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preußische Mantelrolle mit Regendeckel

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  • HKDW
    antwortet
    Man - die Preußen haben echt Probleme , angestippte Patronentaschen, die sollten ja auch bei den Franzosen mit dem Martingale an einem Knopf am Rock angeknöpft sein, im Gefecht - knöpft man die einfach lose - und dann kann man die Patronentasche schon so verschieben damit man eben handlich an die Patronen herankommt.

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  • joerg.scheibe
    antwortet
    Mit dem zurechtrücken ist das auch so eine Sache, wenn die Patronentasche durch eine Strippe/Leder mit dem Säbel verbunden ist.


    Wie schon an anderer Stelle angeführt, hatte die Lederstrippe einen Knebel.
    Das könnte man so deuten, daß die Tasche im Feuergefecht losgemacht und auf die Seite geschoben wurde. Ist für einen länger dauernden Feuerkampf (Besp. Tirallement) gewiß von Vorteil.
    (Ich als Nichtausbund an Gelenkigkeit habe stets Schwierigkeiten, an meine Patronen zu kommen )

    Geknebelt saß die Patronentasche dann nur beim Marsch auf dem Arsch und hielt damit den Säbel, der bei dieser Variante nicht so gottserbärmlich um die Beine schlackert wie ungeknebelt.

    Gruß
    Jörg

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  • Cuirassier
    antwortet
    zum korrekten sitz...auch wenn das bild von 1824 ist, und der mantel sehr flach und praktischer hinter dem tornister gerollt ist...
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  • schluppkothen
    antwortet
    Notfalls nimmt man halt den Kolben.....

    Der Mantelabschluss stört keineswegs, er liegt ja neben der Patronentasche.....

    Mit dem zurechtrücken ist das auch so eine Sache, wenn die Patronentasche durch eine Strippe/Leder mit dem Säbel verbunden ist.
    Da bei Preußens die Patronen lose in die Tasche geschüttet wurden (60 Stück passen wunderbar, wie frühere Versuche ergeben haben) gibt es auch keine Probleme beim herausnehmen.
    Und man muss kein Ausbund an Gelenkigkeit sein, um jeden Winkel der P. zu erreichen. (Vorraussetzung ist natürlich der korrekte Sitz, also nicht in den Kniekehlen hängend oder zwischen den Schulterblättern)

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  • HKDW
    antwortet
    Kein Wunder dass die Preußen so oft eine auf den Sack bekommen haben
    wie kommt ihr denn an die Patronentasche, erfahrene Veteranen rücken die sehr wohl im Gefecht vor an die Seite, da kommt man dann auch sehr gut an die Patronen ran, vor allem die, die links in der Patronentasche stecken, der Mantelrollenabschluß muss doch stöhren?

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  • schluppkothen
    antwortet
    Diese Diskussion sehe ich ja jetzt erst.......

    Also, um den Regendeckel mit den Maßen von Kling um den Mantel zu bekommen, muss dieser sehr dünn gewickelt werden.
    Wie weiter oben geschrieben wurde, muss das Manteltuch sehr dünn sein.
    Da er aber sehr weit ist, hält er trotzdem warm.
    Es kommt also nicht auf die Dicke des Stoffes an , sondern auf den Schnitt.
    Wie Oli schrieb, bestimmt die Länge des Saumes die Länge der Mantelrolle.
    Unsere Mäntel sind im Saum so weit, das die Ecken mühelos noch ein Stück eingeklappt werden können, sonst wäre die Rolle sogar zu lang.( Und gibt einen sauberen Abschluß)

    So dick ist die Mantelrolle also gar nicht und lässt sich bequem tragen. Das zusammengebundene Ende liegt dann rechts auf der Hüfte. Da ist auch der einzige Ort, wo es nicht stört. Die Patronentasche soll ja auf dem Hintern sitzen und nicht wie oft gesehen an der Seite. Hinten geht die Rolle über die re. Tornisterecke, läuft an der Seite des Kochgeschirres entlang. Zeitgen. Abb. ( Baldauf) zeigen auch schon mal, das die Rolle an der re. Tornisterecke zwischen Tornister und Rücken liegt. Ich denke mal, wenn man sich die Rolle alleine überwirft, sitzt sie schon mal etwas unorthodox.

    Bei der Trageweise unter dem Tornister (wie z.B. bei den Russen) wird der Mantel gefaltet. Soll ja schön dünn werden. Trotzdem ist es unangenehm zu tragen. Wenn der Mantel unter dem Tornister getragen wird, hängt er natürlich länger herunter.

    Die Längenangabe "....bis zur Handwurzel" bezieht sich auf die umgehängte Mantelrolle ohne Tornister. Wenn die Rolle noch über den Tornister gelegt werden muss, geht das Ende wie o.a. ungefähr bis zur Hüfte

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  • HKDW
    antwortet
    Ok, muss ich mal suchen, ich hab da einen ganzen Artikel drüber geschrieben, werde ich dann hier rein stellen.

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  • Cuirassier
    antwortet
    also, der mantel sieht dann echt gruselig aus...total zerknittert...wie ich am morgen...(eigenversuch)...

    ps..@hdkw; die mausefalle...kannst du die abb. evtl hier einstellen?)
    hab keine ahnung wie die aussieht....!

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  • Bettina
    antwortet
    naja , so ein Mantel ist schon ne ganz ordentliche Menge an Stoff - selbst wenn das Wolltuch relativ dünn ist ....
    eine längere "Wurst " müsste enstehen , wenn der Mantel diagonal statt parallell zum Saum aufgewickelt wird, zB: von eine Ecke des Saumes hoch zum Kragenansatz.
    Der schräge Fadenlauf ,der sich bei dieser Methode ergäbe,hätte die zusätzlichen Effekte , dass die Rolle stabiler würde und sich besser in Form biegen liesse.

    könnt mir gut vorstellen , dass die Mäntel nach dem Entrollen einen ganz schön verknautschten Eindruck gemacht haben , vorallem der hohe Kragen .

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  • HKDW
    antwortet
    Salve
    Danke für das Bild, es sagt ja einiges aus, die Rolle endet eigentlich schon oberhalb der Hüft, mich wundert nur, dass sie nicht beim Patronentaschenöffnen behindert.

    Zur Mausefalle, das war ja ursprünglich ein Gestänge und endete später in diesen rein ledernen Batteriefutteral, in einem der alten Circulaires habe ich die Mausefalle abgebildet.

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  • Cuirassier
    antwortet
    dann gab es ja noch die ..lederne mausefalle...zum schiessen bei regen..,
    kenne aber keine abb. dazu...

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  • Sans-Souci
    antwortet
    Pfanndeckel und Regendeckel sind zwei verschiedene Dinge mit unterschiedlichen Funktionen.

    Der Pfanndeckel ist eine Art ledernes Futteral, das - trotz seines Namens - über die Batterie gestülpt wird, als Sicherungsmaßnahme gegen ein unerwünschtes Losgehen des Hahns - schlägt der Hahn mit Feuerstein nach vorne, gibt es wenigstens keine Funken.

    Der Regendeckel, ebenfalls von Leder, wird um das gesamte Schloß gewickelt und dient zum Schutz gegen Staub, Feuchtigkeit etc., zum Beispiel auf Märschen oder im Biwak.

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  • Cuirassier
    antwortet
    das problem der heutige mäntel im hobby ist ein altbekanntes...
    sie sind viel zuuuu dick, da der stoff mechanisch aufgerauht ist..
    der preuss. mantel war seinerzeit ein dünner tuchlappen, innen bis zum leib
    mit alten mantelstoff gefüttert... ein dünner mantel lässt sich leicht rollen...
    im dem neuen buch , die deutsche kavallerie 1871-1914 ist ein solcher mantel
    sehr schön abgebb.

    anbei eine abb. um 1900 , pariser weltausstellung...die figurinen sind ein mix aus original und -centenaranfertigungen...

    ps...der musketier erhält laut rippentrop einen regendeckel und einen! pfannendeckel...regendeckel also nur für mantel?
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  • Sans-Souci
    antwortet
    Wenn man den Tornister über dem Mantel trägt, muß dieser statt zu einer runden Wurst zu einer Art breitem Band zusammengelegt werden, wie man es auf den Bildern von Wolf & Jügel sieht. Willibald Alexis schildert irgendwo die Probleme bei dieser Art des Zusammenrollens, und daß es dem Mateial sehr schadete.

    Die französischen Offiziere trugen natürlich nicht das Mannschaftsbekleidungsstück "Capote", sondern eigene Mäntel, die dann auch weiter geschnitten sein konnten, wie die preußischen und russischen Infanterie-Mäntel.

    Aber gibt es denn zeitgenössische Abbildungen von französischen Offizieren mit Mantelrolle ?

    Die "Probe von 1826" ist wahrscheinlich eine vom preußischen Kriegsministerium herumgeschickt genaue Instruktion zum Zusammenlegen des Mantels, zur Vereinheitlichung innerhalb der ganzen Armee. Im Griesheim füllt diese Anleitung eine halbe Druckseite, ich habe sie nur zusammengefaßt wiedergegeben.
    Zuletzt geändert von Sans-Souci; 21.11.2006, 09:52.

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  • joerg.scheibe
    antwortet
    @ Hans-Karl,

    kommste mal vorbei und ich rolle für Dich
    Wir tragen ihn über dem Tornister (noch aber ohne Kochgeschirr). Wenn der Riemen, der die Wurst unten bündelt aber zu lasch sitzt, geht sie schon gern mal auf.
    Der Mantel ergibt eine ziemlich dicke Rolle. Bei dem einzigen Versuch, den Tornister darüber zu tragen (Parade-Befehl von 1814), kam mir das eher unvorteilhaft vor.

    Wenn es mit dem französischen Capote so schwierig ist, wie machen es dan die Offiziers, die man auf Abbildungen immer mal mit Mantelrolle sieht?

    Gruß
    Jörg

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