Kurhessische Freiwillige Jäger 1813/14

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  • BWI
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    Soldat
    • 02.10.2006
    • 14

    Kurhessische Freiwillige Jäger 1813/14

    Hallo,

    ich war vor längerer Zeit im Museum in Bad Wildungen und habe dabei ein riesiges Gemälde mit kurhessischen Freiwilligen Jägern von 1813/14 gesehen.

    Die kurhessischen Uniformen sollen in diesen Tagen mit den preußischen ja fast identisch sein, ist das richtig?

    Hat jemand vielleicht ein paar weitere Uniformabbildungen, Beschreibungen, Truppenstärke, etc. dieser Einheit bzw. kann mir sagen, wo man welche herbekommen kann? Bei der "Museumslandschaft Kassel" scheint man auf Nachfragen nicht so wirklich schnell zu reagieren.

    Danke schon mal im Voraus!!!
    Nach vorne stuermt, wo Engel furchtsam weichen.

    James T. Kirk
  • HKDW
    Erfahrener Benutzer
    Colonel
    • 02.10.2006
    • 2957

    #2
    Im Sturm Zigaretten Album ist einiges zu finden, bei Interesse lade ich noch die anderen 2 Abildungen hoch.
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    • admin
      Administrator
      Colonel
      • 30.09.2006
      • 2685

      #3
      Abbildungen von Neumann

      In der auf Napoleon Online veröffentlichten Serie von Freiwilligen- und Landwehrverbänden (http://www.napoleon-online.de/html/neumann1813_15.html) befinden sich zwei Darstellungen von Freiwilligen Jägern, und zwar:

      zu Fuß : http://www.napoleon-online.de/Neuman...hr_Tafel33.jpg

      zu Pferd : http://www.napoleon-online.de/Neuman...hr_Tafel32.jpg

      Dazu noch eine Landwehrdarstellung (mit Fahne) : http://www.napoleon-online.de/Neuman...hr_Tafel31.jpg

      Schöne Grüße
      Markus Stein
      "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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      • Cuirassier
        Erfahrener Benutzer
        Tambour-Major
        • 20.10.2006
        • 275

        #4
        anbei ein org. lithewka eines jägers aus kassel....foto ist aus einer NVA ausstellung von 1957 in dresden...
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        Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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        • Sans-Souci
          Erfahrener Benutzer
          Major
          • 01.10.2006
          • 1832

          #5
          Wenn die Litewka (sie war vor dem 2. Weltkrieg im Zeughaus) noch 1957 ausgestellt wurde, bedeutet das, daß sie wahrscheinlich heute noch existiert !

          Sie wäre damit das einzige mir bekannte Exemplar einer Litweka aus den Befreiungskriegen und könnte einige Theorien über dieses Bekleidungsstück belegen oder widerlegen.

          Nach schriftlichen Hinweisen aus der Zeit hätte die Litewka zum Beispiel keinen Schlitz hinten gehabt.

          Doch wie die Rückseite genau aussah, konnte man bisher nur vermuten.

          Steht in dem Katalog, in welchem Museum die Litewka 1957 zu finden war ?

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          • HKDW
            Erfahrener Benutzer
            Colonel
            • 02.10.2006
            • 2957

            #6
            Interessant ist ja schon mal nur alleine wie hier die Ärmel eingesetzt sind - vielen Dank Cuirassier, tolle Abbildung

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            • Cuirassier
              Erfahrener Benutzer
              Tambour-Major
              • 20.10.2006
              • 275

              #7
              müsste es zuhaus nachschauen...meine das stück stammt aus zeugehaus...?!
              in im archiv in dresden schlummern bestimmt noch einige schätze...
              müsste noch vorhanden sein...zedlitz spricht in seinem werk auch über ungeschlitzte lithewken....allerdings stehen die knöpfe schräg...oben 19, 6 cm...und 6,5 cm..
              Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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              • Sans-Souci
                Erfahrener Benutzer
                Major
                • 01.10.2006
                • 1832

                #8
                Wie gesagt, halte ich die Litewken-Beschreibung im Zedlitz für einen Irrtum, den er von Mila kopiert hat.

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                • Cuirassier
                  Erfahrener Benutzer
                  Tambour-Major
                  • 20.10.2006
                  • 275

                  #9
                  bisher kenne ich aber keine gegenteiligen beweis...alle abb. zeigen den schrägen knopfabstand...(die ich kenne) *** werde mal die tage dazu ein bild einstellen...
                  Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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                  • Sans-Souci
                    Erfahrener Benutzer
                    Major
                    • 01.10.2006
                    • 1832

                    #10
                    Ja, eine Abbildung mit den schrägen Knopfreihen wär toll !

                    Alle zeitgenössischen Bilder, die ich kenne (Elberfeld, Landeck, auch der Lützower bei Jügel) haben parallele Knopfreihen.

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                    • Cuirassier
                      Erfahrener Benutzer
                      Tambour-Major
                      • 20.10.2006
                      • 275

                      #11
                      das bild von förster....wenn auch mit fehlern, die brauerbögen zeigen auch die schräge reihe...und hab noch eins...das muss ich zuhause suchen...pietsch zeigt auch die schräge reihe....
                      Angehängte Dateien
                      Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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                      • Sans-Souci
                        Erfahrener Benutzer
                        Major
                        • 01.10.2006
                        • 1832

                        #12
                        Mich würden eher zeitgenössische Abbildungen mit schrägen Knopfreihen interessieren, als auf Milas Irrtum fußende moderne Rekonstruktionen (auch wenn diese Rekonstruktionen inzwischen teilweise 100 Jahre alt sind).

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                        • Sans-Souci
                          Erfahrener Benutzer
                          Major
                          • 01.10.2006
                          • 1832

                          #13
                          Es gab anscheinend nur im Jahre 1814 Freiwillige Jäger im Kurfürstentum Hessen. 1815 wurden keine mehr aufgestellt, zumindest habe ich keinen Hinweis auf ihre Existenz gefunden.

                          Nach Carl Renouard, Die Kurhessen im Feldzuge 1814, Gotha 1857, S. 97, wurden Anfang 1814

                          4 Kompanien freiwillige Fussjäger
                          4 Eskadrons frewiillge reitende Jäger

                          aufgestellt, Sammelplatz war (zumindest für letztere aufgrund einer Order vom 3. Januar 1814) Kassel.

                          Der "Aufruf an die Freiwilligen" datiert vom 18. Dezember 1813, und schließt sich eng an das preußische Vorbild an.

                          Am 8. Juni 1814 (ebd., S. 270) wurde der Befehl gegeben, daß die freiwilligen Jäger, die sich alle beim 4. Deutschen Armee-Korps befanden, in die Heimat zurückkehren sollten um dort entlassen zu werden.

                          Die Elberfelder Bilderhandschrift (Bild 36d) zeigt unter dem 21. Juni 1814 einen dieser Freiwilligen, im Gegensatz zu Neumann (Markus' Link oben) in Litewka.

                          Theoretisch denkbar wäre natürlich auch, daß ein Teil Litewka trug, und der andere Kollets. Nach dem erwähnten Aufruf 18. Dezember 1813 sollten sich diese Freiwilligen allerdings "nach einem vorgeschriebenen Muster kleiden und bewaffnen" [Hervorhebung im Original].

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