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Wer weiß mehr über Schweizer bei der französischen Armee ?

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  • Wer weiß mehr über Schweizer bei der französischen Armee ?

    Wer kennt die Struktur der schweizer Truppen bei der französischen Armee, oder weiß, wo ich mehr darüber lesen kann ?
    Ich weiß, dass es 16000 Mann in 4 Regimentern gewesen sein sollen. Meine Frage ist: wieviel Btl., und wie waren diese unterteilt ? Auf französischer oder auf englischer Art (6 oder 10 Kpn.) ? Oder ganz anders ? Und wieviel Mann waren in einer Kpn. ?

    allesmeinz

  • #2
    Maag

    Es gibt Einiges an Literatur. Ich empfehle als Übersichtswerk Maag, von dem es 3 Werke über die Schweizer in Napoleons Diensten gibt (Spanien 1807-14, Russland 1812 / 2. Auflage!, Deutschland usw. 1813-15).

    Grüße, Tom

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    • #3
      Maag ist echt gut, gibt es glaube ich auch bei google books

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      • #4
        Danke für die Antworten. Zwei davon habe ich nun bestellt...

        Carsten

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        • #5
          Les trois premiers articles de la capitulation militaire prévoyaient l’organisation des 16 000 hommes engagés volontairement et librement par la République française. Quatre régiments de 4 000 hommes étaient levés. La capitulation fixait de plus un dépôt de 1 000 hommes par régiment, prêts à maintenir les effectifs au complet. Chaque régiment était composé d’un état-major et de quatre bataillons, chaque bataillon de huit compagnies de fusiliers une de grenadiers et une de Voltigeur.

          Grüsse vom Voltigeur




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          • #6
            Habe ich das jetzt richtig verstanden ? (mein Französisch ist sehr schlecht)

            Jedes Regiment hatte 1000 Mann.
            Jedes Regiment war in 4 Btl unterteilt. Das heißt: 250 Mann/Btl.
            Jedes Btl. hatte 10 Kpn. Eine davon waren jeweils "leichte" und eine Grenadiere. Das heißt: 25 Mann/Kpn....

            Oder hatte jedes Regiment 4000 Mann und ein Btl. 1000 Mann ?

            Danke für die Antworten, Carsten

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            • #7
              Kurze Übersetzung für allesmeinz

              Ein Regiment hat 4000 Mann, 4 Regimenter a 4000 Mann, zusätzlich ein Depot von 1000 Mann pro Regiment, jedes Regiment zu 4 Bataillone, jedes Bataillon 8 Füsilier, 1 Grenadier und 1 Voltigeurkompanie (das war mir auch neu, entweder immer überlesen oder )
              muss ich mal nachsehen

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              • #8
                Maag bringt andere Angaben :

                Februar 1803 - jedes Bataillon sollte

                8 Füsiler und eine Grenadierkompanie haben (konform der französischen Kriegsgliederung)

                dazu wurde jedem Regiment eine Artilleriekompanie zu 64 Mann und 4 Offiziere zugeteilt.

                Die Rekrutierung verlief übrigens sehr schleppend, anfangs Mai 1807 waren es erst 12 000 Schweizer

                Ebenso Maag, allerdings in Die Schicksale der Schweizerregimenter in Napoleons I. Feldzug nach Rußland 1812 soll dann die Voltigeurkompanie 1807 eingeführt worden sein, dann das Bat. - 1 Grenadier, 7 Füsiler und 1 Voltigeurkompanie

                Später dann aber war ein Regiment nur noch 3 Kriegsbataillone stark und gliederte sich konform der Franzosen in 1 Grenadier, 1 Voltigeur und 4 Füsilierkompanien.

                auch schreibt Maag, dass die Schweizer erstmals 1812 Regimentsartillerie mit sich führten.

                Aber vielleicht weiß ja Voltigeur mehr dazu.

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                • #9
                  Die Stärke eines Regiments betrug im Krieg gegen Russland 1812 in der Regel keine 4.000 Mann. Ein Bataillon wurde mit etwa 800 Mann gerechnet, das Regiment hätte also 5 Bataillone haben müssen. Nach Plotho gab es nur im I. Korps von Davout 14 Regimenter, die fünf Bataillone hatten. In allen anderen zehn Korps hatten die Regimenter maximal vier Bataillone, meist sogar weniger. Das 129. französische Linieninfanterieregiment (Osnabrücker, Oldenburger, Mindener und aus der jeweiligen Umgebung) hatte zum Beispiel nur 2 Bataillone, ein drittes wurde später formiert, kam aber in Russland nicht zum Einsatz. Die bayerischen Regimenter hatten um die 1.500 Mann, sie bestanden also ebenfalls nur aus zwei Bataillonen. Unter anderem auch hier nachzulesen: http://www.napoleon-online.de/armee_...terie1812.html. Bei den Westfalen hatten das 2. und das 7. Infanterieregiment drei Bataillone, die anderen sechs Regimenter nur zwei. Auch die Württemberger hatten pro Regiment nur zwei Bataillone, ebenso die Hessen-Darmstädter, die Sachsen, die Badener, die Berger und die Preußen. Die Mecklenburger hatten drei. Bei manchen Regimentern fehlten Bataillone, weil sie in Spanien kämpften.
                  Mit Vertrag vom 28. März 1812 war das Kontingent der Schweizer auf 12.000 Soldaten festgelegt worden, nachdem 1803 und 1807 jeweils 16.000 Mann gefordert worden waren. 1812 stellten die Schweizer 4 Regimenter, davon waren aber laut Venturini nur das 1., 3. und 4. Regiment in Russland. Heute geht man davon aus, dass 7.000 (Kleßmann) schweizerische Soldaten in Russland waren, von denen nur 300 (Valotton) zurückkehrten. In einer anderen Quelle (Beitzke) ist sogar nur von 6.700 Schweizern die Rede, was vom württembergischen Offizier Martens, der am Krieg teilgenommen hat, bestätigt wird. Die Schweizer gehörten zur 9. Division unter General Merle im II. Armeekorps. Diese Division hatte eine Gesamtstärke von 12.500 Mann. Zur Division gehörten aber auch das 123. französische Linieninfanterieregiment (meist Holländer, aber auch Deutsche) sowie das 3. Illyrische Infanterieregiment, die man von der Gesamtstärke abziehen muss, weshalb die Zahlen von Kleßmann, Beitzke und Martens die wahrscheinlichsten sind. Die Linieninfanterieregimenter 123 bis 126 (anfangs nur Holländer) wurden bereits 1810 formiert, könnten also stärker gewesen sein, als die erst 1811 aus Deutschen formierten Linieninfanterieregimenter 127 (Hamburger, Lübecker und Umgebung), 128 (Bremer und Umgebung bis Nienburg) und 129. Danach hat man auch gemischte holländisch-deutsche Bataillone gebildet.
                  Zuletzt geändert von KDF10; 20.12.2010, 19:00.

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