Schlacht an der Beresina
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Buch soll nun früher kommen. Hatte ich gar nicht erwähnt, ich habe auch "The Battle of the Berezina" bestellt. Kam heute. Nach kurzem Durchblättern, ich bin einfach nur begeistert. Manko: 837 Literaturhinweise, die am Ende angesiedelt sind, anstatt auf der jeweiligen Seite, also mal wieder wahnsinniges Hin- und Herblättern.
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Danke, dann bleibt mir nichts anderes übrig als die vier Wochen zu warten.
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Auf S. 75 ist das bestimmt nicht. In einem eigenen Kapitel werden mehrere Tabellen zu dem Thema gebracht, das kann man hier garnicht darstellen.
Grüße
Gunter
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Gestern habe ich bei thalia das Buch "Battle of Borodino" bestellt. Voraussichtliche Versandzeit ein bis zwei Wochen. Gerade kommt eine Mail, versandbereit in vier Wochen
. Bei Lieven habe ich gelesen, dass Mikaberidze zu den unterschiedlichen Verlustzahlen zur Schlacht von Borodino eine Tabelle im Buch hat, laut Lieven Seite 75. Kann mir jemand dazu vorab ein paar Informationen geben?
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Naja, es gibt schon recht deutliche Schilderungen. Ich erinnere mich da an einen französischen Offizier, der sein Bett mit einer Kriegerwitwe geteilt hat, oder vielmehr er hat ihr Bett mit ihr geteilt.Zitat von Gunter Beitrag anzeigenMeinst du, die Massen von Männern erfüllten ihre patriotische Pflicht in aller Keuschheit? Logisch ist nur, dass sie ihr vor- und nebeneheliches Sexulleben ja wohl kaum in Publikationen ausgebreitet hätten. Die Memoiren entsprachen den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Liest man bei den Schilderungen zwischen den Zeilen, so kann sich ein ganz anderes Bild ergeben. Auffällig sind z.B. die Unterschiede in der Darstellung der Beziehung zu heiratsfähigen Damen und "Sonstigen".
Grüße
Gunter
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Wo? Das könnte ich mir schon leisten. Bisher habe ich nur wesentlich teurere Versionen gefunden. Ich habe bei ZVAB geschaut, aber ich muss da wohl regelmässiger gucken. Naja, mein Geburtstag ist auch nicht mehr so lange hin, Sohn und Schwiegertochter kinderlose (hoffentlich nicht mehr lange) DoppelverdienerZitat von Harper Beitrag anzeigenDann ist es tatsächlich recht viel. Für "The battle of Borodino" habe ich zuletzt 16,48 Euro und für "The battle of the Berezina" 24,90 Euro - jeweils zuzüglich Versand - bezahlt.
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Dann ist es tatsächlich recht viel. Für "The battle of Borodino" habe ich zuletzt 16,48 Euro und für "The battle of the Berezina" 24,90 Euro - jeweils zuzüglich Versand - bezahlt.Zitat von KDF10 Beitrag anzeigenTeuer ist relativ. Für mich sind sie teuer. Nach 42 Berufsjahren bekomme ich vom Arbeitsamt neben meinen Mietkosten EUR 14,70 im Monat und eine Hinterbliebenenrente von der Rentenversicherung in Höhe von EUR 397,00 monatlich. Für einen Job bin ich zu alt, für die Rente zu jung.
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Teuer ist relativ. Für mich sind sie teuer. Nach 42 Berufsjahren bekomme ich vom Arbeitsamt neben meinen Mietkosten EUR 14,70 im Monat und eine Hinterbliebenenrente von der Rentenversicherung in Höhe von EUR 397,00 monatlich. Für einen Job bin ich zu alt, für die Rente zu jung.
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Mikaberidze sollte man auf keinen Fall zurückstellen - so teuere sind seine Werke auch nicht.
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Meinst du, die Massen von Männern erfüllten ihre patriotische Pflicht in aller Keuschheit? Logisch ist nur, dass sie ihr vor- und nebeneheliches Sexulleben ja wohl kaum in Publikationen ausgebreitet hätten. Die Memoiren entsprachen den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Liest man bei den Schilderungen zwischen den Zeilen, so kann sich ein ganz anderes Bild ergeben. Auffällig sind z.B. die Unterschiede in der Darstellung der Beziehung zu heiratsfähigen Damen und "Sonstigen".Zitat von KDF10 Beitrag anzeigenDas Thema Amouren (steigert die Auflage) muss man nicht überbewerten, so viele waren es nicht und eigentlich kommen die auch in vielen deutschen Tagebüchern vor, allerdings nicht im Titel. Entsprechend den Sitten der damaligen Zeit, "no sex before marriage", ist das auch eher platonisch.
Grüße
Gunter
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Es ist eines der wenigen russischen Tagebücher, die in deutscher Übersetzung erschien. Ja, es ist ernst zu nehmen, weil es sehr gut die Stimmung junger russischer Offiziere schildert. Das Thema Amouren (steigert die Auflage) muss man nicht überbewerten, so viele waren es nicht und eigentlich kommen die auch in vielen deutschen Tagebüchern vor, allerdings nicht im Titel. Entsprechend den Sitten der damaligen Zeit, "no sex before marriage", ist das auch eher platonisch.Zuletzt geändert von KDF10; 03.08.2012, 15:57.
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Üxküll
Handelt es sich um "Armeen und Amouren: Ein Tagebuch aus napoleon. Zeit"? Ist das als Quelle ernstzunehmen?
Ich frage, weil ich beim Googeln folgende Rezension gefunden habe: "Der junge Ordonnanzoffizier Boris Uxkull, romantisch, naturliebend und von erotischen Abenteuern verfolgt, die denen Casanovas kaum nachstehen, notiert mit scharfer Beobachtungsgabe und galantem Witz seine Eindrücke und Erlebnisse aus der Zeit Napoleons I., einer Epoche voller Tapferkeit, Lebenslust und Leidenschaften." - Oh là là!
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Ja, aber Lieven erklärt auch das Problem. Er hat sein Buch nur schreiben können, weil er ein zweijähriges Forschungsstipendium bekommen hat, was ihm sechs Reisen nach Russland ermöglichte. Hier im Forum gibt es auch Historiker, die Bücher veröffentlichen, aber von sowas nur träumen können. Fehlerfrei ist Lieven auch nicht, aber wohl sicher das beste Buch, das aktuell in deutscher Sprache die russische Seite darstellt. Mikaberidze musste ich erst einmal zurückstellen, aus finanziellen Gründen. Dafür habe ich bei ZVAB zugeschlagen und mir ein paar Bücher bestellt, die ich bisher nur aus der hiesigen Bücherei kannte. Presser kam gestern - Taschenbuch, guter Zustand, Preis EUR 1,74. Versandkosten EUR 1,85
. Heute kam Uexküll und nun warte ich noch auf Palmer: "Napoleon in Russland" zum (im Vergleich zu Presser) horrenden Preis von EUR 5,50
.
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Richtig
Lieven beschreibt ja in seiner Einleitung sehr schön, warum die russischen Quellen und die russische Interpretation der Vorgänge im Westen so wenig Interesse findet.Zitat von HKDW Beitrag anzeigenIch glaub nicht dass es die Bücher auf Deutsch geben wird, das Interesse für seine Übersetzungen der russ. memoiren in Englisch ist auch sehr bescheiden, obwohl es auch books on demand und dementsprechen preiswert sind.
Das Gute and Mikaberidse und Lieven ist, daß sie die russische Sprache und die Mentalität (inklusive der Geschichtsauffassung) kennen und verstehen, aber weder in der russischen noch der westlichen Sichtweise gefangen sind. Das ist sehr wertvoll. Man steckt ja häufig in den Auffassungen, in die man hineingeboren wurde und leht andere Ansätze ab, wenn man damit ohne Vorbereitung konfrontiert wird.
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