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sächs. Eskorte für frz. Pontons?

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  • sächs. Eskorte für frz. Pontons?

    Beim Symposium am 16.10. in der Alten Börse zu Leipzig führte Kevin Zucker einen interessanten Gedanken aus: Danach wurde bei Leipzig nur 1 Straße (= Rückzugsstraße) mit Brücken versehen, weil die hierzu nötigen Brückengerätschaften (Pontons, Handwerker etc.) unter General Durrieu (?) noch in Torgau standen unter Bedeckung am 16./17.10. erst im Anmarsch waren, sich wohl am 18.10. Leipzig näherten, um dann wieder nach Torgau zurückzukehren.
    Unter der Bedeckung sollen auch sächsische Truppen gewesen sein.
    Die Stärkeentwicklung der sächsischen Truppen zwischen dem 14. – 17.10.1813 gibt eine derartige Bedeckung durchaus her, allerdings ist in keinem mir bekannten Werk bisher einer solchen Bedeckung im Bezug auf die Sachsen Erwähnung geschehen.
    Hat von Euch jemand hierzu Hinweise gefunden und wenn ja, wo?
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  • #2
    Zusätzliche Brücken in Leipzig

    Zur sächsischen Bedeckung kann ich nichts beitragen, vielleicht aber zur Brückenfrage. Ich konnte Kevin Zucker in seiner Argumentation nicht folgen. Nach meiner Erinnerung hat schon Aster die Frage untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass es 1. im Leipziger Bauhof genug Holz gab und 2. mehr als genug tüchtige Zimmerleute u.ä. dem Leipziger Rat zur Verfügung standen (und damit Napoleon). An der Beresina hatte N. weitaus weniger Ressourcen inkl. Zeit und hat doch 2 Kriegsbrücken in kürzester Frist schlagen können...

    Gruß, Tom

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    • #3
      An die Beresina musste ich auch denken. Da hatte Napoleon seine vorhandenen Pontons sogar vorher verbrennen lassen, trotzdem wurden dann vor Ort 2 Brücken errichtet, ohne dass da die Ressourcen einer größeren Stadt zur Verfügung gestanden hätten. Kevin Zucker hat da wohl ein wenig dramatisiert, zumal sich nicht für jeden Übergangsplatz Pontons eignen.

      Grüße

      Gunter

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      • #4
        Die Elster und Pleiße sind zudem nicht die Beresina. Das Problem waren nicht die Breite der damals bereits in diesem Stadtabschnitt kanalisierten Flüsse, sondern ihre Tiefe aufgrund des Regens. Von ihrer Breite her hätten sie auch ohen Pontons überwunden werden können. Die Frage ist, und ich bin da kein Ingenieur, ob aufgrund des starken Regenfalls und der höheren Fließgeschwindigkeit solche Brückenbauten schwer durchführbar waren. Ich kann es mir nicht vorstellen, weil die Franzosen auch in gefährlicheren Gewässern hervorragende Brücken gebaut haben.

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        • #5
          Aster

          Hier auf die Schnelle eine Fundstelle bei Aster, glaube, es gibt noch mehr zu dem Thema:
          http://books.google.de/books?id=Y4lJAAAAYAAJ&pg=PA67

          Gruß, Tom

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          • #6
            Das Problem mit Elster und Pleiße war vielleicht auch die Tiefe, aber auf alle Fälle die Fließgeschwindigkeit und ganz besonders die steilen lehmigen Ufer. Da kommt man schon bei Normalwasser einfach nicht hoch.
            Es herrscht, denke ich, Einvernehmen, dass – wenn die Franzosen hätten Brücken bauen wollen - die Franzosen hätten Brücken bauen können.
            Das beantwortet meine Frage nach der Eskorte aber nicht. Das Bataillon Low und die Grenadier-Kompanie des Regiments Steindel waren es jedenfalls nicht.
            Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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