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Die lebensgeschichte des Johan Christoph Pickert

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  • Die lebensgeschichte des Johan Christoph Pickert

    Hallo habe ein neues Buch erworben. Nach dem Fund einer alten Handschrift ,der Bericht eines einfachen preußischen Soldaten aus der napoleon Zeit. Bin noch beim lesen, aber es ist sehr zu emfehlen. Er berichtet aus seinen Leben, Kindheit,Beruf und seine 20 jährige zeit als Soldat. Erschienen im Wallstein Verlag 172 Seiten 2 Abbildungen Format 12,5-19,5 cm Isbn-10: 3-8353-0037-7 der Preis 19,00 € :attention:

  • #2
    Ist ein sehr schönes Buch, sehr anschaulich geschrieben, der Verfasser war bis 1806 Leib-Kürassier, ab 1809 dann im Brandenburgischen Dragoner-Regiment.

    Für mich neu war, daß er als Unteroffizer auch Anrecht auf einen Burschen hatte (zumindest erwähnt er hin und wieder seinen Burschen) - ob das eine Besonderheit der preußischen Kavallerie allgemein oder nur seines Regiments war, weiß ich nicht.

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    • #3
      Wie erwähnt er seinen Burschen denn genau? Ist da von einem offiziellen Recht die Rede? Aus späterer Zeit ist bekannt, dass Unteroffiziere aber auch materiell bessergestellte Soldaten sich einen Putzer zulegten. Feldwebel führten den reinsten eigenen Stab mit Koch etc. mit sich. Alles natürlich informell.

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      • #4
        Er erwähnt ihn immer wieder mal als Selbstverständlichkeit ("mein Bursche"). Könnte also auch ein von ihm für die Dienste bezahlter Soldat gewesen sein.

        Der westphälische Trompeter Scheel schreibt in seinen Memoiren glaube ich irgendwo, daß die Trompeter seines Regiments einen Burschen zugewiesen bekamen, ohne daß er erwähnt, daß er dessen Dienste bezahlen mußte.

        In der 1828er Sammlung von Vorschriften für das Garde-Corps (Bd. 1, S. 170 f.) werden nur Offizier-Burschen erwähnt.

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        • #5
          Dass diese Burschen bezahlt wurden, halte ich für unwahrscheinlich. Das konnte auch eine Form der Abhängigkeit vom Vorgesetzten sein. Die haben vermutlich einfach irgendeinen Soldat für sich abgestellt. Zugleich konnte der betreffende Soldat natürlich auch davon profitieren, wenn z.B. von der Proviantversorgung mehr für ihn abfiel oder bei der Unterbringung.
          Zuletzt geändert von Gunter; 19.02.2007, 10:13.

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          • #6
            hallo. habe das buch jetzt komplet gelesen.Finde an der schreibweise erkennt man, das es ein einfacher Mann war.Man erfährt viel aus dem Leben der damaligen Zeit. Soldat sein ,Gefangenschaft und aus dem Leben in einem kleinem Ort. Zum Thema .Bursche meine ich das es sich um eine Materielle verbindung handelte, die er als Dienststellung als Quartiermacher hatte. Habe sonst auch noch nicht gelesen das ein Unteroffizier einen Burschen hatte.War am Montag an einen Ort der im Buch erwähnt wird Pietzpuhl. War damals ein Übungsplatz. An einen anderen Ort aus dem Buch wohne ich ja. Burg. gruss kalle

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            • #7
              Pickert

              Angeregt durch die positive Darstellung des Werkes, habe ich mir den Pickert auch zugelegt.

              Den Herausgebern gebührt aus meiner Sicht ein besonderer Dank, dass sie die historische Handschrift nicht nachträglich in Orthographie oder Grammatik angepasst haben, sondern wenn Anpassungen notwendig waren, diese sehr behutsam anbrachten.
              Für Leser, die sich mit der napoleonischen Zeitspanne nicht auskennen wurden zusätzlich diverse Ausdrücke als Fußnote übersetzt.

              Aus meiner Sicht ein uneingeschränkt empfehlenswertes Werk. Eine Rezension findet ihr bei EPOCHE NAPOLEON.

              Von der Französischen Revolution bis Waterloo

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              • #8
                Hab jetzt bei Theodor v. Dolffs, Escadron-Dienst, S. 58 gefunden, daß 1842 den Wachtmeistern, Port'epee-Fähnrichen, Unterofficieren, auf Beförderung dienenden Trompetern und den Escadron-Chirurgen gestattet war, sich einen Mann zur Aufwartung und zum Putzen der Pferde und des Sattelzeuges zu wählen. Höhe der Vergütung und Umfang der Tätigkeit richteten sich nach dem Herkommen im Regiment.

                In der Regel wurde das Pferd des Unteroffiziers ja abwechselnd von den Mannschaften seines Beritts geputzt (ebd. S. 38).

                Ich denke, daß sich das auf frühere Zeiten zurückprojizieren läßt.

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                • #9
                  ups...das hab ich noch nicht...
                  Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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