ich denke schon, das die "modernere" Bewaffnung die grösste Rolle spielte.
Ob eine Muskete eine sichere Reichweite von ca 100 Metern (glatte) oder von 300 - 400 Metern hat (gezogener Lauf, und das für JEDEN Mann, nicht nur ein paar Spezialisten wie während der napoleonischen Kriege), macht meiner Meinung nach einen großen Unterschied. Und zwar sowohl gegen einen Kavallerieangriff als auch gegen einen nach napoleonischer Art vorgetragenen Infanterieangriff. Die Kenner hier im Forum sollten evtl. mal ausrechnen, welche Entfernung in der Minute beim Angriff zurückgelegt wird, sowohl für Infanterie als auch für Kavallerie, und dagegen setzen, wieviele Schüsse/Salven der Angreifer einstecken muss, wenn er plötzlich statt während 100m während 300-400m unter deckendem Feuer liegt. Einer der wenigen großen, wenn ich so sagen darf "förmlich vorgetragenen" Bajonettangriffe des Krieges (und der einzige mir bekannte, aber das sagt nix
), Pickett´s Charge, wurde zusammengeschossen, während sie brav in Reih und Glied über ein freies Feld vorrückten. Klar gibt es dafür auch noch andere Gründe, wie zB Artilleriemunitionsmangel und keine bzw nur unzureichende Entlastungsangriffe an anderen Fronten, sodas der Norden seine Reserven verschieben konnte usw..Und ob der Amerikaner ein schlechter Soldat ist/war, das kann ich nicht beurteilen. Der Grund den man hier in diesem Zusammenhang sehen könnte, nähmlich weil er nicht in Massen vorging sondern lieber die Sache ausschoss, sagt da meiner Meinung nach nichts aus. Ich halte das unter Berücksichtigung der Waffenwirkung eher für ein Zeichen von Intelligenz. Und die Waffenwirkung waren dem amerikanischen Rekruten/Milizsoldaten sehr gut bekannt, wahrscheinlich besser als im Vergleich jeden europäischen Rekruten.
Gruß
Herbert
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