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Thema: Obenrum oder untenrum?

  1. #1
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    Standard Obenrum oder untenrum?

    Das preuß. General-Gouvernement war 1815 für die Mobilisierung der sächsischen Landwehr zuständig. Die unter dem russischen General-Gouvernement eingeführte Uniform (blaue zweireihige Röcke mit rotem Kragen und farbigen Achselklappen) wurde beibehalten, die Gradauszeichnung der Unteroffiziere aber nicht. Unter den Russen war das bayerische System (verschiedene Anzahl von Litzen auf dem Kragen) eingeführt worden. Die Preußen änderten die Gradauszeichnungen dahin ab, dass die Unteroffiziere verschieden breite Borten um den Kragen erhielten.
    Worauf nicht eingegangen wird, ist die Frage: Ging die Borte oben oder unten um den Kragen?
    Hier bin ich für einen Tip der Preußenkenner äußerst dankbar.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  2. #2
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    Ab 1815 gingen bei Preußens die Litzen (nach russischem Vorbild) obenrum.

    Jörg
    The light at the end of the tunnel
    is from an oncoming train.

  3. #3
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    Das richtet sich nach dem Kragen - offener Kragen - Litzen unten, geschlossener Litzen oben.

    Nur welcher Kragen wurde 1815 getragen - da gab es wohl noch beide Varianten

  4. #4
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Zitat Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
    Das richtet sich nach dem Kragen - offener Kragen - Litzen unten, geschlossener Litzen oben.
    Ist das wirklich so einfach? Bei den Russen wurden die Unteroffizierstressen bereits vor dem Aufkommen der geschlossenen Kragen oben herum getragen. Welchem Vorbild folgten denn nun die Sachsen? Hatten die Preußen unterschiedlich breite Borten?

    Grüße

    Gunter

  5. #5
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    Ist das wirklich so einfach?

    Ja, ist es.
    Schlesisches Grenadier-Bataillon

  6. #6
    Avatar von Gunter
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    Lieber Martin,
    nach meinen Erfahrungen ist es eben nicht so simpel mal eben ein Einführungsdatum zu nehmen und dann locker flockig nach Reglement das Erscheinungsbild daraus zu schließen. Außerdem geht es hier nicht um Preußen sondern um Sachsen, wo die Sache trotz diverser Vorbilder ganz anders gewesen sein kann. Das Argument "genau wie..." (bei irgendwelchen anderen Mächten) führte schon häufiger in die Irre, bei den Sachsen ganz besonders.

    Grüße

    Gunter

  7. #7
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    Ist die Annahme richtig, dass Regimentstambouren der sächsischen Armee auch Unteroffiziersrang hatten? Dann hilft vielleicht das verlinkte Bild von Finart (ich gehe davon aus, dass es nicht vor 1815 entstanden ist) weiter?

    http://cdn.royalcollection.org.uk/cd...d5d819af80.jpg

  8. #8
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    Und da gibt es noch ein interessantes Bild von Wunderlich aus dem Jahr 1839, offensichtlich eine "Kopie" nach Opitz, aber mit nachnapoleonischen Uniformen. Ich glaube, da finden sich auch einige Unteroffizierstypen (zum Vergrössern auf die einzelnen Bilder klicken):

    http://www.ebay.de/itm/Dresden-Gesam...-/271214660607

  9. #9
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    Der Kragen wird als ein etwas zurücklaufend stehender Leistenkragen beschrieben (Vorschrift vom 08.11.1813). Am Schnitt wurde auch unter Preußens nichts geändert.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  10. #10
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    @ Tellensohn

    Danke für das Einstellen der beiden Bilder.

    Der Tambourmajor der Grade trägt keine Uniform die auch nur annähernd in die Uniformierung der sächs. Armee bis 1815 passt.
    Das Bild erinnert mich eher an so etwas wie E&M "Das deutsche Bundesheer".

    Das mit den Graden der Regiments- und Bataillonstambours war nicht explizit geregelt, sie waren aber zwischen Korporal und Sergeant einzuordnen.

    Opitz hat das Bild ja in der gleichen Ausführung mit Uniformen von 1810 gefertigt, welches mit Vorsicht zu genießen ist.
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