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Anblick und Tätigkeiten nach der Schlacht

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  • #61
    Die Franzosen waren (nebst den Belgiern) mehrheitlich Katholiken:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Konkordat_von_1801

    Der entscheidende Satz:

    "...In der Präambel wurde die katholische Religion als die „der großen Mehrheit der französischen Bürger“ bezeichnet,..."

    Dass das Konkordat das Verhältnis zur katholischen Kirche im Sinne Napoleons regelte, spielt hier keine Rolle. Es geht allein um das Verhältnis der Mehrheit der einfachen Franzosen zur katholischen Kirche unter Napoleon. Und das war im Kern dasselbe wie vor der Revolution. Die Mehrheit bekannte sich zur katholischen Kirche.
    Zuletzt geändert von Tellensohn; 15.11.2011, 20:26.

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    • #62
      Danke Tellensohn.

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      • #63
        Ich erlaube mir mal als Neuling dieses sehr interessante Thema nochmals aus der Versenkung zu holen.

        Josef Deifel schreibt z.B. in seinem Tagebuch für den Feldzug 1809 (nach der Einnahme von Regensburg)

        "..Von Abendsberg bis Regensburg eine breite Streke ist mit Leichen übersät; Groß- und Klein Laberthall, Brükenthall, Donauthall, bis über die Naab; dann der Isar zu, bis Rothenburg und was sonst noch bey Landshut, München, Neumark und anderen Orten. Es musste jede Gemeinde aus denen K. Landgerichten wie Kellheim, Abendsberg, Mallersdorf, Riedenburg, Hemau, Regenstauf, Stadt am Hof etc. Leute herbeyschafen, damit die Leichen begraben wurden, welche auf den Feldern aus allen Zungen und Nationen, und wie auch Religionen etc. daliegen. .."


        Und vielleicht noch eine etwas andere Schilderung von Faber du Faur der dem Bestatten eine eigene Tafel (No.20) gewidmet hat. Interessant finde ich diese, da es sich nicht um eine Beerdigung aus hygenischen Gründen oder Zwang handelte, sondern vielmehr um eine Moralische, bzw. vaterländisch Verbundene Bestattung handelte.

        "31.Juli 1812"
        "..Dass dieses nicht geschehen werde, dass ein großer Teil jener Zurückgebliebenen an der Straße verschmachtet mit seinen Leibern der Großen Armee bezeichne, davon konnten nur die sich überzeugen, welche, wie es bei uns ein paar Tage lang der Fall war, in dem Abstand von einigen Märschen der Armee folgten. So trafen wir ein paar Stunden vor Beschenkowitschi unter anderen Leichen auch zwei an der Straße liegend an, die unserer leichten Infanterie gehörten, von welchen die eine noch als Strafe des Zurückbleibens das Kollett verkehrt angezogen hatte. Ein kurzer Halt, welchen unsere Abteilung hier machte, gab Gelegenheit, dieses Unglücklichen zur Erde zu bestatten. .."

        Gruß,
        Andreas

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