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Kein endgueltiger Beweis, aber...

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    ...doch ein sehr starker Hinweis darauf, dass Talleyrands Behinderung tatsaechlich angeboren und nicht Folge eines Unfalls war:





    Denn der Mann auf diesem Bild heisst Gabriel-Marie de Talleyrand-Perigord (1726-1795), und er hatte einen Klumpfuss. So wie sein Neffe Charles-Maurice. Kann das ein Zufall sein? Wohl eher nicht. Also doch nicht von der Kommode gefallen...


    Schoenen Gruss,
    Gnlwth
    Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

  • #2
    Hallo gnlwth,

    ich würde eher sagen, dass der gute Mann zwei verschieden lange Beine hat. Charles Maurice hatte doch eine Verformung des Fußes, oder? Natürlich schließt auch das eine Vererbung nicht aus. Der Schuh sieht aber ganz danach aus, als müsste da ein zu kurzes Bein ausgeglichen werden (was heute bei extremen Unterschieden in der Länge sehr schmerzhaft und langwierig korrigiert wird).

    Dein neues Rätsel kann ich derzeit übrigens noch nicht lösen, aber ich bleibe am Ball

    Beste Grüße,
    Katja
    Adrienne-Louise-Hervé Carbonnel de Canisy

    "Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Friedrich II von Preußen

    Kommentar


    • #3
      Hallo Katja,

      Ich würde eher sagen, dass der gute Mann zwei verschieden lange Beine hat.
      ja, so sieht es aus. Allerdings gibt es dazu zweierlei zu sagen: Auf vielen Karrikaturen von Talleyrand, auf denen er mit Klumpfuss dargestellt wurde, sieht der Schuh genau so aus. Die bekannteste Karrikatur ist wohl diese hier:




      So sahen Talleyrands Schuhe allerdings tatsaechlich nicht aus, sondern so:




      Nun gehen Klumpfuesse aber nicht selten mit einer Verkuerzung der Beinlaenge einher - und das koennte bei Charles-Maurice' Onkel natuerlich durchaus der Fall gewesen sein. Ohnehin sind immer Schien- und Wadenbein nicht gleich lang, weshalb das Sprungelenk deformiert ist und der Fuss zur Seite abgeknickt ist. Deshalb laufen Leute mit (unkorrigierten) Klumpfuessen quasi auf der auesseren Fusskante. Dazu kommt nun, dass die Achillessehne verkuerzt ist, was nun wieder dazu fuehrt, dass die Ferse nicht auf den Boden aufgesetzt werden kann - das sieht man auch an Talleyrands Schuhen, bei denen das nicht durch einen erhoehten Absatz, sondern im Schuh selbst kompensiert wurde. Vielleicht wird das durch dieses Bild klar, das einen Klumpfuss von hinten zeigt:




      Da sieht man sehr gut, dass man das im (oder am!) Schuh irgendwie ausgleichen muss, denn ohne ist Laufen sehr schwierig bis unmoeglich - barfuss hat Talleyrand sicher nicht gehen koennen. Somit kann es auch sein, dass der erhoehte Absatz dazu diente, das Auftreten mit mehr als den Fussspitzen zu ermoeglichen.

      In jedem Fall finde ich es auffaellig, dass in so naher Verwandschaft jemand mit (wie auch immer gearteten) Extremitaetenfehlbildungen gefunden wurde.

      Uebrigens lassen sich auch extreme Klumpfuesse im Erwachsenenalter noch mit Ilizarov-Fixateuren "geradebiegen" (an die hattest Du doch bei den Beinverlaengerungen gedacht, oder?), aber Spass macht das sicher auch keinen. Als Talleyrand ein Kind war, hat man ihn immer wieder ganz schrecklich traktiert, aber genutzt haben die Schienen und das Eingipsen seines Beines natuerlich nichts (irgendwann sind die Knochen zu starr, um noch durch aeussere Einwirkungen korrigiert werden zu koennen). Irgendwann, so als er 12 war, hat man es dann aufgegeben. Das Ganze hatten wir im alten Forum schon einmal: http://www.napoleon-online.de/phpBB2...er=asc&start=0



      Ich sage ja, Onkel Gabriel-Marie ist kein Beweis. Aber wundern muss man sich schon.

      In diesem Sinne schoenen Gruss,
      Gnlwth


      P.S. Ja, das Raetsel scheint schwierig zu sein. Dabei ist der dicke Tscheche gar nicht so unbekannt...
      Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

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      • #4
        dachte immer..der gute mann hatte schlichtweg poliomyelitis?
        Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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