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Oldenburgische Rheinbund-Kontingent --> 129. Französisches Infanterie-Regiment

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  • Oldenburgische Rheinbund-Kontingent --> 129. Französisches Infanterie-Regiment

    Hallo,

    ich bin ganz neu in diesem Forum und hoffe, dass mir vielleicht jemand weiterhelfen kann.

    Einer meiner Vorfahren soll ein Oberst gewesen sein. Zwischen 1810 und 1813 wurden drei Kinder in Oldenburg (i. O.) geboren.

    Anhand der Taufpaten vermute ich, dass er eventuell in französischen Diensten stand.

    Ein kleiner Exkurs: 1808 trat der Herzog von Oldenburg dem Rheinbund bei. Kurze Zeit später musste das Herzogtum Oldenburg ein Infanterie-Regiment mit 800 Mann stellen. An die Spitze trat Oberstlieutenant v. Ahrentschild, der vorher in Hannoverschen Diensten gestanden hatte. Die Hälfte des Regiments wurde angeworben, der Rest bestand aus Einheimischen. Im Herbst 1810 wurde das Herzogtum Oldenburg von französischen Truppen besetzt. Im Januar 1811 wurde die förmliche Besitzergreifung des Herzogtums verfügt. Am 28. Februar 1811 marschierte das Oldenburgische Rheinbund-Kontingent nach Osnabrück ab, um dort mit anderen Truppen das 129. Französische Infanterie-Regiment zu bilden.Das dritte Bataillon marschierte im Mai 1812 nach Berlin, dann über Magdeburg und Stettin zur Insel Rügen und gelangte schließlich Mitte November nach Danzig.


    (Quelle für diese Informationen: Geschichte des Oldenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 91, Berlin 1881, http://digital.lb-oldenburg.de/ihd/c...ageview/267916)


    So, nun kommt mein Vorfahre ins Spiel.


    Es sind drei Taufeinträge vorhanden, aus denen folgendes hervorgeht:
    1.) August 1810:
    - Als Vater wird angegeben: "Paulus de Lünink, olim Oberst in englischen Diensten"
    2.) Februar 1812:
    - Als Vater wird angegeben: "Paulus de Lünink, Oberst"
    - Als Taufpate ist angegeben: "Casimirus de la Roche, Oberst und Adjutant des Prinzen von Eckmühl"
    3.) März 1813:
    - Als Vater wird angegeben: "Paulus de Lüninck [hier mit "ck"] geschrieben), Oberst"
    - Als Taufpate: "Philippus Naumann mercator in Elbingen"


    Die Geschichte des Regiments würde perfekt zu den Taufeinträgen passen.


    Meine Theorie:

    Ich gehe davon aus,
    - dass mein Vorfahr vielleicht auch in hannoverischen (=englischen) Diensten stand, so wie Oberstlieutnant v. Ahrentschild?
    - dass er bei den Franzosen kämpfte, denn warum hätte er sonst einen französischen Oberst als Taufpaten gehabt?
    - dass er eventuell mit unterwegs nach Danzig war, denn woher hätte er sonst einen Kaufmann aus Elbingen (Elbing) gekannt?

    Aber wo könnte ich weitere Informationen finden? Wenn die Oldenburgische Truppe im französischen Heer aufging, wurde dann vielleicht irgendwo eine Liste erstellt. Wo könnte ich weitersuchen?

    Ich bin für jeden Tipp dankbar.

    Viele Grüße
    vonLueninck

  • #2
    Ich bezweifle, dass der genannte Paulus von Lünin(c)k etwas mit dem 129e de ligne zu tun hatte.

    ..."olim Oberst in englischen Diensten"... Wie wär's mit Paul Franz Bernhard Freiherr von Lüninck (1754-1816), der 1816 als preussischer Oberst gestorben sein soll (Wiki). Das ist wohl derselbe, der laut René Chartrand 1794 ein in holländischen Diensten stehendes leichtes Infanterieregiment Lüninck aufgestellt hat, das sich mit den Briten nach Hannover zurückzog und im April 1795 in Wohlbrücken (?) in britischen Dienst überging, aber bereits im Mai 1795 aufgelöst wurde. Chartrand nennt als Kommandeur einen Paul-François-Bernard, Baron de Lüninck (Osprey, MAA 328, S.21). Würde also bestens zu "einst in englischen Diensten" passen. Wenn der 1810 bis 1813 noch dreimal Vater geworden ist, muss der aber schon um einiges älter gewesen sein als seine Angetraute. Na ja, soll vorkommen...

    Oberst in französischem Dienst war der ja kaum, erstens weil das in den Akten wohl vermerkt worden wäre, zweitens weil 1811 ein Jean-Daniel (Hans Daniel?) Freytag Oberst des 129e de ligne wurde (laut http://www.napoleon-series.org/milit...enchinf13.html).

    Dass Lüninck einen französischen Paten aussuchte, heisst ja noch lange nicht, dass er (aktiv) in französischem Dienst stand. Die Franzosen waren damals ganz einfach in Oldenburg präsent. Den Adjutanten Davouts kann er auch als Privatmann kennen- und schätzen gelernt haben...Und Kaufleute reisen (wieso soll übrigens Elbingen mit dem preussischen Elbing identisch sein? Es gibt doch ein Elbingen in Rheinland-Pfalz?)
    Zuletzt geändert von Tellensohn; 24.04.2016, 12:12.

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    • #3
      Hallo Tellensohn,

      danke für deine Antwort. :-) Das sind natürlich alles berechtigte Argumente.

      Ich weiß einfach gerade gar nicht, wie ich es anpacken soll. Den Wikipedia-Artikel kenne ich, aber dort ist keine Quelle für die Information angegeben. Ich habe auch schon einige alte Adel-Lexika bei Google Books durchforstet, aber bin nirgends so richtig weitergekommen. Wahrscheinlich kam ich daher auf die Idee, ich müsste vielleicht in französischen Aufzeichnungen weitersuchen.
      Ich habe auch überhaupt keine Ahnung, wie "hoch" ein Oberst stand. Gibt es denn pro Truppe nur einen Oberst oder auch mehrere?
      Ja, vermutlich könnte Oberst Lüninck den Adjutanten Davouts auch einfach so kennengelernt haben. Aber ich dachte halt naiv, die Preussen und die Franzosen seien verfeindet gewesen.

      Das Buch von Chartrand habe ich mir gerade als E-Book gekauft (hätte ich mir auch sparen können, die Zeile mit "Lüninck konnte man auch bei Google Books finden), aber auch da gibt es keine weiteren Quellenangaben. Und wo "Wohlbrücken" sein könnte ... da habe ich gerade auch gar keine Ahnung.
      Das mit "Elbing" hätte halt gut zu Danzig gepasst, aber klar, es könnte auch das Elbingen bei Koblenz gemeint sein.

      Tja, jetzt hast du meine ganze schöne Argumentationskette versenkt, was mache ich denn jetzt? ;-)

      Viele Grüße
      vonLueninck

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      • #4
        In der - nicht notwendigerweise vollständigen - preußischen Offizier-Nomenklatur kommt kein Oberst Lünink vor:

        http://archivdatenbank.gsta.spk-berl...x/00000296.jpg

        PS. Falls die Anzeige der Seite nicht klappt, hier der umständliche Weg:

        http://archivdatenbank.gsta.spk-berl...a-3dbcabe76982
        Zuletzt geändert von Sans-Souci; 24.04.2016, 15:13.

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        • #5
          Könnte der Casimir de la Roche evtl. der Casimir de La Roche-Aymon gewesen sein? Oder liege ich da evtl. ganz falsch?
          https://books.google.de/books?id=Vcg8AQAAIAAJ&pg=PA213&dq=casimir+de+la+ro che+181&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjjz7qXxqfMAhXIWywKHS BuAMgQ6AEINzAA#v=onepage&q=casimir%20de%20la%20roc he%20181&f=false
          Dieser war in preußischen Diensten.
          Viele Grüße
          J. S.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Jules Salmo Beitrag anzeigen
            Könnte der Casimir de la Roche evtl. der Casimir de La Roche-Aymon gewesen sein? Oder liege ich da evtl. ganz falsch?
            https://books.google.de/books?id=Vcg8AQAAIAAJ&pg=PA213&dq=casimir+de+la+ro che+181&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjjz7qXxqfMAhXIWywKHS BuAMgQ6AEINzAA#v=onepage&q=casimir%20de%20la%20roc he%20181&f=false
            Dieser war in preußischen Diensten.
            Viele Grüße
            J. S.
            Das wäre ja schon sehr seltsam. Wie kann ein französischer Émigré-Offizier in preussischem Dienst zu Beginn des Jahres 1812 ein Adjutant des Prinzen von Eckmühl - also des Marschalls Davout - gewesen sein? Könnte mir höchstens eine Art Verbindungsoffizier der Preussen im Stab Davouts vorstellen (im Hinblick auf den Russlandfeldzug?). Bloss, es soll sich doch um einen Oberst gehandelt haben, und als Casimir de la Roche-Aymon 1814 offenbar mit seinem Bruder nach Frankreich zurückkehrte, führte er dort nur den Rang eines Chef d'Escadron - sofern das nachfolgende Dokument denselben Casimir de la Roche-Aymon meint, der in der Biographie erwähnt wird (wovon ich ausgehe):

            http://www.culture.gouv.fr/LH/LH190/...360050V003.htm

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            • #7
              Dann ist er sicherlich nicht der genannte Taufpate.
              Viele Grüße
              J. S.

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              • #8
                Hallo Sans-Souci und Jules Salmo, vielen Dank für Eure Hilfe. :-)

                @Sans-Souci: Die preußische Offizier-Nomenklatura fand ich sehr interessant, danke für den tollen Link. Schade, dass "mein Lüninck" nicht dabei war, aber das ist nicht so schlimm, ich habe ja eh das Gefühl, dass er nicht in preußischen Diensten stand.

                @Jules Salmo: Ja, das könnte dieser Casimir de la Roche gewesen sein. Aber der Prinz von Eckmühl war definitiv ein Oberst direkt unter Napoleon, also müsste Casimir de la Roche 1812 noch in französischen Diensten gewesen sein. Oder er hatte die Seiten gewechselt und da fehlte ein "ehemals". Außerdem hat so ein Oberst doch vermutlich mehrere Adjutanten, oder?

                Ich konnte jetzt noch einen Text ausfindig machen, der wohl die Quelle für den Abschnitt bei Osprey war. Aus dem Buch "Les corps du troupe de l'émigration francaise (1789-1815)" konnte ich für kleines Geld einen Abschnitt von 3 Seiten über das "Régiment d'Infanterie légère de Lüninck 1794-1795" kaufen (http://lasabretache.fr/mot-cle-produ...nck-chasseurs/), der ein paar interessante Fakten bringt. Paul von Lüninck trat anscheinend 1792 in die "Armée de Condé" (also der Armee, die direkt nach der frz. Revolution gegen die Revoluzzer gekämpft hat, oder?) ein und zwar in das Regiment von Hohenlohe-Bartenstein.

                Google Books spuckt jetzt bei jeder Anfrage von mir französische und niederländische Bücher aus, offenbar muss ich doch das deutsche (Sprach-)Gebiet verlassen, um weiterzukommen.

                Jetzt übersetze ich mir erstmal den Text über das Jahr 1794/95, vielleicht bringt mich das irgendwie weiter. Denn bis jetzt weiß ich nicht, in welchen Diensten von Lüninck im Jahr 1810 stand und was ihn ausgerechnet nach Oldenburg verschlagen hat.

                Viele Grüße
                vonLueninck
                Zuletzt geändert von VonLueninck; 24.04.2016, 22:23.

                Kommentar


                • #9
                  So wie es im Taufeintrag geschrieben steht, ist anzunehmen, dass de la Roche der Oberst war.
                  Davoût war Maréchal. Er führte ein ganzes Corps. Bei einem Taufeintrag muss man auch damit rechnen, dass der Pfarrer die militärischen Dienstgrade nicht unbedingt ganz ganau nahm.

                  Viele Grüße

                  J. S.

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                  • #10
                    Mehr Licht!!!

                    Zitat von VonLueninck Beitrag anzeigen
                    ...Ja, das könnte dieser Casimir de la Roche gewesen sein. Aber der Prinz von Eckmühl war definitiv ein Oberst direkt unter Napoleon, also müsste Casimir de la Roche 1812 noch in französischen Diensten gewesen sein. Oder er hatte die Seiten gewechselt und da fehlte ein "ehemals". Außerdem hat so ein Oberst doch vermutlich mehrere Adjutanten, oder?
                    Zitat von VonLueninck Beitrag anzeigen
                    ...die Revoluzzer...

                    Mir fehlen die Worte...

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Sans-Souci Beitrag anzeigen
                      In der - nicht notwendigerweise vollständigen - preußischen Offizier-Nomenklatur kommt kein Oberst Lünink vor:

                      http://archivdatenbank.gsta.spk-berl...x/00000296.jpg

                      PS. Falls die Anzeige der Seite nicht klappt, hier der umständliche Weg:

                      http://archivdatenbank.gsta.spk-berl...a-3dbcabe76982
                      Boah, wat 'ne Quelle!

                      Aber gerade der Band mit Paris fehlt :-(
                      The light at the end of the tunnel
                      is from an oncoming train.

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                      • #12
                        Ein weiterer Casimir de la Roche (ein Pole*) ist der hier:

                        https://books.google.ch/books?id=58c...201769&f=false

                        Allerdings wird nur erwähnt, dass er - scheinbar nach Wagram - "chef de bataillon à l'état-major" wurde. Nichts zum wo und unter wem, und kein Hinweis darauf, dass er zum Obersten befördert wurde. Kein Hinweis explizit auf Davout. Einzig die Bemerkung, dass er "...fut employé successivement sous divers généraux."

                        *PS: Kein Pole natürlich, sondern ein in Polen geborener Sohn eines französischen Gesandten in Polen...mea culpa
                        Zuletzt geändert von Tellensohn; 25.04.2016, 13:30.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
                          Mir fehlen die Worte...
                          Oh nein, wieso? Das war nicht meine Absicht. War irgendetwas falsch von dem, was ich schrieb?

                          Das Thema "von Lüninck" kommt in unserer Familie alle paar Jahre bei Familienfeiern wieder auf und ich wollte jetzt einfach mal gucken, ob ich irgendwo anknüpfen und mehr über ihn herausfinden kann. Vor 10 Jahren, als ich anfing, mich für meine Vorfahren zu interessieren, gab es noch nicht so tolle Recherchemöglichkeiten bei Google Books wie heute.

                          Ich hatte gestern nicht gesehen, dass es noch neue Antworten gab, mein Browser hatte keinen neuen Beiträge angezeigt.

                          Leider ist mir persönlich das ganze Thema "Armee" total fern und ich versuche, da mit weiblicher Intuition ranzugehen.

                          Ich glaube, ich habe den Begriff "Adjutant" bis jetzt falsch verstanden, ich dachte, das wäre so eine Art "Mädchen für alles" für einen Oberst. Aber da bin ich wohl auf dem falschen Dampfer. Bei Wikipedia steht: "In Frankreich wurde der Dienstgrad Adjudant 1776 bei der Armee eingeführt; er bezeichnete den ranghöchsten Unteroffizier eines Bataillons, später auch der Kompanie."

                          Andererseits steht in dem Taufeintrag ja eindeutig: "Oberst und Adjutant", also vielleicht doch eine Art "persönlicher Adjutant"?

                          Ach, es ist wirklich kniffelig.

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von VonLueninck Beitrag anzeigen
                            Leider ist mir persönlich das ganze Thema "Armee" total fern und ich versuche, da mit weiblicher Intuition ranzugehen.
                            Egal ob's ums Thema "Armee" geht oder um ein anderes: Einfach genau Lesen. Manchmal hilft auch nochmaliges sorgfältiges Durchlesen, bis man wirklich verstanden hat, was da eigentlich steht. Passiert mir manchmal auch, dass ich was nicht richtig lese, meist wenn ich in Zeitnot bin - wie eben gerade vorher mit dem "Polen" Casimir de la Roche. Sich die Zeit nehmen und nochmals durchlesen hilft in der Regel...

                            Mit Intuition hat das alles nichts zu tun, egal welchen Geschlechts man ist...


                            Zitat von VonLueninck Beitrag anzeigen
                            Ich glaube, ich habe den Begriff "Adjutant" bis jetzt falsch verstanden, ich dachte, das wäre so eine Art "Mädchen für alles" für einen Oberst. Aber da bin ich wohl auf dem falschen Dampfer. Bei Wikipedia steht: "In Frankreich wurde der Dienstgrad Adjudant 1776 bei der Armee eingeführt; er bezeichnete den ranghöchsten Unteroffizier eines Bataillons, später auch der Kompanie."
                            Vereinfacht: Der "Adjudant sous-officier" ist in der Tat der höchste Unteroffizier im Regiment, mit speziellen Aufgaben. Dann gibt es noch den "Adjudant-major", ein mit speziellen Aufgaben innerhalb seines Bataillons betrauter Hauptmann. Dann gibt es weiter den "Adjudant-commandant", ein Offizier der zwischen Oberst und Brigadegeneral angesiedelt ist, mit speziellen Aufgaben administrativer Art bzw. in der Funktion eines Stabschef einer Division oder eines Armeekorps. Um letzteres muss es sich bei Casimir de la Roche gehandelt haben.


                            Es sei denn...


                            Zitat von VonLueninck Beitrag anzeigen
                            "Oberst und Adjutant", also vielleicht doch eine Art "persönlicher Adjutant"?

                            ...es ist ein "Aide-de-camp" gemeint. Dann könntest du Recht haben.

                            "Aides-de-camp" waren Offiziere, die einem General oder Marschall persönlich für spezielle Aufgaben (bspw. Nachrichtenübermittlung, Aufklärung, Inspektionen, u.ä.) zugeteilt waren. Die waren also in gewisser Weise "Mädchen für alles". Als Marschall hatte Davout Anrecht auf sechs "Aides-de-camp": einen "Adjudant-Commandant" oder Obersten, einen Chef de bataillon oder Chef d'escadron, zwei Capitaines, zwei Lieutenants.

                            "Adjudant" im Taufeintrag könnte dann in der Tat eine ungenaue Bezeichnung für einen "Aide-de-camp" im Range eines Obersten (oder evtl. einen "Aide-de-camp" im Range eines "Adjudant-commandant"?) sein (ungenaue Bezeichnungen kommen bei Taufeinträgen vor, wie Jules Salmo ja schon bemerkt hat).



                            Zitat von VonLueninck Beitrag anzeigen
                            Ach, es ist wirklich kniffelig.
                            Das schon, aber es hilft nichts. Einlesen, sonst kannst du keine seriöse Ahnenforschung betreiben. Und nur rumspekulieren willst du ja sicher auch nicht, nehme ich an.


                            (Lauter Häppchen und Korrekturen...heute in ungewohnter Zeitnot, sorry... )
                            Zuletzt geändert von Tellensohn; 25.04.2016, 15:19.

                            Kommentar


                            • #15
                              Eine Recherche im Internet bringt hier meiner Meinung nach in diesem Fall vorerst nicht viel.
                              Ich gehe davon aus, dass im Stadtarchiv Oldenburg und im zuständigen Staatsarchiv jede Menge Unterlagen über die Zeit 1810 - 1812 lagern. Wenn La Roche bzw. Paulus de Lünink Oberst waren, haben sie sicher Briefe unterschrieben…, Cantonnements- oder Fourragerechnungen abgezeichnet. Mit etwas Aufwand kann man da vielleicht welche finden. Meist ist dann auch der zugehörige Dienstgrad und das Regiment (franz. od. preußisch oder….) vermerkt. Mit diesen Daten kann man dann im Internet weitermachen.
                              Wenn bekannt ist, wann Paulus de Lünink etwa 18 - 20 Jahre alt war, kann man nach den Conscriptionslisten des betreffenden Jahrgangs suchen. Die lagern normalerweise im Stadtarchiv oder dem Bezirksarchiv. Leider sind sie nicht mehr überall erhalten.
                              Viel Erfolg
                              J. S.

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