Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Offiziershelm sächsischer Kürassiere 1810-1813

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #16
    @ Tellensohn – besten Dank fürs Einstellen.
    Wenn wir soweiter machen, bekommen wir noch alle 114 Offiziers-Helme zusammen.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

    Kommentar


    • #17
      Auf dieser russischen Seite sind Fotos dreier Helme zu sehen:

      http://nacekomie.ru/forum/viewtopic....9140&start=680

      Der oberste ist augenscheinlich das Dresdner Exemplar. Der zweite scheint das Leipziger Exemplar zu sein? Der dritte aber scheint mir mit keinem der bisher gefundenen Exemplare übereinzustimmen. Am ehesten gleicht er vielleicht dem Chemnitzer Exemplar. Könnte das eine Replik sein? Wenn nicht, vielleicht doch noch ein weiteres Exemplar? Leider habe ich keine nähere Beschreibung erkennen können. Vielleicht sieht jemand mit besseren Russischkenntnissen auf den ersten Blick, ob da zu diesem Helm irgendetwas Genaueres steht?

      Kommentar


      • #18
        @ Tellensohn – vielen Dank für die Einstellung des Links.

        Der untere derdrei Helme erinnert uns eindringlich daran, dass das mit den „Originalen“ immerso eine Sache ist. Denn dieser Helm wurde eindeutig – werfen wir nur einenBlick auf Raupe und das Leder des Kinnriemens – einer umfassendenWiederaufarbeitung unterzogen. Wir wissen nie, wieviel an einem solchen Stückwirklich noch Original (i.S.v. bei der Erstherstellung bzw. beim Wiederherstellenim fraglichen Zeitraum (hier 1811-1815) verwendete Teile) ist.
        So ist sicherauch das Thema „Verbrämung“ ein noch zu untersuchendes. Nach SR-Liste sollte esSeehund sein, dessen Fell wohl eher einen bräunlichen, denn einen schwarzenEinschlag hat. Bis auf einen zeigen aber alle eine schwarze Verbrämung.Seehunffelle wurden bis in die 1790er bei der Infanterie für die Tornisterverwandt, dann aber durch heimische Rinderfelle ersetzt. Das Wissen über die Helmeist einfach noch zu oberflächlich, d.h. wir bewegen uns derzeit auf einer nichtausreichend gesichert Datenbasis.
        Darüber hinaus istdas Spektrum der Möglichkeiten und der Markt für Repliken nicht unwesentlich.Alterungsprozesse können – zumindest oberflächlich – im Zeitraffer nachgeholtwerden. Sicher sind viele dieser Prozesse beim näheren Hinsehen zu entlarven,aber welche der heutigen Kulturverwahreinrichtungen lässt einen mal so einenHelm auseindernehmen, noch dazu vor dem Hintergrund, dass er sich u.U. als(teilweise) nichtoriginal entpuppen könnte.
        Davon abgesehensind es dennoch sehr schöne Stücke.
        Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

        Kommentar


        • #19
          Mein Freund Helmut B. hat mich auf ein interessantes Angebot beimilitaria-obline aufmerksam gemacht.
          Dort wird unter Art.Nr: 2602 angeboten
          Bayern Offz.Garde du Corps Regt. zu Pferd mod. 1814,Monogramm JM König Maximilian I. Joseph 1806-1825
          Bis auf dasMonogramm (und auf den schnellen Blick 1-2 Kleinigkeiten) ist er vom sächsischenKürassier-Offiziers-Helm nicht zu unterscheiden. Mit Messingglocke und –kamm (diesermit Löwen), Medusen als Schuppenkettenhalter und Eichenlaubgirlande auf(schwarzem) Fell ist alles da.
          Weiß jemand,woher die Bayern die Helme für das(wohl erst 1814 errichtete) Regiment hatten. Nichtdas die Bayern Beutebestände der Russen aufgekauft haben?
          Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

          Kommentar


          • #20
            Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
            Weiß jemand,woher die Bayern die Helme für das(wohl erst 1814 errichtete) Regiment hatten. Nichtdas die Bayern Beutebestände der Russen aufgekauft haben?
            Der Ausstellungskatalog "Napoleon und Bayern" (2015) geht S.282-286, Kat.Nr. 237; 238a-e, ziemlich ausführlich auf die Rüstung der 1814 aufgestellten Garde du Corps ein (Bestände des Armeemuseums Ingolstadt, darunter mehrere Raupenhelme für Offiziere). Kein Wort über die Beschaffung sächsischer Helme via russische Beutebestände. Dagegen wird explizit darauf hingewiesen, dass die Errichtung des Regiments einen überaus kostspieligen Luxus darstellte, den sich das ohnehin bankrotte Bayern eigentlich gar nicht hätte leisten können, und dass es im Prinzip einzig ums Prestige ging. Man wollte gegenüber den anderen Nationen in Sachen Glanz und Gloria aufholen. Ausschlaggebend sei vor allem die Eitelkeit Wredes gewesen, etc. Einzig bezüglich der Rückenpanzer wird darauf hingewiesen, dass man bei Bedarf auf französische Beutekürasse zurückgriff.

            Vermutlich also waren die sächsischen Helme lediglich Vorlage (im Katalog wird allgemein auf die Helme und Kürasse der französischen Carabiniers als Vorbilder hingewiesen, zumindest die Helme imitieren aber in der Tat sächsische Modelle), die Bayern werden sie wohl trotz leerer Staatskasse und wider alle Vernunft selber hergestellt haben?

            Kommentar


            • #21
              Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
              @ Tellensohn – besten Dank fürs Einstellen.
              Wenn wir soweiter machen, bekommen wir noch alle 114 Offiziers-Helme zusammen.
              Gibt`s denn keine Realstücke und Fotos von Mannschaftshelmen ? Hatten die Mannschaftshelme eine Woll - oder eine Rosshaarraupe ? Wer weis das ??

              Kommentar


              • #22
                Ein Helm befindet sich im MHM Wolkenstein, allerdings - soweit mir erinnerlich ist - ohne Raupe.

                Die Mannschaften hatten Wollraupen.
                Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

                Kommentar


                • #23
                  Vielen Dank an Da Capo für die Info.

                  Kommentar


                  • #24
                    Offiziershelm sächischer Kürassiere 1810-1813

                    Hier noch ein Prachtexemplar aus dem Armeemuseum in Rastatt. Weis jemand zufällig aus welchem Material diese Raupe besteht ?
                    Angehängte Dateien

                    Kommentar


                    • #25
                      sieht so ähnlich wie die Raupe bei den bayerischen Soldatenhelmen aus

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X