sächsische Schützen-Reglements 1804 und 1810

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  • Da Capo
    Erfahrener Benutzer
    Adjudant
    • 23.10.2006
    • 836

    sächsische Schützen-Reglements 1804 und 1810

    Innerhalb der nächsten 14 Tage werden meine beiden neusten Werke (die ersten über books on demand) erscheinen.
    Es handelt sich dabei um die beiden leichten Infanterie-Reglements für die sächsische Infanterie:
    Unterricht für die Scharfschützen bey der Churfürstlich Sächsischen Infanterie vom Jahre 1804 (für die gesamte Infanterie bis mind. 1813 gültig)
    und
    Reglement für die Königlich Sächsische leichte Infanterie zu den Uebungen außer der geschlossenen Ordnung vom Jahre 1810

    Es sind die originalgetreuen Wiedergaben einer handschriftlichen Kopie (für 18104) bzw. des gedruckten Werkes (für 1810) in lateinischer Schrift mit allen Noten für die Hornsignale.

    Wer Interesse hat, kann mir gern eine PN schicken. Die Ausführung ist in Paperback und kostet jeweils EUR 9,90 + Versand. Wer beide Hefte zusammen erwerben möchte, zahlt EUR 17,00 + Versand.

    Die Auslieferung erfolgt, sobald die Bücher bei mir eintreffen.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.
  • Sans-Souci
    Erfahrener Benutzer
    Major
    • 01.10.2006
    • 1875

    #2
    Hab beide Heftchen bekommen, beide Vorschriften sind sehr klar und präzise abgefaßt, wie es sein muß.

    Interessant ist, daß die meisten Flügelhornsignale von 1804 im (oder bis zum ?) Jahre 1810 wieder geändert worden sind. Ich kann leider nicht beurteilen, ob die Signale 1810 besser zu unterscheiden waren, oder dem, der das Reglement von 1810 schrieb, einfach nur besser gefallen haben ...

    Ist von dem gedruckten 1804er Unterricht für die Scharfschützen kein Exemplar mehr vorhanden/aufindbar, so daß Du auf die handschriftliche Kopie zurückgreifen mußtest ?

    Kommentar

    • Da Capo
      Erfahrener Benutzer
      Adjudant
      • 23.10.2006
      • 836

      #3
      Hallo Oli,

      Deiner Frage liegt sicher die Annahme zugrunde, dass 1810 die Regimentsschützen in den leichten Regimentern aufgegangen sind. Dem war aber nicht so. Zwar haben die Regimenter ihre Schützen zur Bildung der leichten Infanterie abgegeben, aber neue Schützen herausgezogen.
      Alle sächsischen Infanterie-Regimenter – auch die leichten – hatten nach 1810 Regimentsschützen, die nach dem Reglement von 1804 exerzierten. Das ist ja das Spannende, dass es nach 1810 zwei gültige Schützenreglements – eins für die Schützen der leichten Infanterie und eins für die Regimentsschützen der gesamten Infanterie - gab.
      Daher sind die Signale von 1804 im Jahre 1810 nicht geändert worden, die von 1810 sind zusätzlich und neu.

      Eine gedruckte Version hat sich bisher nicht auffinden lassen, die handschriftliche Version war da ein echter Glückstreffer.
      Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

      Kommentar

      • corporal
        Erfahrener Benutzer
        Tambour-Major
        • 25.04.2007
        • 306

        #4
        Ist eine uniformkundliche Frage in der Literatur-Kolumne erlaubt?

        Gab es bei diesen "neuen" Schützen der Linieninfanterie auch Besonderheiten der Adjustierung und Bewaffnung (bis 1806 war ersteres ja der grüne Busch am Hut)?

        Kommentar

        • Da Capo
          Erfahrener Benutzer
          Adjudant
          • 23.10.2006
          • 836

          #5
          Die Schützen führten wohl grüne Ponpons und grüne Quasten unter dem Stoßleder der Pallasche resp. Grenadier-Säbel.
          Die leichte Infanterie erhielt zum 01.05.1810 eiförmige Wollponpons in den Kompaniefarben (1.weiß, 2.gelb, 3.rot, 4.blau, das 2.Bon ebenso nur mit einer weißen Umrandung). Ich gehe davon aus, dass dies bei der ganzen Infanterie Gültigkeit hatte. Damit war grün für die Schützen frei. Ob sie nun auch grüne Behänge oder ob die Musketier-Schützen weiße und die Grenadier-Schützen rote Behänge trugen, weiß ich nicht.
          Evtl. trugen aber die Schützen auch das Kompanieponpon und nur nur die grüne Quaste unter dem Stoßleder, oder aber auch umgekehrt.
          Mit einem Wort – nichts genaues weiß man nicht!.
          Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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