Als nun Napoleon bei Leipzig geschlagen war, arbeiteten jene in Amsterdam, Haag, Rotterdam Zwolle u. a. a. O. an der Wiederherstellung des Hauses Oranien mit souveräner Gewalt, unter einer freien Verfassung. Wilhelm Friedrich, davon unterrichtet, begab sich nach England, um mit der brittischen Regierung Maßregeln wegen Unterstützung der Niederländer zu verabreden. Hierauf brach, als die Sieger von Leipzig den Gränzen Hollands nahten, den Aufstand des Volks in Amsterdam aus (d. 15. und 16. Novbr.); und mitten unter französischen Kriegshaufen erklärte sich den 17ten auch der Haag für den Prinzen, in dessen Namen der Graf Limburg Stirum an die Spitze der Zwischenregierung trat. Auf die davon erhaltene Kunde schiffte sich der Fürst ein, und landete den 29sten Novbr. bei Scheveningen. Das Volk begrüßte ihn mit Jubel als seinen souveränen Fürsten, und Amsterdam, wo der Fürst den 1sten Decbr. einzog machte diesen Beschluß feierlich kund. Aber noch waren 23 feste Plätze in den Händen der Franzosen, die bei Utrecht im Lager standen. Allein bald befreiten die Bundesheere das Land. Wilhelm Friedrich beschleunigte die Bewaffnung des niederländischen Volks, und übertrug einer Commission die Entwerfung eines Verfassungsgesetzes, das den 29sten März 1814 von den Abgeordneten des Volks angenommen und darauf von dem Fürsten beschworen wurde. Auch seine deutschen Erbländer hatte er schon vor Ende des J. 1813 wieder in Besitz genommen. Darauf sprach der Wiener Congreß die Vereinigung Belgiens und Lüttichs mit den vereinigten Niederlanden als ein Königreich aus, und der Fürst wurde unter dem Namen Wilhelm I. zum König der Niederlande und zum Großherzog von Luxemburg den 16ten März 1815 im Haag ausgerufen.
Wilhelm I. (Niederlande) | Von Bastille bis Waterloo. Wiki | Fandom
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