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Notdurft der Soldaten

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  • #16
    Zitat von gnlwth Beitrag anzeigen
    Die ganzen hier genannten Berufe hätten eigentlich wirklich einen Beitrag bei History's worst jobs verdient... Übrigens sehr empfehlenswerte Sendung - vielleicht kommt die ja irgendwann auch mal in Deutschland?!
    Hey gnlwth, das ist der Link des Tages ... grandiose Seite mit unübertrefflichen Beschreibungen - diese Form der Textpräsentation können nur die Engländer ... a great thanks!

    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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    • #17
      Hätt' gar nicht geglaubt, dass dieses Sch...thema solche Beachtung findet ...
      Es zeigt sich jedenfalls, dass das Schamgefühl überaus zeitabhängig ist. Ohne Hut auf die Straße zu gehen - undenkbar, aber auf der Straße ganz offen seine große Notdurft verrichten - kein Problem.
      In meiner utopischen Lesezeit bin ich mal einem Roman begegnet, wo ein Außerirdischer (Humanoider) sich verschämt zurückzog, wenn er Nahrung AUFNAHM - so wie der Erdling beim umgekehrten Vorgang.
      Alles relativ ...

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      • #18
        Guten Morgen,

        na ja, wenn man die Leute damals verstehen will, dann muss man auch ihren Alltag und ihr Umfeld verstehen - was ich ohnehin am interessantesten finde. Und da gehoert das Thema natuerlich dazu.

        Und ja - wenn man eine Zeitmaschine haette und jemanden von damals ins Jetzt und Hier entfuehren koennte, dann waere derjenige von unseren Gewohnheiten und Anstandsregeln vermutlich auch entsetzt. Das ist uebrigens ein nettes Gedankenexperiment: Was wuerde xxx jetzt dazu sagen? - Da faellt einem dann auch mal auf, was wir den ganzen Tag fuer einen Bloedsinn machen (und ihn fuer voellig normal halten).


        Markus, die Sendung war auch deshalb klasse, weil Tony Robinson (ich weiss nicht, ob Dir der Name gelaeufig ist, aber das ist Baldrick aus der Black Adder Serie) die ganzen Jobs ausprobiert hat (solange es eben moeglich ist) - was einem wirklich klar macht, wie eklig es ist, etwa zwoelf Stunden am Tag in einem Waschzuber voller (wochenlang gesammeltem und daher umgekippten) Urin herumzutrampeln, um das Wollfett aus der Schafswolle rauszuloesen...

        Wieder und noch immer froh, heute zu leben,
        Gnlwth
        Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

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        • #19
          Nachtrag:

          bin ich mal einem Roman begegnet, wo ein Außerirdischer (Humanoider) sich verschämt zurückzog, wenn er Nahrung AUFNAHM
          War das Sin noticias de Gurb (Nichts Neues von Gurb) von Eduardo Mendoza?

          Es zeigt sich jedenfalls, dass das Schamgefühl überaus zeitabhängig ist. Ohne Hut auf die Straße zu gehen - undenkbar, aber auf der Straße ganz offen seine große Notdurft verrichten - kein Problem.
          Im alten Rom gab es ja z.B. auch Gemeinschaftslatrinen, wo man gemuetlich nebeneinander sass und beim Kacken ueber Geschaefte und Politik plauderte. Gott sei Dank hat irgendjemand das Golfen erfunden!


          Und Hans Karl - wenn Du das naechste Mal eine so zirkusreife Pinkelaktion siehst, take a picture, please!
          Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

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          • #20
            Zu den shittiest jobs, da braucht man nicht in die Vergangenheit reisen, nur mal nach Asien oder Afrika schauen, hier wird das Fischfilet aus dem Viktoria See gefressen und dort schlägt man sich um die Gräten.

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            • #21
              Zitat von gnlwth Beitrag anzeigen
              Nachtrag:
              Im alten Rom gab es ja z.B. auch Gemeinschaftslatrinen, wo man gemuetlich nebeneinander sass und beim Kacken ueber Geschaefte und Politik plauderte.
              Übriggeblieben in heutiger Zeit ist sicherlich das gemeinsame Urinieren, wenn ich so an meinen Arbeitgeber denke...., da trifft man sich ab und zu schon auf der riesigen Gemeinschaftstoilette an den 8 Pissoirs und redet über die Geschäfte, Seite an Seite.

              Aber klasse Thema !!

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              • #22
                Zitat von gnlwth Beitrag anzeigen
                Markus, die Sendung war auch deshalb klasse, weil Tony Robinson (ich weiss nicht, ob Dir der Name gelaeufig ist, aber das ist Baldrick aus der Black Adder Serie) die ganzen Jobs ausprobiert hat (solange es eben moeglich ist) - was einem wirklich klar macht, wie eklig es ist, etwa zwoelf Stunden am Tag in einem Waschzuber voller (wochenlang gesammeltem und daher umgekippten) Urin herumzutrampeln, um das Wollfett aus der Schafswolle rauszuloesen...
                Das hört sich ja ganz nach "Black Adder goes JackAss" an ... schade, dass es solche Sendungen hier nicht gibt ... aber die BBC ist sowieso einmalig.

                Zu den vorherigen Posts fällt mir natürlich wieder die Unisex-Toilette aus Ally McBeal ein ... vielleicht nähern wir uns in unserer exhibitionistischen, von Trash-Talk-Entblößungen bzw. -Entblödungen geprägten Zeit wieder den Römischen Ursprüngen

                schöne Grüße
                Markus Stein
                "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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                • #23
                  ielleicht ändern wir in unserer exhibitionistischen, von Trash-Talk-Entblößungen bzw. -Entblödungen geprägten Zeit wieder den Römischen Ursprüngen
                  Und was aus dem Roemischen Reich geworden ist, wissen wir ja.
                  Zuletzt geändert von gnlwth; 25.06.2008, 11:14.
                  Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

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                  • #24
                    @glnwth:
                    Mehr Erinnerung habe ich leider nicht hinsichtlich dieser utopischen Geschichte - nur dieses Detail habe ich mir eben eingeprägt.


                    Jedenfalls zeigt uns (auch) diese Facette, dass selbst der eifrigste Darsteller lebendiger Geschichte an Grenzen stößt ...

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                    • #25
                      es könnte auch - Marune : Alastor 933 gewesen sein - dort ist es auch unschicklich vor allen anderen zu speisen.

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                      • #26
                        an welche Grenzen, ich kann mich noch gut an Re - enactment Veranstaltungen erinnern - wo unser Geruch den unserer Vorbilder vor 200 Jahren bestimmt in nichts nachstand

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                        • #27
                          Wurde das dann bei solchen Veranstaltungen wie früher nachgespielt? Auch mit draußen aufs Klo gehen etc?
                          Alle Achtung, würde ich mir nicht zutrauen...
                          "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                          Marie Bonaparte (1882-1962)

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                          • #28
                            Es gibt Veranstaltungen da ist das tatsächlich so.
                            Meistens sind aber Dixies vor Ort. Obwohl ich am Wochenende in Waterloo vor die Wahl gestellt wurde (nach einem Blick durch das berühmte Loch und dem was sich fast bis zur Oberkante türmte) das D. zu benutzen oder die liebliche Natur. Als Naturfreund habe ich diese dann bevorzugt. Dem Feld hat es nicht geschadet. Man muß nur aufpassen, dass sich nichts von den Klamotten oder Ausrüstung im Zielgebiet befindet. Und man hat verdammt viel von dem Zeug bei sich, was in letzter Sekunde rutscht,auseinanderfällt oder woran man gerade nicht denkt.Der Klassiker sind bei solchen Gelegenheiten die Hosenträger

                            Aber da es früher ging, geht es heute auch..................

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                            • #29
                              Ja die Kackerei im Feld eine richtige Kunst, vor allem wenn man das ganze Gerödel anhat, erst mal so viel wie möglich ablegen.
                              von Vorteil ist dann ein langes Hemd - das man dann so weit wie möglich mit allen anderen Sachen hochzieht - so wie eine Schürze um es nicht zu treffen, Hosenträger mach ich immer ganz einfach, die knöpf ich von der Hose ab, bleiben also schön am Körper liegen.

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                              • #30
                                Und jetzt stellt Euch das, bitte, vor im Angesicht der ganzen Kompanie ...
                                Coignet gibt uns doch da einen entsprechenden Bericht, wo ihn (bei Aspern?) während der Schlacht der "Ruf der Natur" ereilte und er in Richtung Feind musste, um dort die Hosen runterzulassen. Viel Zeit hatte er nicht, bis er vom Artilleriefeuer vertrieben wurde.
                                Also das habe ich noch auf keiner Veranstaltung gesehen ...

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