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merkwürdiger Schaft an Modell 1777 ???

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  • merkwürdiger Schaft an Modell 1777 ???

    Hallo alle zusammen!
    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Nun hab ich mir endlich einen Traum erfüllt und eine einigermaßen Französische Steinschlossmuskete bekommen. Sie wirft mir aber einige Fragen auf je länger ich sie mir anschaue. Bekommen hab ich sie als „jagdlich abgeändertes Modell 1777,der Hahn stammt von einem früheren Modell“ als Beschriftung der schlossplatte ist „Maubeuge Manuf. …. (wahrscheinlich Imp.) kann man nicht so genau erkennen. Abnahmestempel ist auf Schloss ein M und auf dem Lauf ist das M mit einem Kreis rum gestempelt, ähnlich wie ein @.Hinten auf der schlossgegenplatte steht NR und am Laufhaltering ein F oder könnte auch ein J sein. sitzt ziemlich locker .Nun sieht mir der Schaft nicht unbedingt gekürzt aus und die Federn der Bänder zeigen in Richtung des Schlosses was ja eigentlich nach vorn war beim M1777.an der vorderen Feder scheint ein kleines stück Holz eingesetzt zu sein .Außerdem weist er im im Laufbett eine Aussparung mit dem dazugehörigen loch für einen Dorn außen auf.Am Lauf befindet sich aber keine Öse dafür. Könnte wohl ein Schaft von einem Karabiner sein aber Welcher? Sieht eigentlich aus wie für die M1777 die Beschläge und das Schloss passen nur der lauf scheint mir nicht so 100 prozentig dazugehörig obwohl das Schloss ja auch M1777 ist. Die Schaftkappe fehlt. Wenn man nun wüsste was das so alles im allen ist, könnte ich schauen ob ich da noch Teile bekommen könnte. Vielleicht kann mir ja jemand etwas dazu sagen … Gesamtlänge Schaft 95cm gesamt 135 cm Lauflänge 97cm.Falls mir jemand ein paar Tips geben könnte,währe ich sehr dankbar.

    Grüße Claus69
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  • #2
    Andere Bilder

    Ich hab nochmal die Fläche der fehlenden Schaftkappe nachgemessen,hoch ist sie 10,3cm und breit 4,9cm.Am oberen knick so 4 cm.Die obere Bohrung ist 2,8 cm vom Rand weg (mitte) und die hinten ist 4,2 cm von unten.(auch mitte).Wenn man so sucht im Netz findet man immer mal eine m1777 wo die federn nach hinten zeigen.So auch das Exemplar aus dem Waffenmuseum Suhl.Die vordere Feder könnte ja nachgearbeitet sein,was auch das eingesetzte kleine Holzstück erklären könnte?. Leider kann ich den Schaft Stempel nicht entziffern und das hilfreiche innere fehlt.Der Lauf ist sicherlich gekürzt und im Kaliber 69
    Hmm Die Hier nochmal der Schaft etwas genauer....
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    Zuletzt geändert von Claus69; 03.04.2012, 13:43.

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    • #3
      muskete

      mmmm....hallo claus,...ich frage mich immer wieder ! warum kaufen leute etwas(mögl.billig)u. wissen gar nicht was sie kaufen ? u.lassen lieber anderen recherchieren in der hoffnung das sich der bewusste gegenstand
      als schnäpchen entpuppt,den man dann mit dem bewusten hintergrund-
      wissen natürlich auch wieder teurer verkaufen kann als man erworben hat.
      fasse das bitte nicht als kritik dir gegen..über auf !glaub mir du stehst in diesen punkt nicht alleine da ;-)
      aber anderen reenactors helfen,einen raten u.tips geben mach ich trotz meiner standpauke gerne(sehe darüber hinweg u.denk..der meint es gut
      zu mir !) also.: ferndiagnosen was der bestimmung von antiken gegen-
      ständen(hier eine muskete)ist immer nicht einfach..bilder sind nicht aussa-
      gekräftig uzw.aber in deinen fall ist es in gewissen punkten nicht all..zu-
      schwehr : ein musketon kannst du ausschließen..das war anders geschäf-
      tet,der hahn ist mit sicherheit von einer brown bess o.anders modell..aber
      kein französisches !das letze franz.modell mit schwanenhalshahn war das
      mle 1754 u.dieser hahn sieht anders aus(auch bei den vorigen modellen)
      bei dein modell AN IX handelt es sich um das 1er modell !was halt aus ir-
      gent ein grund umgebaut wurde(damit es leichter wurde zb.vogelflinte)
      der stempel auf den kolben ist das sogen.marquages de cosse(hersteller-
      marke)...wenn deine sammelleidenschaft nun geweckt ist..dann kann ich dir nur raten...schaffe dir einen kleinen unterlagenfundus über das sammel-
      gebiet,..das macht dich schlauer ..bewahrt dich vor fehlkäufen u.bösen überraschungen u.!es macht dich sicherer.
      willst du das gewehr so belassen o.restaurieren ?

      viele grüße u.frohes sammeln

      le tabac

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      • #4
        Vielen Dank schon mal le tabac.
        Also Rechtgeben muss ich dir mit dem vorher recherchieren aber es blieb nicht viel Zeit zum überlegen da Internetauktion. Sorry!Nun wollte ich halt unbedingt so ein Teil haben aber was so zu haben war beim Händler war nicht so drin (die Damen halt).Also hat ich mir ein Original schon fast abgeschminkt…und wieder mal auf Repliken geschaut die ich bisher nur habe , und da gesehen und Zack! Große Freude selbst bei der Dame des Hauses… Und nun entwickelt sich das nun und von allein Reden will die M1777 nicht…. Aber Verkaufen niemals !!!.Wenn ich dazu mal zufällig ein paar Teile bekomme, werd ich sie nach und nach herrichten.Danke für deinen Tipp mit dem 1er modell, da kann ich dran anknüpfen…
        Ich werde es nach und nach restaurieren so wie ich Ratschläge und Teile bekomme.Sind ja auch ein paar Holzwurmlöcher im Schaft.Da muss ich mich erst belesen um alles soweit richtig zu machen.
        Grüße Claus69
        Zuletzt geändert von Claus69; 03.04.2012, 16:38.

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        • #5
          muskete

          nun ja...,ich weiß ja nicht was du unter herrichten verstehst ?
          den urzustand wirst du nicht mehr herrichten können(bzw.ist nur mit gro-
          ßen aufwand möglich)aber herrichten bzw.den ist-zustand zu..verbessern
          das ist kein problem(also den entsprechenden hahn u.eine schaftkappe,...
          die wurmlöcher zuschließen,holz u.eisenteile aufzuarbeiten das ist kein
          problem)damit konsevierst,erhälst u.steigerst auch indirekt den wert des
          stückes(nicht zuvergessen:du lernst auch dazu u.es bereitet auch freude
          ein selbst aufgearbeitet stück in den händen zu..halten ! )....
          reden mit der muskete ? dann mußt du sie zum reden bringen..ist ja alles da ! steht ja alles drauf ! abnahme stempel(poicons),maße uzw.das gute
          an diesen zum reden bringen ist..das damals bei der franz.waffenmanufac-
          turen alles genormt war !u.daran kann man vieles ableiten wenn wie bei deinen bsp. das gewehr umgearbeitet wurde.ob es ein gewehr für grena-
          diere o.voltigeure war u.u.u.,natürlich ist es arbeit aber sie macht bei kal-
          ten tagen genauso spass wie bei schönen wetter ein gutes event !
          die genaue bezeichnung der muskete wäre..modele 1777 corrige AN IX.
          auf der schaftmarke (stempel)was ist da genau noch sichtbar ?sind o.ist
          noch eine zahl vorhanden ?
          gruß le tabac

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          • #6
            Also da kann man (oder zumindest ich )nichts so richtiges erkennen.?Dachte das bei der AN9 dies auch auf der Laufwurzel steht,war so zumindest einiges zu finden.Hat vielleicht was mit Modell 1 zu tun? Ich will auf der Gravierung der Schlossplatte auch nicht zu sehr rumpolieren um den Herstellerschriftzug nicht noch weiter „wegzureinigen“.Die Batterie ist am meisten angegriffen aber sie soll auch gebraucht aussehen. Außen werde ich sie aber mit etwas Mühe hinbekommen.Ich werde wohl nicht auf Pedersoliteile zurückgreifen sondern versuchen Orginalteile zu bekommen. Auch Ladestock, vorderes Band usw, kann man sich ja mal dazu legen. Vielleicht hat ja jemand noch so ein Hahn oder eine Schaftkappe im Fundus und würde sie mir eventuell abtreten. Bitte melden! Wüsste jetzt nicht wo ich so etwas her bekommen sollte aber wer sucht wird ja irgendwann auch bekanntlich fündig…Ab und an ist so etwas auch bei ebay zu haben, dann aber meist ohne Größen Angabe. Na ich schau mal was geht. Alles im allen eine schöne Sache die viel Freude bereitet.So solle es auch sein!!!
            Viele grüße Claus69
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            Zuletzt geändert von Claus69; 04.04.2012, 09:28.

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            • #7
              muskete

              wie gesagt ..alles steht drauf..,man muß es nur lesen bzw.bestimmen kön-
              nen u.das ist bei französischen waffen in der regel kein problem....
              der stempel bzw.die eingeschlagene marke auf dem kolben ist die general o.abnahmemarke der waffe(heute würde man sie als güte bzw.qualitäts-
              marke nennen)das die waffe alle standarts..anforderungen für der sie ge-
              schaffen ist entspricht,sie weist aus das..herstellungsjahr,den kontroleur,
              den inspecteur u.wo die waffe hergestellt wurde(der holzpropfen der in der
              marke eingesetzt wurde fehlt leider(marque en avant de la lumiere)
              beim lauf ist es nicht anders fabrications,conroleuer,inspecteur..u.die disti-
              netion (welches modell es ist) ist alles vorhanden.wie lange o.bis wann das
              erste modell gebaut worden ist müsste ich erst noch rausfinden den der lauf ist von einen 1812/13 gewehr,..er könnte, da ja alles baugleich war ausgetauscht worden sein(aber das liegt alles im bereich von specula-
              tionen)(wie gesagt der lauf ist auch von einer corrige)

              gruß le tabac

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              • #8
                Danke Le Tabac. Hab schon mal das schloss poliert,einfach ein schmuckes Steinschloss isses.
                Grüße Claus69

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                • #9
                  Hallo Claus, besorg dir einen Fundus an Fachliteratur, diese (Gute) kostet zwar eine Kleinigkeit bewahrt dich aber meistens von Fehlkäufen.
                  Da solche Waffen nicht gerade billig sind lohnt sich diese Anschaffung auf alle Fälle.
                  Ich kann aus Erfahrung sprechen denn mir ist es auch so ähnlich gegangen.
                  Bei le tabac bist du in den besten Händen, er hat auch mir schon einige male weitergeholfen.
                  Lg
                  Josef

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                  • #10
                    Hallo Josef!
                    Das ich in den besten Händen bin hab ich natürlich schon mitbekommen!!! Mit einem Fundus ist richtig.Ich hab einige Bücher da,die sind aber für solche specialsachen zu allgemein und doch mehr bilderbuch als fachliteratur.Aber da dies mein erstes Orginal ist,würde ich mich mal noch nicht unbedingt als sammler sehen.Ich werde natürlich an einem Buch über solche Sachen nicht "vorbeilaufen".
                    Grüße Claus69

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                    • #11
                      Richtige Schaftkappe?

                      Hmm,bin gerad mal wieder etwas ratlos...Könnte das die richtige Schaftkappe sein? Beschreibung lautet: Danke schonmal Plaque de couche fusil An 9 1816 ou 1822 en fer

                      Grüße Claus69

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                      • #12
                        schaftkappe

                        die kolbenboden/maße ist der( von den 16 u.22 baumuster) das gleiche wie bei der 77corrige(die unterschiede von den modellen lag im schloss)
                        ....fotogr.doch bitte einmal den kolbenboden u.die draufsicht dessen u.stell die bilder hier rein ..(ich bin mir nicht ganz sicher)wenn ich recht
                        gesehen habe ist der kolben gekürzt worden,...nun ich möchte mich nur
                        vergewissern.
                        gruß le tabac

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                        • #13
                          Hach le tabac,das kann ich ja garnicht wieder gut machen......
                          Angehängte Dateien
                          Zuletzt geändert von Claus69; 17.04.2012, 19:48.

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                          • #14
                            kolben

                            die kolbenplatte war oberhalb des kolben bündig eingelassen so das es in eine glatte fläche bildet,die kolbenplatte war nur am kolbenende ange-
                            stoßen.das musst du nun anpassen (mögl.genau),du hast dabei 2 +1 op-
                            tion !
                            1-du passt die kolbenplatte an den kolben an,dabei musst du den rand des
                            eisens der..garantiert an einer o.mehreren seiten überstehen wird den kol-
                            ben anpassen(also passend angleichen),natürlich muß oberhalb des kolben
                            das eisen eingelassen werden.
                            2-du fütterst mit dem holz aus dem der schaft besteht den kolben wieder
                            aus,also..du baust das holz..die fehlenden stellen wieder auf u.gleichst es
                            mit den ursprünglichen maßen der passenden bzw.orig.kolbenplatten an.
                            (dabei mußt du den farbunterschiede zw.den neu ergänzten mit den alten
                            holz angleichen,wenn du das richtig machst kann mann das so angleichen
                            das man den unterschied nicht mehr sieht)u.verkittung der wurmlöcher.
                            3-option ist du lässt das gewehr so wie es ist...als du belässt es beim säubern ..reinigen..u.der schätlingsbekämpfung des kolbens..diese schäd-
                            lingsbekämpfung o.nenne es vorsorge würde ich in allen drei punkten immer
                            einbeziehen(u.da kann mann etliches anwenden zb.vergasen lassen so das
                            im jeden fall holzschädlingen die ev.?noch vorhanden sein können?abge-
                            tötet werden,..vergasen ist das schonenste)
                            gruß u.frohes schaffen ;-)
                            le tabac

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                            • #15
                              kolbenplatte

                              ps.: das gute ist,das bei den franzosen schon damals alle teile standarti-
                              siert u.genormt waren..auch die bohrlöcher des schafteisens !bei den mo-
                              dellen der corrige..1816..u.der 1822 war das gleich..,also halte doch das
                              kolbeneisen passend über der bodenbohrung der verschraubung an..dann
                              siehst du sofort wo etwas fehlt bzw.die stellen (u.stärken)die entfernt bzw. die am holz entfernt/abgetragen wurden,die dann halt wieder wie be-
                              schrieben geg.falls wieder aufgebaut werden müssen. aber egal für welche
                              der drei optionen du dich entscheidest ist es immer eine persönliche er-
                              messensfrage des besitzers,auf alle fälle sollte man bei der wahl der ersten
                              beiden optionen immer etwas handwerkliches geschick u.das recht werk-
                              zeug haben um eine saubere arbeit zu..erzielen !

                              willst du es aber ganz genau sein...dann müsstest du nach einer 1777cor-
                              rige-bodenplatte suchen,also keine 16/22er(obwohl es gleich ist),denn ein
                              guter restaurator würde in der regel immer versuchen ein bauteil aus der
                              herstellungszeit der muskete zu bekommen(nur wenn er das nicht bekommt
                              wäre die letzt option eine 16/22 anzubringen)

                              gruß le tabac

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