zuletzt geändert von Tellensohn; 12.02.2015, 10:30.
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HKDW könnte recht haben. Ich nehme an, die Version, die er meint, ist die hier (habe ich dem TMP-Forum entnommen, wenn ich nicht irre):Zitat von HKDW Beitrag anzeigenda kommt mir schon wieder der Verdacht auf, dass es verschiedene Varianten gegeben hat
Ich achte jetzt mal nicht primär auf die Farben, sondern auf die Formen. Bspw. die Form des Deckels der Patronentasche: hier deutlich abstehend, bei der anderen Abbildung nicht. Oder der Tornisterriemen hinter dem Arm: hier leicht nach oben führend, das Weiss über die Rückenlinie hinausführend, dort weiss nur bis zur Rückenlinie, etc. Vielleicht gibt es wirklich Varianten dieser Tafeln. Vielleicht gibt es tatsächlich eine weitere in Bern, die dann aber nur Peter Wacker? - oder Markus Gärtner? - gesehen hätte? Die Legenden aller in der Literatur gezeigten Tafeln nennen, wie gesagt, die Zentralbibliothek Zürich als Aufbewahrungsort. Aber wenn es doch welche in Bern gibt, dann wo in Bern? Das müsste einer der Herren eigentlich beantworten können. Denkbar wäre auch, dass die ZB selber Varianten der Tafeln besitzt. Kommt vor. Dann finden die das jetzt vielleicht raus. Mal sehen.Zuletzt geändert von Tellensohn; 11.02.2015, 16:14.
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wie bereits in einer pm geschrieben habe ich nur die wenigen schlechten digitalen Aufnahmen, da bist du natürlich im Vorteil, da du eine bessere Übersicht hast.
Ich hatte nur eine kleines 9 cm mal 13 cm Foto, der ganzen Tafel, hier das Foto, wo auch Strozzi dabei ist - muss ich dir allerdings auch geschickt haben
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Das Seltsame ist, dass ich das Foto aus der Sammlung Wacker über Markus erhalten habe ... kannst Du das abweichende Bild hier einstellen?
Parallel habe ich bei der Züricher Bibliothek eine Anfrage laufen, höher auflösende Dateien der 4 Tafeln zu erhalten - Danke an Tellensohn für die Vermittlung. Wenn ich diese erhalte - und die zu erwartende Veröffentlichungsgenehmigung bekomme - stelle ich alle Typen ins Uniformenportal. Bin gespannt, wie dann der Strozzi, der Latour und die anderen Typen aussehen.
Schöne Grüße
Markus Stein
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da kommt mir schon wieder der Verdacht auf, dass es verschiedene Varianten gegeben hat, vergleiche auch die Fotos, wenn du sie hast - von Markus Gärtner, da kommt das Grün (und da hätte ich schon fast auf Blau getippt) sehr dunkel rüber, wie auch die Litze am "Tschako"
Hier was Wrede schreibt
Wie man sieht trägt "Strozzi" - oder besser gesagt - 1. Leichtes Bataillon - noch die Uniform des O'Donelschen Freikorps.Wrede, Alphons : Geschichte der K. und K. Wehrmacht, II. Band, Wien 1898
S. 378
1. Leichtes Bataillon Strozzi
1798 aus einem Bat. Des O’Donnelschen Freikorps formiert, 1801 aufgelöst
Bataillonskommandant : Strozzi, Alexander, Marchese, Oberstlieutenant
Feldzüge
1799 in Graubünden und der Schweiz, Gefechte bei Winterthurn, Schlacht bei Zürich, Verteidigung der Stellung bei Altstädten, 1800 in der Schweiz, denn Tirol.
Tapferkeitsmededaillen 1799 – 1801 – eine Silberne
Adjustierung : Hechtgrauer Rock, krapprothe Egalisierung, gelbe Knöpfe
Also auch der Militär Almanach gibt schon naturgemäß die Vorschrift von 1798.Militär Almanach 1799 – S. 48
(Ungarn)
1798 Strozzi
Grapprot mit gelben Knöpfen
Kommandeur : Oberstlieutenant Strozzi
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